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Persönliche Einschätzung zu künftigen Entwicklungen Deutscher Microsoft-Chef benennt die sieben IT-Trends 2012

| Autor / Redakteur: Ralph Haupter, Microsoft / Elke Witmer-Goßner

Welche großen Trendthemen stehen 2012 auf der Agenda? Welche Ideen und kreativen Konzepte schaffen es im kommenden Jahr nicht nur in der IT-Welt, sondern auch in Wirtschaft und Gesellschaft neue Impulse zu setzen? Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Microsoft GmbH, wagt eine Vorhersage zu den wichtigsten IT-Trends im kommenden Jahr.

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Microsoft-Chef Ralph Haupter fasziniert die Technik von heute, mehr noch aber die Aussicht auf die künftigen Entwicklungen.
Microsoft-Chef Ralph Haupter fasziniert die Technik von heute, mehr noch aber die Aussicht auf die künftigen Entwicklungen.

Seit Karl Valentin wissen wir alle: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Trotzdem mein Versuch, sieben Trends für das kommende Jahr zu benennen, die uns aus meiner Perspektive in Zukunft noch stärker umtreiben werden.

Trend 1: Smart Systems und das Internet der Dinge

In der Hauptstadt des Vereinigten Königreiches twittert die Themse fröhlich ihren Wasserstand, die berühmte Tower Bridge teilt mit, wann sie ihre Schranken für Schiffe öffnet und wieder schließt – und Londons Taxifahrer danken es ihr.

Es ist faszinierend. Bald wird jede Energiesparlampe ihren Status melden, jedes Auto Standort und Vektoren. Und selbst der berühmte Internet-Kühlschrank kommt zu späten Ehren, wenn er automatisch Milch auf den digitalen Einkaufszettel setzt, der in Supermarkt-Nähe auf dem Smartphone aufpoppt.

50 Milliarden Geräte sollen laut Cisco bis 2020 im „Internet der Dinge“ vernetzt sein und eine Datenmenge produzieren, die uns technologisch vor neue Herausforderungen stellt und damit weitere Trends bedingt: Big Data und Cloud Computing.

Trend 2: Von Business Intelligence zu Prognostik: Big Data und Extreme Information Processing

Ähnlich wie die Rechenpower wächst die Datenmenge exponentiell und wird mit dem Internet der Dinge eine neue Dimension erreichen. Laut IDC verdoppelt sich das weltweite Datenvolumen etwa alle 18 Monate. Das ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits ermöglicht die Masse an Daten neue Erkenntnisse, andererseits ist sie immer schwerer beherrschbar.

Anwender verbringen mehr Zeit mit der Suche nach Informationen als mit deren Analyse. Unternehmen sind davon abhängig, nahezu in Echtzeit die richtigen Entscheidungen auf Basis valider Analysen treffen zu können. Produktivitätsvorteile und Wertschöpfung entstehen dann, wenn wir in diesem Kontext Business Intelligence auf Abruf organisieren können und damit beginnen, Big Data für kluge Prognostik und schlaue Kundenservices zu nutzen. Das allerdings setzt extreme Rechenpower voraus, die nur mit den skalierbaren Kräften des Cloud Computing darstellbar ist.

Trend 3: IT aus der Steckdose: Cloud Computing und Virtualisierung

Das Thema Cloud Computing wird uns noch eine Weile beschäftigen, und das ist auch gut so. Denn erstens haben wir längst noch nicht hinreichend begriffen, wie wir mit nahezu unbegrenzter Rechenpower kreativer, kommunikativer, innovativer, produktiver und effizienter werden können. Jetzt müssen wir unsere unternehmerische Vorstellungskraft „upgraden“ – denn die Technik ist längst da.

Zweitens gilt es nach wie vor, ein hartnäckiges Missverständnis aufzuklären: dass der Weg in die Cloud nur über eine Entweder-Oder-Entscheidung führt. Vielmehr lassen sich längst individuelle Anforderungen an Cloud Services und Softwarelösungen auch in IT-Strategien einbinden, die eigene Infrastrukturen mit berücksichtigen: Das nennen wir „die Cloud zu Ihren Bedingungen“.

Und drittens gilt es schließlich, die Themen Datenschutz und Sicherheit in der Cloud offensiv anzugehen. Cloud Computing bietet die Chance, zentrale gesellschaftliche Probleme zu lösen – ob im Gesundheitswesen, in Bildung und Forschung, im Umweltbereich oder beim eGovernment.

Welche IT-Entwicklungen im kommenden Jahr noch wichtig werden, lesen Sie auf der nächsten Seite

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