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Gebrauchtsoftware-Händler hofft auf Neustart Deutsche Usedsoft GmbH meldet Insolvenz an

| Redakteur: Katrin Hofmann

Wegen offener Forderungen der bankrotten Schweizer Mutter muss nun auch die deutsche Niederlassung von Usedsoft Insolvenz anmelden.

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Peter Schneider, Direktor der Usedsoft Gruppe
Peter Schneider, Direktor der Usedsoft Gruppe

Die deutsche Niederlassung des Gebrauchtsoftware-Händlers Usedsoft will „neu anfangen“. Doch bevor es soweit ist, hat das Unternehmen jetzt Insolvenz beantragt. Damit hat die im Juni bekanntgewordene Pleite der Schweizer Einkaufsgesellschaft „Usedsoft AG“, Mutter der deutschen Niederlassung, nun auch Konsequenzen für die hierzulande ansässige GmbH.

Die Schweizer Gesellschaft hatte infolge von Meinungsverschiedenheiten mit einem Investor Insolvenz angemeldet. Aus vorherigen internen Lieferungen und Leistungen bestanden dabei noch Forderungen der AG gegen die GmbH. Diese waren ursprünglich längerfristig rückzahlbar, wurden nun aber durch den Schweizer Insolvenzverwalter auf einmal zurückverlangt. Das Münchner Amtsgericht wird voraussichtlich noch heute, den 20.09.2011, einen Insolvenzverwalter bestellen.

Peter Schneider, Direktor der Usedsoft Guppe, gibt sich optimistisch: „Das Insolvenzverfahren bedeutet für uns einen echten Neustart“, betont er. „Wir können dann wieder ohne Altlasten unser eigentliches Ziel weiter verfolgen: die grundlegende Liberalisierung des Software-Marktes.“

Entsprechend plant das Unternehmen, sich über das Verfahren zu sanieren und dann ohne die Belastungen, die durch die Pleite der Schweizer Einkaufsgesellschaft entstanden sind, weiter zu machen. Schneider betont, dass der Geschäftsbetrieb im Insolvenzverfahren unverändert fortgeführt werden soll und berichtet, dass die Umsätze in diesem und im vergangenen Jahr „deutlich gestiegen“ seien.

Schneider geht davon aus, dass das Insolvenzverfahren nach wenigen Monaten beendet wird.

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