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Gartner zu E-Mail- und Office-Software als Service Die große Migration in die Cloud findet erst 2015 statt

| Redakteur: Michael Hase

Gartner dämpft die Erwartungen, was den Wechsel von Unternehmen zu Cloud-Angeboten betrifft: Erst acht Prozent aller Business-Nutzer beziehen derzeit ihre Office-Anwendungen als Service. Die große Migrationswelle wird den Analysten zufolge erst 2015 einsetzen.

60 Prozent alller Business-User werden 2022 ihre Office-Anwendungen aus der Cloud beziehen, prognostiziert Gartner.
60 Prozent alller Business-User werden 2022 ihre Office-Anwendungen aus der Cloud beziehen, prognostiziert Gartner.
(© alphaspirit - Fotolia.com)

Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner ist die Einschätzung falsch, die meisten Unternehmen seien bereits zu E-Mail- oder Office-Software aus der Cloud gewechselt oder würden dies gerade tun. Die Analysten schätzen, dass derzeit etwa 50 Millionen geschäftliche Nutzer weltweit Büro-Anwendungen als Service beziehen. Diese Zahl macht nur acht Prozent aller Office-User weltweit (ohne China und Indien) aus.

Gartner rechnet damit, dass der große Wechsel zu Cloud-Angeboten in der ersten Hälfte des Jahres 2015 einsetzen wird. 2017 werde ein Drittel aller Office-Anwender die Software aus der Cloud nutzen, und bis 2002 werde der Anteil etwa 60 Prozent erreichen, so die Prognose. Dieser Prozentsatz entspricht einer Zahl von 695 Millionen Usern.

Für die meisten Unternehmen ist E-Mail die Anwendung, die für die Entscheidung, in die Cloud zu gehen, maßgeblich ist. Gartner schätzt, bis Ende 2014 würden mindestens zehn Prozent der geschäftlichen E-Mail-Seats als Service bereitgestellt. Dieser Anteil werde bis Ende 2017 auf mindestens 33 Prozent steigen.

Endgeräte als Treiber

Bei den Überlegungen, in die Cloud zu wechseln, spielt laut Gartner die zunehmende Anzahl unterschiedlicher Endgeräte eine Rolle. Als 2007 die ersten Cloud-Office-Angebote aufkamen, verwendete der typische Nutzer nur ein Gerät, um auf seine Büro-Anwendungen zuzugreifen. Die Analysten schätzen, dass Wissensarbeiter heute dagegen bis zu vier Geräte nutzen. Die sprunghafte Zunahme der Devices könnte so den Umstieg auf Cloud-Angebote begünstigen, vermutet Gartner, da sich Unternehmen auf diese Weise den Aufwand für Installation und Wartung lokal installierter Software ersparen.

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