Fritz & Macziol Cloud Radar

Deutsche CIOs liebäugeln mit der Cloud

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die Szenarien, für die sich die IT-Verantwortlichen generell eine Cloud-Lösung wünschen, sind vielfältig. Zu den häufigsten Use Cases in den Unternehmen zählen Werttreiber wie Software-Entwicklung (14 Prozent) und Mobilität (13 Prozent). Danach folgen technische Anforderungen wie Datensicherung (13 Prozent), Skalierbarkeit (10 Prozent) und die Migration von Workloads zwischen dem eigenen Rechenzentrum und Public IaaS-Plattformen (10 Prozent).

Völlig losgelöst

IT-Leiter in Deutschland setzen zunehmend auf Cloud-Lösungen.
IT-Leiter in Deutschland setzen zunehmend auf Cloud-Lösungen. (Bild: Fritz & Macziol)

„Unsere Auswertung zeigt eines ganz klar: Gerade bei physikalischen und virtuellen Infrastrukturen ist die Bereitschaft am größten, diese an einen Cloud-Dienstleister auszulagern“, fasst Jörg Mecke, Geschäftsbereichsleiter Business Productivity bei Fritz & Macziol zusammen. Die Ergebnisse seien dahingehend noch deutlicher als von ihm erwartet. Für Unternehmen werde der eigene Betrieb von Commodity-Services offenbar zunehmend zur Last: „Cloud Computing ermöglicht es Unternehmen, Ballast abzuwerfen und dadurch Raum für Innovationen und die eigene Geschäftsentwicklung zu schaffen.“

Die Erkenntnis, dass IT-Verantwortliche nicht mehr an „ihrer“ Infrastruktur hängen, ist gerade angesichts der in Deutschland besonders stark ausgeprägten Vorsicht überraschend: Nur noch jeder zehnte Befragte (10,5 Prozent) gibt an, dass er seine physikalische Infrastruktur selbst kontrollieren will, bei virtuellen Infrastrukturen und Maschinen will dies noch jeder Fünfte (20,75 Prozent).

CIOs vertrauen immer mehr auch auf externe Anbieter.
CIOs vertrauen immer mehr auch auf externe Anbieter. (Bild: Fritz & Macziol)

IT-Abteilungen fokussieren sich umso stärker auf Applikationen und Daten – fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) sieht sich diesbezüglich selbst als Service-Owner in der Pflicht. Um sich in der eigenen Rolle weiterentwickeln zu können, geht es aber nach wie vor darum, die IT-Kosten in den Griff zu bekommen. Für mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der IT-Verantwortlichen ist die Wandlung von Kapitalkosten in operative Kosten „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“.

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