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Datenanalyse für Jedermann Die wichtigsten BI-Trends der nächsten Jahre

| Autor / Redakteur: Mark Zimmermann* / Ulrich Roderer

Vorneweg: BI wird auch in den nächsten fünf Jahren nicht auf einen zentralen Datenspeicher verzichten können und auch der grundlegende BI-Modellierungsansatz wird sich nicht fundamental ändern. Dennoch erwartet die BI-Welt einen Wandel hin zu einer ganzheitlichen BI für jedermann – ohne Latenz und ohne IT-Beteiligung, der von den Anwendern und technologischen Innovationen gleichermaßen getrieben wird.

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Wohin geht die Zukunft von Business Intelligenz? Die BI-Welt erwartet einen Wandel hin zu einer ganzheitlichen BI für jedermann – ohne Latenz und ohne IT-Beteiligung.
Wohin geht die Zukunft von Business Intelligenz? Die BI-Welt erwartet einen Wandel hin zu einer ganzheitlichen BI für jedermann – ohne Latenz und ohne IT-Beteiligung.
(N-Media-Images – Fotolia)

Auf der fachlichen Ebene ermöglicht es ein durchgängiges, teils automatisiertes und ganzheitliches Metadaten-Management, Informationsanforderungen just in time zu analysieren, die relevanten Daten zu identifizieren und letztendlich auch zu integrieren und verfügbar zu machen. Die BI-Plattform spannt ihr Netz über „alle“ potentiellen Datenquellen. Das BI-System greift anhand zentral gespeicherter Metadaten zur Laufzeit auf Datenquellen zu und führt diese zusammen. Auf Basis neuer Analysen werden die Metadaten durch Unterstützung des Fachbereichs dynamisch erweitert.

Deutlich mehr Quellen werden im Bereich der Metadaten verfügbar sein, unterstützt auch durch neue Standards, die analog zu aktuellen Standards wie SWIFT oder EDIFACT, entstehend werden. Die Vorarbeit in der Analyse, das mühsame Übersetzen der im Rahmen der Analyse gesammelten Informationen, und die aufwändige Umsetzung dieser Erkenntnisse in ETL-Prozesse wird deutlich reduziert werden und unter Umständen völlig entfallen. Zeitgleich wird das fachliche Modell des BI-Systems entsprechend dynamisch erweitert.

Performante Integrationsplattformen und intelligente Agenten

Auf technischer Seite wird dies durch performante Integrationsplattformen ermöglicht. Appliances und In-Memory-Anwendungen - auf Basis von SAP HANA beispielsweise - werden deutlich weiter entwickelt sein und diese sehr zeitnahen Integrationen und Berechnungen ermöglichen. Neue Vernetzungstechnologien bringen deutliche höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten im Datentransport; auch im Zugriff auf heterogene Quellen. Obwohl das Volumen der zu analysierenden Daten deutlich steigt, wird sich dies durch eine stärkere Selektion in der Quelle und eine deutliche geringere Speicherung von Informationen im BI-System nicht ähnlich stark auswirken wie die Performancesteigerungen.

Aus dem klassischen Data-Warehouse wird ein Historienspeicher. Intelligente Agenten werden künftig entscheiden, an welcher Stelle zum Zwecke der Verfügbarkeit Daten im BI-System abgelegt werden müssen. Dies wird zum Zwecke der Historisierung von Informationen, zum Zwecke der Performance-Steigerung (Daten Cache) und zum Zwecke der Verfügbarkeit von Offline-Quellen der Fall sein.

Die Verfügbarkeit von BI-Systemen wird sich also fundamental ändern. Nicht nur im Hinblick auf die Bedienung bekannter Anforderungen im Sinne von Near Time, sondern auch bei der Bedienung nicht bekannter Anforderungen. Dementsprechend werden sich für Berater und Implementierer die Projekte vollständig ändern. Den klassischen Projektablauf Anforderung – Projekt – Live-Gang wird es so nicht mehr geben; ETL-Entwickler werden zu Metadatendesignern. Im Idealfall wird sich ein Projekt, wie wir es bisher kennen, darauf reduzieren, die Metadaten für neue Anforderungen bereitzustellen.

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