Tool-Schau - DX-Union Management Suite von Materna, Teil 2 Desktop-Management mit Komfort - von Windows 7 bis Cloud und VDI

Autor / Redakteur: Thomas Bär / Ulrike Ostler

Migration ist nicht gleich Migration. Das Materna-Werkzeug „DX-Union“ macht es den Administratoren und den Anwendern einfacher, auf Windows 7 umzusteigen. Oder sollte aus dem Fat Client doch ein virtualisierter werden? Die Tool-Schau zeigt, das auch eine friedliche Koexistenz der Ansätze möglich ist. DataCenter-Insider stellt die Materna-Suite vor.

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Die Migration auf Windows 7 steht an: Wer dafür eine Client-Management-Suite nutzt, darf auf Komfort hoffen. Bild: Materna
Die Migration auf Windows 7 steht an: Wer dafür eine Client-Management-Suite nutzt, darf auf Komfort hoffen. Bild: Materna
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf der benutzerfernen Seite kümmert sich die DX-Union Management Suite um die Erstellung der virtuellen Maschinen, das Verteilen der Berechtigungen und Zugriffe auf alle benötigten Ressourcen. Die für den Administrator üblicherweise im VDI-Umfeld erschwerten Themen Lizenz- und Patch-Management deckt DX-Union ebenfalls ab.

Die DX-Union Management Suite unterstützt alle marktführenden Virtualisierungsplattformen von Citrix, VMware oder Microsoft und versucht im IT-Tagesgeschäft die eigentliche Komplexität von VDI für die Administratoren und IT-Mitarbeiter zu verbergen.

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Um den Nutzen des Konzepts in der eigenen Umgebung besser kennenlernen zu können, bietet Materna seinen Kunden an, eine kleine Testumgebung auf XEN-Basis mit einem DDC (Desktop Delivery Controller) und virtuellen Beispiel-Images für Betriebssysteme einzurichten.

Training in a Cloud (TiaC)

Für die volle Integration von XEN im Zusammenspiel mit DX-Union und eigenen Images in die eigene produktive Umgebung wurden bis zur Version 5 von XEN rund zehn Bearbeitungstage veranschlagt. Aktuell sind es jedoch deutlich weniger.

Cloud Computing dürfte auch 2012 noch als das Schlagwort der IT angesehen werden. Obwohl es keine einheitliche Definition für Cloud Computing gibt, sind die grundlegenden Techniken und Konzepte, die im Zusammenspiel das Cloud Computing ergeben, bekannt.

Cloud Computing nutzt die Web- und Virtualisierungstechnologie, um Ressourcen verschiedenster Art als elektronisch verfügbare Dienste dynamisch bereitzustellen, so die Professoren Günther, Karl, Lienhart und Zeppenfeld (Springer Verlag, „Cloud Computing“, 2010). Ebenfalls in die noch lockere Definition von Cloud Computing gelangen die Begriffe „Skalierbarkeit“, „Multi-Mandanten-Konzept“ und „nutzungsabhängige Verrechnung“.

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DX-Union und Citrix

Materna hat im Zusammenspiel mit DX-Union, dem „DX-Union Workflow Manager“, ihrer Training- und Seminar-Management-Software „Orbis“ und dem Web-Frontend „Caruso“ eine der ersten Cloud Computing-Programme für den Endbenutzermarkt im Portfolio. Hier ist die Funktionalität von Orbis und Caruso weniger von Bedeutung, als die Tatsache, dass das Zusammenspiel der Technologien von Materna Cloud Computing-fähige Produkte ermöglicht.

Die Citrix-Virtualisierung mit „DDC“, „Provisioning-Server“ und „Access Gateway“ werden durch den DX-Union Workflow Manager, einer grafisch orientierten Prozess-Software, angesteuert und erzeugen so automatisch die Trainings-Umgebungen für Schulungen in dem vom Schulungsanbieter definierten Rahmen. Da auch die Login-Namen für die Teilnehmer automatisiert generiert werden, hat kein Administrator mit dem eigentlichen Aufbau der Umgebung noch etwas zu tun.

Zugriff per Web

Da der Zugriff auf die Testumgebung über das Internet geschehen kann, kann jeder Trainer die Umgebung quasi zum Kunden mitnehmen. Da Inhouse-Schulungen bei Kunden in der Regel immer beliebter werden, ist dies ein durchaus schlagkräftiges Argument.

Mehrfache Snapshots in der Trainingsumgebung erleichtern dem Trainer die Schulung in komplexen Umgebungen. Ein weiteres, denkbares Szenario für eine Lösung dieser Art ist die automatisierte Bereitstellung von Testumgebungen für die Software-Qualitätssicherung.

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Windows 7 Migration

Der eigentliche Wechsel vom immer noch weit verbreiteten Windows XP hin zum modernen Windows 7 ist weit mehr als die Neuinstallation eines PCs. Ein direktes Update von XP auf Windows 7, das so genannte Inplace-Update, ist von Microsoft nicht vorgesehen worden. Somit bleibt nur der Weg über eine Neuinstallation des Rechners mit anschließender Ausstattung mit der benötigten Software und den benutzerspezifischen Einstellungen.

Bis jedoch eine automatisierte Neuinstallation mit Windows 7 durchgeführt werden kann, gilt es, die konzeptionellen Vorarbeiten zu erledigen. Weit wichtiger als das geeignete Werkzeug, beispielsweise Maternas DX-Union Management Suite, ist die Definition des gewünschten Ziels – unabhängig davon, ob nun 100 oder 30.000 PCs betroffen sind.

Die Feststellung der Hard- und Softwarekompatibilität ist ein entscheidender Vorbereitungsschritt. Die klassischen Programme wie „Microsoft Office“, „Adobe Acrobat“ oder der „LogOn-Pad“ von SAP dürften mit der Umstellung die geringsten Probleme haben. Schwieriger ist eher die Treiberausstattung für ältere Computer oder die Kompatibilität wenig verbreiteter Branchenlösungen.

Die Desktop-Computer sind aber nur ein Teil der IT-Ausstattung im Unternehmen. Scanner und Drucker müssen ebenso auf das Zusammenspiel mit Windows 7 hin geprüft werden – insbesondere wenn Windows 7 in der x64-Ausprägung eingesetzt werden soll.

Zuerst kommt die Inventur

Migrationsprojekte sind mit Lösungen wie der DX-Union Management Suite von Materna für IT-Administratoren im Vergleich zu den Bordmitteln deutlich leichter durchzuführen. Die erste und wichtigste Hilfestellung sind die IT-Inventardaten, die DX-Union bietet. Welche PCs, Software und Peripherie-Geräte im Unternehmen im Moment im Einsatz sind, kann der Administrator über die Reports mit wenigen Mausklicks ermitteln.

Ob eine möglicherweise neuere Version einer Software bereits auf die aktuellen Windows XP-Computer verteilt wird oder eine künftig inkompatible Software als virtuelle Applikation oder auf einem Windows Server 2003-Terminalserver weiterbetrieben wird, sind Entscheidungen, die im Rahmen der Migrationsplanung zu treffen sind.

Die Softwareprüfung muss die IT-Administration glücklicherweise nicht zu Fuß durchführen. Materna hat hierzu das „Application Compatibility Toolkit“ von Microsoft integriert.

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Wie hoch darf der Migrationsaufwand sein?

Nach der Dokumentation des Ist-Stands und der Vorbereitung für die Migration empfiehlt der Hersteller Materna die Durchführung eines echten Projektmarketings. Schulungen zu Windows 7 sollten nicht nur für Administratoren angeboten werden.

Insbesondere Anwender brauchen eine Schulung. Ein sehr guter Moment für die Schulung ist die Zeit, in der die Arbeitsplatzrechner der jeweiligen Mitarbeiter auf das neue Windows umgestellt werden.

Migration ist nicht gleich Migration! Es gibt Migrationsvorhaben, bei denen quasi „Tabula rasa“ gemacht wird und beinahe alle individuellen Einstellungen der Benutzer verworfen werden. In anderen Projekten, die auch von Materna-Mitarbeitern begleitet wurden, wird eine 1-zu-1-Migration durchgeführt. Jedes Icon, jede Verknüpfung, das Hintergrundbild und selbst die Einträge aus dem Benutzerwörterbuch des Office-Pakets übernimmt das Migrationskonzept von Materna.

Tipps zum Migrationsablauf

Die exakte Dauer eines Migrationsvorgangs ist stark von der Hardware und der Anzahl der Softwarepakete abhängig. Mit rund zwei Stunden pro Platz sollte der IT-Administrator rechnen.

Praktischerweise setzen die Migrationsverantwortlichen eine Test- und eine Pilotierungsgruppe auf. Während die Testgruppe in erster Linie von der IT zum Auffinden von Treiberproblematiken genutzt wird, erproben die Mitarbeiter der Pilotierungsgruppe die Funktionalität der Fachanwendungen.

Die Anforderungen an ein Enterprise-Migrationsverfahren: Skalierbarkeit, Multicast, Scripting / CLI / Automatisierbarkeit, Schnittstellen zu anderen Systemen, Nachvollziehbarkeit von Anpassungen, Integrationsfähigkeit und die Anpassbarkeit in Bezug auf das eigentliche Migrationsverfahren erfüllt Maternas DX-Union Management Suite allesamt.

Der Autor:

Thomas Bär: „IT-Manager und Administratoren stehen in vielen Unternehmen vor der Herausforderung, eine Migration von Windows XP zu Windows 7 durchzuführen. DX-Union von Materna erfüllt alle entsprechenden Anforderungen.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Thomas Bär ist ein freier Autor aus Irsee und hat für DataCenter-Insider die Client-managment-Suite „DX-Union“ von Materna unter die Lupe genommen.

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