IT-Awards 2021 Die beliebtesten Managed-Cloud-Anbieter 2021

Von Martin Hensel

Der Trend zur Cloud ist stärker denn je – nicht zuletzt durch die COVID-19-Pandemie, die zu beträchtlichen Veränderungen in der Arbeitswelt führte. Anbieter von Managed Cloud Services sind dabei vor allem für Unternehmen interessant, die nicht jedes Detail selbst verwalten wollen.

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Managed Clouds haben Vorteile gegenüber klassischen On-Premises-Systemen wie kurze Bereitstellungszeiten, geringen Verwaltungsaufwand sowie hohe Sicherheit und Skalierbarkeit bei transparenten Kosten.
Managed Clouds haben Vorteile gegenüber klassischen On-Premises-Systemen wie kurze Bereitstellungszeiten, geringen Verwaltungsaufwand sowie hohe Sicherheit und Skalierbarkeit bei transparenten Kosten.
(Bild: gemeinfrei© Tumisu / Pixabay )

Cloud-Dienste boomen, immer mehr Unternehmen verlagern ihre Ressourcen und Prozesse in die Datenwolke. Die Marktforscher von KPMG Österreich sehen gar die „goldenen 20er für Cloud Computing“ anbrechen. Aktuelle Zahlen unterstreichen diese Aussage: 82 Prozent der Unternehmen haben bereits Cloud-Lösungen im Einsatz, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 6 Prozent entspricht. Der „Cloud-Monitor“ der Marktforscher zeigt, dass viele Firmen nicht nur im Zuge der Corona-Pandemie in die Cloud migriert sind, sondern derartige Services bereits alltäglich nutzen.

Der pandemiebedingte schnelle Schritt in die Cloud bringt aber auch Probleme mit sich: Durch die notgedrungen hohe Geschwindigkeit und mangelnde Vorbereitung wurden häufig Themen wie zum Beispiel Sicherheit und Compliance vernachlässigt. Managed Service Provider können bei diesen und weiteren Fragen tatkräftig helfen. Sie ermöglichen auch für Unternehmen ohne eigenes Know-how den sicheren Einsatz einer Cloud-Plattform. Neben der Bereitstellung von Speicherplatz und Anwendungen sorgen sie auch für Verwaltung, Wartung und Absicherung der Services. Zudem stehen die Provider den Firmenkunden oft auch mit Beratungsleistungen zur Seite.

Umfangreiche Auswahl

Managed-Cloud-Angebote gibt es in zahlreichen Varianten. Sie reichen von Public Clouds über Private Clouds mit dedizierter Infrastruktur bis hin zu Hybrid- und Multi-Cloud-Architekturen. Speziell Hybrid Clouds erfreuen sich in letzter Zeit wachsender Beliebtheit, da sie die Vorteile von Public und Private Clouds kombinieren. Laut der „2021 ISG Provider Lens Next-Gen Privat/Hybrid Cloud“ geht dabei der Anteil von Private Clouds zurück, während die Bedeutung eingebundener Public-Cloud-Dienste deutlich zunimmt. Dies ist vor allem auf den Trend zu Public-Cloud-Angeboten für die Automatisierung und Containerisierung von Workloads zurückzuführen. Laut ISG ermöglichen die Cloud-Dienste, immer komplexer werdende Anforderungen an Latenz, Prozessstabilität und Sicherheit zu erfüllen, ohne dabei die Kostenseite aus den Augen zu verlieren.

Managed-Cloud-Provider stellen meist nicht nur die bloße Umgebung bereit, sondern betreuen ihre Kunden von der Planung über die Integration der Dienste und Anwendungen bis hin zur Durchführung von Monitoring, Updates und Wartung. Derartige Rundum-Sorglos-Pakete kommen offensichtlich an: So erwarten die Marktforscher von ISG, dass der Markt für Cloud-basierte Services im aktuellen Jahr um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen wird. Die Dienstleistungen werden zudem immer weiter verfeinert. Mittels Automatisierung und intelligenter Prozesse wächst die Performance, während die Cloud-Dienste gleichzeitig resilienter, sicherer und kosteneffizienter arbeiten.

Die Leser von CloudComputing-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei Gewinner der Kategorie „Managed Cloud“ 2021:

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Eine Frage der Sicherheit

Trotz des eindeutigen Trends in Richtung Cloud, stehen manche Unternehmen dem Thema nach wie vor mit einer gehörigen Portion Skepsis gegenüber. Eine wesentliche Rolle spielen dabei meist Bedenken, ob kritische Daten bei externen Anbietern oder in externen Rechenzentren wirklich sicher aufgehoben sind. Zudem sorgen Compliance- und Datenschutzvorgaben wie etwa die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Klärungsbedarf. Nicht zu Unrecht, können doch Verstöße schnell unangenehme Folgen wie etwa hohe Strafen nach sich ziehen.

Es empfiehlt sich daher, derartige Eckpunkte bereits im Vorfeld mit potenziellen Managed-Cloud-Anbietern abzuklopfen. Gängig ist beispielsweise der Einsatz sicherer und zertifizierter Rechenzentren, die sich im Inland oder einem DSGVO-konformen Standort befinden und durchgehende Verfügbarkeit ermöglichen. Über Service Level Agreements (SLAs) werden die Rahmenbedingungen detailliert festgelegt.

Vorzüge im Geschäftsalltag

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben beim Einsatz von Managed Clouds einige Vorteile gegenüber klassischen On-Premises-Systemen. Kurze Bereitstellungszeiten, geringer Verwaltungsaufwand und hohe Skalierbarkeit bei transparenten Kosten sind einige davon. Zudem erreichen die Cloud-Dienste ein Sicherheitsniveau, das im eigenen Rechenzentrum nur mit großem Aufwand herzustellen ist.

Fehlt im eigenen Betrieb das nötige Know-how zum Betrieb der Systeme, bieten die Provider häufig entsprechende Beratungsdienste an. Systemausfälle sind dank redundanter, hochverfügbar angelegter Cloud-Dienste sehr selten geworden. Zudem lässt sich orts- und geräteunabhängiger Zugriff auf die Unternehmensdaten ermöglichen – ein Pluspunkt, der sich vor allem in Zeiten der Pandemie als sehr wichtig erwiesen hat.

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