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Martin Berchtenbreiter und Oliver Gürtler über das deutsche Partnergeschäft Die Cloud und Windows 7 lassen Microsoft-Partner Geld verdienen

| Redakteur: Sarah Gandorfer

Auf der WPC 2011 treffen sich Microsoft-Partner aus aller Welt, um Neuigkeiten des Herstellers zu erfahren. Die deutschen Partner-Verantwortlichen bei Microsoft haben sich einen Augenblick Zeit gegönnt, um das Geschäft hierzulande zu erläutern.

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Martin Berchtenbreiter, Senior Direktor und Mittelstand bei Microsoft Deutschland
Martin Berchtenbreiter, Senior Direktor und Mittelstand bei Microsoft Deutschland

An jedem US-Dollar, den Microsoft verdient, verdienen die Partner 8,70 US-Dollar – so die Aussage der Redmonder. Überhaupt war das abgelaufene Geschäftsjahr für Microsoft mit einem weltweiten Umsatz von 18,6 Milliarden US-Dollar sehr positiv. 95 Prozent davon wurden über Partner generiert. Genaue Zahlen für Deutschland gibt der Konzern nicht bekannt.

Doch Martin Berchtenbreiter, Senior Direktor und Mittelstand bei Microsoft Deutschland, gibt einige Hinweise. So sei das Geschäft mit dem Mittelstand in Deutschland um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. In allen Teilbereichen hätten sie ihre Ziele er- wenn nicht gar überfüllen können. 10.000 Unternehmen würden bundesweit die Beta-Version von Office 365 nutzen. Auch die neuen Geschäftsoptionen via Cloud wie CRM Online, Windows Intune, Windows Azure und SQL Azure spielten bei diesem Erfolg eine Rolle.

„Von 31.500 Partnern vor einem Jahr ist das Microsoft Partnernetwork (MPN) in Deutschland auf mehr als 37.000 Händler gewachsen. Wir konnten so das Partnergeschäft um ein Drittel steigern“, erklärt Berchtenbreiter. In Deutschland investiert Microsoft bis zum Jahre 2013 zudem rund 20 Millionen Euro, um zur wachsenden Attraktivität des Partner-Netzwerkes beizutragen.

Berchtenbreiter nennt folgende drei Prioritäten des Herstellers für die nächste Zeit:

  • die Migration auf Windows 7 plus den Verkauf von Office 2010. Hier sieht der Mittelstands-Chef noch viel Potenzial für Reseller.
  • die Modernisierung des Business-Desktops. Dazu gehört der Internetexplorer 9 sowie Office 2010
  • die Entwickler für sich zu gewinnen. Dabei geht es sowohl um das Geschäft mit Applikationen für PCc und Mobiltelefone, wie auch um die Cloud.

Developer für Windows Phone 7

Gerade für das Windows Phone 7 erhofft sich Microsoft einen starken Anstieg an verfügbaren Applikationen. Derzeit gibt es rund 20.000. Mit der Beta-Version des Betriebssystems Mango bekommen Entwickler Zugriff auf den Code.

Eine fünfstellige Zahl an Entwicklern nutzt zudem Azure. Eines der dabei entstandenen Projekte ist das Krisenportal des Landes Baden Württemberg.

Der Fokus des Herstellers geht seit dem vergangenen Jahr immer mehr in Richtung Cloud. Das schlägt sich auch in Deutschland nieder. „Mittlerweile sind hierzulande rund 3.000 Partner cloud-ready, 500 sind schon aktiv im Verkauf“, führt Martin Berchtenbreiter aus.

Das die Cloud unausweichlich im Kommen ist, betont auch Lynn Thorenz, Research Direktor, IDC Deutschland: „Die Cloud bringt große Veränderungen in der Zusammenarbeit der Anbieter mit Partnern und deren Kunden mit sich. Microsoft und seine Partner stellen sich bereits erfolgreich auf diesen Wandel ein.“

Deutsche Partner rücken der Wolke näher

Letzteres bestätigt Oliver Gürtler, der bei Microsoft Deutschland das Partnergeschäft verantwortet: „Wir verzeichnen bereits 2.000 Abonnenten von Cloud-Essentials.“ Essentials zeichnet sich dadurch aus, dass Partner damit ein kostengünstiges Kontingent für die interne Nutzung der verschiedenen Cloud-Angebote erhalten. „Wenn die Partner sich im eigenen Unternehmen mit der Cloud auseinander setzen, dann können sie diese auch ihren Kunden erklären“, erläutert Gürtler die Idee dahinter.

Um das Geschäft mit der Wolke zu erleichtern, sollen demnächst diverse Tools wie ein Cloud-Profitabilitäts-Kalkulator für die Partner gelauncht werden.

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