Gartner zu „Cognizant Computing“

Die Krawatte als persönlicher Fitnesscoach

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die Evolution vom PC zur persönlichen Cloud bringt Anwendungen und Dienste mit sich, die den Nutzen von mit Sensoren ausgestatteten Geräten, wie zum Beispiel Sportschuhen, erhöhen.
Die Evolution vom PC zur persönlichen Cloud bringt Anwendungen und Dienste mit sich, die den Nutzen von mit Sensoren ausgestatteten Geräten, wie zum Beispiel Sportschuhen, erhöhen. (Bild: Nike)

Mit Cloud Services für moderne Geräte wie Smartphones kratzen Dienstleister und Marketeers eigentlich nur an der Oberfläche. Wie viel tiefer wären Kundenerfahrungen heute, würde Dingen des Alltags, die gemeinhin nicht mit Computing in Verbindung gebracht werden, neues Leben eingehaucht werden. Marktanalyst Gartner geht dem „Cognizant Computing“ auf den Grund.

Die stationäre PC-Welt bestimmt schon lange nicht mehr das digitale Leben von Verbrauchern. Ihr zur Seite steht eine individuelle, mobile cloud-getriebene Welt, die neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Konsumenten und den von ihnen verwendeten Services mit sich bringt. In Zukunft werden Verbraucher aber mit Sensoren ausgestattete Geräte nutzen, wie zum Beispiel Uhren, Schuhe oder Thermostate, sagen die Marktforscher voraus. Bestimmt wird deren Nutzen durch Anwendungen und Dienste, die nicht an eine bestimmte Plattform oder bestimmte Betriebssysteme gebunden sind. Dadurch werden sich die Geräte im Gegensatz zu früher leichter zu einem funktionierenden Ökosystem verbinden lassen.

Gartner bezeichnet diese neue Art der Digitalisierung als „Cognizant Computing“, wissendes, oder freier übersetzt intelligentes, Computing. „Cognizant Computing verbindet angeschlossene Geräte und persönliche Cloud-Dienste über eine naht- und reibungslose Integration mit sensor-gesteuerten „unsichtbaren“ Geräten, die auf bestimmte Funktionen hin optimiert sind“, erklärt Michael Gartenberg, Research Director bei Gartner. „Diese Daten und Informationen können dann über andere Dienste mit größeren Ökosysteme, Plattformen oder Betriebssysteme verbunden werden.“

Cognizant Computing beschreibt Gartner allerdings nicht als neues Konzept, sondern nur als natürliche Evolution – allerdings nicht nur einer Welt von Geräten, sondern von Anwendungen und Diensten, die sich nun über mehrere Plattformen erweitern lassen, über die bisherigen „Bildschirm-Geräte“ wie Handys, Tablets, PCs oder Fernseher hinaus. Als Folge davon können Anwendungen dann sieben Tage die Woche, vierundzwanzig Stunden am Tag bewusst jedes Handeln oder Nichthandeln registrieren. Sie brauchen auch nicht mehr ein- oder ausgeschaltet werden. Sie sammeln so eine Vielzahl relevanter Informationen, die auf Verhaltensänderungen schließen lassen können. Das wäre bei Stand-alone-Anwendungen oder -Geräten gar nicht möglich. Die Verbraucher selbst müssen sich nicht an eine bestimmte Plattform oder Dienstleistung binden, sondern bestimmen diese langfristig durch Interaktionen oder Käufe, die durch kurzfristige, aufgabenorientierte Funktionen angesteuert werden.

Nützlich, aber unsichtbar

Geräte, die sich aus Erkenntnissen selbst steuern, agieren quasi in einem unsichtbaren Raum. Gartner definiert diesen als Kombination aus Geräten und Diensten, die gemeinsam unterhalb der Bewusstseinsschwelle Wissen schaffen. Quasi unsichtbar sind diese Geräte auch für ihren Träger: Verbraucher werden sich der Geräte erst dann bewusst, wenn sie diese für eine Interaktion benötigen oder ein Feedback in Form von Daten oder Informationen erhalten.

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