Mit Thin Clients ist der Einstieg in die Cloud gelungen

Die Stadt Bergheim senkt die Desktop-Kosten ein zweites Mal

29.09.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Desktop-Betriebskosten sinken auf ein Viertel

Wappen der Stadt Bergheim, die mit Technik von Igel Technology gute Erfahrungen macht.
Wappen der Stadt Bergheim, die mit Technik von Igel Technology gute Erfahrungen macht.

In den Berechnungen der Stadt Bergheim resultieren die größten Einsparungen aus den geringeren Betriebskosten. Während sie sich beim PC binnen fünf Jahren auf 1.112 Euro summieren, fallen beim Thin Client nur 235 Euro, im Sieben-Jahreszeitraum 329 Euro an.

Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie der geringere Zeitaufwand bezüglich Software- und Hardware-Installation, Anwenderselbsthilfe und Windows-Updates. Der letzte Posten entfällt sogar komplett, da es nur noch die zentralen Server betrifft.

Thin Clients erfordern auch anders als der PC keine lokalen Anwendungsinstallationen. Im seltenen Fall eines Hardware-Ausfalls wird der defekte Thin Client gegen ein Ersatzgerät getauscht, das sich nach Anschluss ans Netzwerk ohne großen Aufwand über den Management-Server konfigurieren lässt und sofort einsatzbereit ist.

Einfache Verwaltung durch ein zentrales Desktop-Management

Das Thin Client-Management bewältigt die Stadt Bergheim über die im Lieferumfang enthaltene Management-Software „Igel Universal Management Suite“ (UMS). Die darin definierbaren Einstellungsprofile werden anhand der IP- oder MAC-Adressen einzelnen Arbeitsplätzen oder Arbeitsplatzgruppen, beispielsweise Abteilungen oder Standorten, zugeordnet.

„Das profilbasierte Management und die zentralen Updates sind überzeugend“, findet Thomas Golc, Service Administrator bei der Stadt Bergheim. „In Kombination mit dem wartungsarmen Gerätedesign ohne bewegliche Bauteile reduziert sich die frühere Vor-Ort-Betreuung spürbar.“

Darüber hinaus vereinfache sich das Umziehen von Arbeitsplätzen zwischen einzelnen Sachgebieten deutlich. Denn nun seien die persönlichen Einstellungen an den Benutzer geknüpft, und nicht mehr an das Endgerät.

Fachbereich und IT-Leitung singen gemeinsam das Loblied

Wolfgang Berger, Fachbereichsleiter Personal, Organisation, Ordnung, Sport und Kultur in Bergheim, ergänzt: „IT muss wirtschaftlich sein, ohne auf eine hohe Professionalität zu verzichten. Cloud Computing kann, mit Augenmaß angegangen, interessante Vorteile generieren, gerade auch für die öffentlichen Verwaltungen, deren Handeln zunehmend durch die schwierige Finanzsituation bestimmt wird.

Allerdings stehe vor dem Weg in die Cloud die Standardisierung von Anwendungen. Nur dann bringe die Zentralisierung die besten Ergebnisse. „Wenn dann noch alle Akteure an einem Strang ziehen, können solche Projekte den erhofften Erfolg bringen“, sagt Berger.

Auch Theo Kratz, Abteilungsleiter IT, bei der Stadt zeigt sich zufrieden: „In solche Cloud-Projekte, die eine umfassend virtuelle Anwendungsbereitstellung bedingen, fügen sich Thin Clients nahtlos ein und generieren einen zusätzlichen Benefit.“ „Denkt man an die Verfügbarkeit von Daten und Anwendungen an jedem Ort von jedem Gerät, bietet diese Umgebung die Lösung. Was auch gefällt, ist, dass die Umwelt durch den geringeren Ressourcenverbrauch profitiert.“

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