Digitalbranche wächst stabil, IT-Investitionen steigen Deutschlands digitale Wirtschaft bleibt krisenfest

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die deutsche digitale Wirtschaft zeigt sich trotz der allgemeinen Wirtschaftslage robust und wachstumsstark. Der Digitalverband Bitkom prognostiziert für 2023 ein Umsatzplus von 2,1 Prozent auf 213,2 Milliarden Euro für IT- und Telekommunikationsunternehmen.

Das Geschäftsklima im ITK-Markt ist im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft weiterhin positiv, der Markt wächst und es entstehen neue Jobs. 2023 erwartet der Digitalverband Bitkom ein Umsatzplus von 2,1 Prozent auf 213,2 Milliarden Euro.(Bild:  Lustre - stock.adobe.com)
Das Geschäftsklima im ITK-Markt ist im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft weiterhin positiv, der Markt wächst und es entstehen neue Jobs. 2023 erwartet der Digitalverband Bitkom ein Umsatzplus von 2,1 Prozent auf 213,2 Milliarden Euro.
(Bild: Lustre - stock.adobe.com)

2024 soll sich das Wachstum auf 4,7 Prozent verdoppeln. Die Branchenunternehmen sind größtenteils investitionsfreudig, mit der Software als Hauptinvestitionspunkt. Bis Ende 2024 sollen 39.000 weitere Arbeitsplätze hinzukommen. Stärkstes Wachstumssegment ist die Informationstechnik, insbesondere Software und IT-Dienstleistungen. Nach einem Wachstumsschub in den Corona-Jahren erleben IT-Hardware und Telekommunikationsendgeräte Rückgänge. Die Unterhaltungselektronik hat mit Umsatzrückgängen zu kämpfen, sieht aber bei Spielkonsolen und Headsets Zuwächse.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst: „Der lang erwartete Pakt für Beschleunigung von Bund und Ländern ist überfällig. Die Bürokratie ist aktuell der größte Bremsklotz für das digitale Deutschland.“(Bild:  Witmer-Goßner)
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst: „Der lang erwartete Pakt für Beschleunigung von Bund und Ländern ist überfällig. Die Bürokratie ist aktuell der größte Bremsklotz für das digitale Deutschland.“
(Bild: Witmer-Goßner)

Weltweit werden die Umsätze mit IT und Telekommunikation 2023 voraussichtlich um 4,0 Prozent auf 4,67 Billionen Euro steigen, wobei Deutschland mit 4,0 Prozent globalen ITK-Umsätzen auf Rang 5 liegt.

Alles in allem also erfreuliche Zahlen, die der neue Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst mit dem Bitkom-ifo-Digitalindex zum Halbjahr 2023 präsentierte. Allerdings zeige sich auch, so Wintergerst, dass Deutschland im weltweiten Wettbewerb weiter zurückfalle. In Deutschland herrsche zwar keine Technologiefeindlichkeit, aber doch eine große Skepsis gegenüber allem Neuen.

Und es fehle der Wille, bei Innovationen ganz vorn mitzuspielen. Die aktuellen Anstrengungen, beispielsweise Künstliche Intelligenz zu regulieren, bremsten Innovation von Anfang an aus. „Jede zusätzliche Regulierung ist schädlich“, sagt Wintergerst. Es brauche stattdessen quer durch alle Branchen und in der öffentlichen Verwaltung eine massive Erhöhung der Investitionen in digitale Technologien. „Die Politik sollte diese positive Dynamik verstärken und den Unternehmen mehr Freiräume für Innovationen und mehr Planungssicherheit geben.“ Wintergerst weiter: „Deutschland und Europa müssen eigene digitale Kernkompetenzen aufbauen und Innovationen vorantreiben. Mehr digitale Souveränität lautet das Ziel.“

Parallel dazu müsse auch die Cybersicherheit gestärkt werden, da durch den russischen Angriffskrieg die Bedrohung durch Cyberattacken für Wirtschaft und staatliche Stellen nochmals stark zugenommen habe. „Die Sicherheit im Cyberraum gehört ganz oben auf die Agenda.“

Auch auf dem Arbeitsmarkt für ITK-Fachkräfte müsse noch mehr geschehen, fordert Wintergerst: „Das Job-Wachstum würde noch sehr viel stärker ausfallen, wenn ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stünden.“ Zuletzt gab es in Deutschland 137.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte. Dem Fachkräftemangel könne nur mit einem bedarfsorientierten Einwanderungsrecht und einer digitalen Bildungsoffensive konsequent gegengesteuert werden. Detaillierte Informationen zur aktuellen Stimmung in der Digitalbranche in der folgenden Bildergalerie:

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

(ID:49598274)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung