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Mängel und wie man sie beheben kann Die schöne neue Welt virtueller Maschinen

Autor / Redakteur: Fred Luddy*, ServiceNow / Elke Witmer-Goßner

Die vergangenen Jahrzehnte haben der IT-Branche mehrere Paradigmenwechsel beschert. Ob der Übergang von Mainframes auf Client-Server-Infrastrukturen, der Siegeszug des Internets oder der aktuelle Megatrend Virtualisierung: all diese Veränderungen haben ein fundamentales Umdenken im Umgang mit IT-Infrastrukturen ausgelöst.

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Mangelndes Management, unkontrolliertes Wachstum und kaum mehr absehbare Kosten – die Über-Virtualisierung lässt sich nur mit automatisierten Prozessen beim Anwender verhindern.
Mangelndes Management, unkontrolliertes Wachstum und kaum mehr absehbare Kosten – die Über-Virtualisierung lässt sich nur mit automatisierten Prozessen beim Anwender verhindern.
(Bild: Stefan Rajewski - Fotolia)

Alle haben auch einige Zeit gebraucht, um volle Akzeptanz bei allen Anwendergruppen zu finden und ihr ganzes Potenzial der Effizienzsteigerung zu entfalten. Im Falle der Virtualisierung und des Cloud Computing befinden wir uns jetzt gerade in dieser Phase. Der entscheidende Faktor ist die Verwaltung dieser virtuellen und hybriden Umgebungen: Denn es geht ein „Gespenst“ um namens „Virtualization Sprawl“ – das unkontrollierte Wuchern virtueller Maschinen (VM) in Unternehmen.

Die Auswirkungen dieses Phänomens – Myriaden kaum oder nicht genutzter, Speicher- und Netzwerkverstopfender Recheninstanzen – drohen sämtliche Effizienz- und Kostenvorteile der VMs aufzufressen. Umso wichtiger ist es, Lösungen zu finden, wie dieser Über-Virtualisierung Einhalt geboten werden kann.

Im Keim erstickt

Doch woher rührt das Phänomen der Über-Virtualisierung? Sie lässt sich auf drei wesentliche Faktoren zurückführen: erstens überlastete IT-Abteilungen, zweitens daraus resultierender Zeitmangel für strategische Weiterentwicklungen von Virtualisierungskonzepten und deren Umsetzung sowie drittens mangelnder Überblick über die tatsächliche Nutzung virtueller Maschinen.

Neben der Über-Virtualisierung ergibt sich daraus ein damit eng verwandtes Syndrom, der Virtualisation Stall, der Stillstand von Virtualisierungsprojekten nach einer erfolgversprechenden Anlaufphase. Sobald die ersten Vorteile realisiert sind, verebben die weiteren Anstrengungen parallel zur steigenden Komplexität der Aufgaben – schlicht, weil Zeit und Kompetenzen dafür fehlen. Auch hier ist das fatale Resultat, dass die Versprechen der Virtualisierung nicht eingelöst werden (können).

Wo liegt die Lösung dieses Dilemmas? Zunächst lohnt ein Blick auf das Aufgabenspektrum des IT-Administrators bei der Verwaltung virtueller Umgebungen. Wie in allen Bereichen des System- und Usersupports lassen sich die anfallenden Aufgaben in zwei Gruppen teilen: laufend wiederkehrende Standards einerseits und anspruchsvolle sowie zeitaufwändige Arbeiten andererseits. Vom Volumen her überwiegen eindeutig die Standards – was dazu führt, dass für die anspruchsvollen, aber umso wichtigeren Pflichten keine Zeit mehr bleibt. Der einzige Ausweg: die IT muss jemanden finden, der die lästigen Standards für sie übernimmt – idealerweise der Anwender selbst.

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