Suchen

Das Entkoppeln von IT- und Anwendersicht beschert Services von der Stange Der Weg zur schlüsselfertigen Cloud

| Autor / Redakteur: Georg Lauer / Ulrike Ostler

IT-Organisationen müssen sich der Herausforderung stellen, ihre Leistungsportfolio „wolkig“ zu gestalten, wollen sie nicht Cloud-Providern das Geschäft alleine überlassen. Der erfolgversprechende Weg heißt hier: IT- und Anwendungssicht konsequent zu entkoppeln, um Cloud-Services von der Stange einzurichten.

Firma zum Thema

Schlüsselfertig für den Einzug in die Cloud - so hätten viele Unternehmen zumindest einen Teil ihrer IT gerne.
Schlüsselfertig für den Einzug in die Cloud - so hätten viele Unternehmen zumindest einen Teil ihrer IT gerne.
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine Studie, die Management Insight Technologies im Auftrag von CA Technologies durchführte, belegte erst kürzlich wieder den Trend zu einer „Cloud-Denke“ in großen Unternehmen. Dabei klettern die Unternehmen Schritt für Schritt die Reife-Grad-Treppe hoch – von der einfachen Server-Virtualisierung über die dynamische Ressourcen-Verteilung und ein konsolidiertes Backup bis hin zu „Cloud-ähnlichen“ Strukturen mit Self-Service-Funktion und automatischer Ressourcen-Bemessung.

Dieses evolutionäre Vorgehen entwickelt seinen Charme insbesondere dann, wenn die vorhandene IT- und Anwendungslandschaft „cloud“-able auszurichten ist. IT-Abteilungen gewinnen sofort an Effizienz im Server- und Speicher-Betrieb, wenn sie geschäftskritische Anwendungen von einer nicht-virtualisierten Infrastruktur auf virtuelle Maschinen migrieren. Zugleich wird ein Konsolidierungsprozess eingeleitet, der Server und System-Software vereinheitlicht.

Bildergalerie

Ein solches Vorgehen verlangt jedoch Zeit und Geduld. Beides ist auf Anwender- und Management-Seite nicht in jedem Fall gegeben. Die interne IT verliert ihre hervorragende Stellung als erste Anlaufstelle und einzige Quelle für IT-Ressourcen. Die Nutzer fragen jetzt auch schon einmal direkt bei Fremdanbietern nach, da sich der externe Service-Bezug durch das Cloud-Konzept grundlegend einfacher gestaltet.

Rivalisierende Interessen

Hinzu kommt, dass ein evolutionäres Vorgehen einen Bottom-Up-Weg einschlägt und zumindest zu Beginn ähnlich wie die Virtualisierung das Hauptaugenmerk auf die Ressourcen richtet. Im Unterschied dazu interessiert den Nutzer ausschließlich der gewünschte Business-Service, was letztlich eher einem Top-Down-Ansatz entspricht.

Die Ressourcenfrage hat für den Nutzer nachrangige Bedeutung. Für den Anwender heißt Cloud Computing vor allen Dingen, dass seine Anwendungen nach Bedarf flexibel und skalierbar mit allen erforderlichen Leistungen unterstützt werden. Die einschlägige Werbung von Amazon, Google & Co., aber auch kleinerer ISPs/Hoster, bestärken ihn in dieser Einstellung.

weiter mit: Die Entkoppelung gelingt nur schrittweise

(ID:2052606)