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Absolute Software veröffentlicht Studienergebnisse Deutschen Firmen fehlt BYOD-Strategie

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Aufgeschlossen und dennoch konzeptlos stehen deutsche Unternehmen dem BYOD-Trend gegenüber. Das zumindest legt Absolute Software mit jetzt veröffentlichten Zahlen einer Auftragsstudie nahe.

Mit acht Kacheln skizziert Absolute Software den Bauplan für eine sichere BYOD-Strategie.
Mit acht Kacheln skizziert Absolute Software den Bauplan für eine sichere BYOD-Strategie.
(Bild: Absolute Software)

Eklatante Mängel im Umgang mit mobilen Geräten am Arbeitsplatz prangert Absolute Software an. Als Beleg dienen jetzt veröffentlichte Zahlen einer Auftragsstudie. Nach dieser verfolgen 46 Prozent der deutschen Unternehmen keine Strategie zur Verwaltung mobiler Geräte am Arbeitsplatz. Damit belege Deutschland einen bedenklichen Spitzenplatz. Zum Vergleich: In Frankreich liegt der Wert bei 39 Prozent, Großbritannien und USA erreichten je 32 Prozent.

Immerhin bitten knapp zwei Drittel der deutschen Unternehmen Mitarbeiter um die Erlaubnis, mobile Geräte bei Diebstahl oder Verlust sperren oder löschen zu dürfen. 13 Prozent der befragten Organisationen haben indes noch nichts unternommen, um wichtige Informationen auf Smartphones oder Tablets zu schützen.

Durchwachsene Antworten liefert die Befragung auch zum Thema Zugangskontrolle mobiler Endgeräte. Mit 40 Prozent greift das Gros der untersuchten Unternehmen auf Network Access Control oder Gateways zurück. Nur ein gutes Viertel prüfe die Vertrauenswürdigkeit einzelner Geräte per Mobile Device Management. 38 Prozent sichern den Zugriff per Passwort. Jede zehnte deutsche Firma verzichte jedoch auf Zugangskontrollen jeglicher Art.

Besorgniserregende Tatenlosigkeit

John Livingston, Chairman und CEO bei Absolute Software, meint: "Es ist besorgniserregend, wie viele Unternehmen keinerlei Schritte unternehmen, um ihre mobilen Geräte abzusichern und effizient zu verwalten".

Dabei stehen deutsche Firmen dem Ansatz zum "Bring Your Own Device" (BYOD) vergleichsweise offen gegenüber. In 16 Prozent der Organisationen dürfen Angestellte ihr eigenes Gerät am Arbeitsplatz nutzen. Höher liegt dieser Wert lediglich in den USA und erreicht dort 18 Prozent. Absolute Software sieht hier jedoch die Gefahr einer heterogenen IT-Landschaft mit "einem breitgefächertem Spektrum an Formfaktoren und Betriebssystemen".

Hybrides Modell abgeschlagen

Über ein Drittel der deutschen Unternehmen neigt dazu, Smartphones und Tablets selbst zu kaufen und Mitarbeitern bei Bedarf zur Verfügung zu stellen. Ein hybrides Modell – also den Mix aus privaten und vom Arbeitgeber gestellten Systemen – präferieren lediglich 22 Prozent. Damit liegen hiesige Unternehmen deutlich hinter Großbritannien (38 Prozent) und Frankreich (27 Prozent).

Grundlage für die jetzt veröffentlichten Zahlen sind die Antworten von 1.200 IT-Entscheidern. Die seien "kürzlich" von Vanson Bourne und im Auftrag von Absolute Software zu Trends rund um die Nutzung mobiler Geräte am Arbeitsplatz befragt wurden. Den kommunizierten Ergebnissen zufolge stammten die Teilnehmer der Auftragsstudie aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA.

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