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Wie sich Zombies, Waisen und Agressive unter den VMs vermeiden lassen

Der Weg in die Cloud – Fünf Tipps für die rechte Virtualisierung

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3. Bilden Sie sich weiter und erwerben Sie eine Zertifizierung

Zertifikate sichern und helfen, den Absturz zu verhindern. (Archiv: Vogel Business Media)

Auf dem Weg von einer traditionellen Rechenzentrumsarchitektur zur einer virtuellen und schließlich zur Cloud ist es wichtig, sicher zu stellen, dass so gut wie nur möglich für die immer fortschreitende technologische Entwicklung Vorbereitungen zu treffen.

Ein Teil dieses Weges ist Bildung. Die gute Nachricht? Heutzutage ist es außerordentlich leicht, in Sachen Virtualisierung das nötige Fachwissen zu erwerben. Anders als in den frühen Anfangszeiten der Virtualisierung, etwa 2000-2005, stehen heute vielerlei Möglichkeiten zur Verfügung.

Es gibt Bücher, Blogs, Artikel in Fachzeitschriften, Whitepapers, Webinars, Videos, Podcasts, Lernanleitungen und Kurse und weiteres leicht zugängliches Material, das hilft, Wissen zu verschiedenen Themen zu erweitern, sich die neuen Begriffe und Konzepte, die neuen Methoden und Architekturen und die neuen Denkweisen zu eigen zu machen.

Wandel der x86er

Die Server-Virtualisierung wird seit mehr als zehn Jahren auf der x86-Server Plattform vorangetrieben. In den Anfangszeiten bestand die Technologie lediglich in einfacher Server-Konsolidierung – weg von der Denkweise „ein Server - eine Applikation“ – hin zum Betrieb einer Vielzahl virtueller Maschinen auf einem Server, um den Platzbedarf für Server im Rechenzentrum zu verringern.

Warum? Die Zahl neuer Datenzentren war gering und Rechenzentren waren zudem meist weit entfernt und ihre Einrichtung außerordentlich kostenaufwendig. Die vorhandenen Datenzentren hatten mit Server Sprawl zu kämpfen, beanspruchten einen Teil des eigentlich für Wachstum benötigten Platzes und stellten die Teams vor die Herausforderung steigender Energiekosten aufgrund erhöhter Erfordernisse bezüglich Stromverbrauch und Kühlung.

Im Laufe der Zeit haben die Anbieter von Virtualisierungs-Plattformen weitere Funktionen und Möglichkeiten entwickelt. Zugleich orientieren sich Unternehmen über die einfache Server-Konsolidierung hinausgehend verstärkt nach den langfristigen Nutzeffekten durch Architektur, Management und Betrieb, mit verbesserten Wiederherstellungsmöglichkeiten (Disaster Recovery) und größerer Fehlertoleranz.

Drei VMware-zertifikate

Es gibt drei VMware-Etappenziele; wer VMware Certified Advanced Professional (VCAP) ist, hat ein Zwischenziel erreicht. (Archiv: Vogel Business Media)

VMware etwa, Marktführer bei der Server-Virtualisierung, bietet Zertifizierungen und Schulungen an, um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Die erste Zertifizierungsstufe ist die Bescheinigung als „VMware Certified Professional“ (VCP), die schon mehr als 50 000 Anwender erworben haben.

Mit voranschreitender Server-Virtualisierung hat VMware zwei weitere Zertifizierungsrichtungen eingeführt. Die Zertifizierung „VMware Certified Advanced Professional“ (VCAP) ist auf eine Spezialisierung als Rechenzentrums-Administrator oder als Rechenzentrums-Designer ausgerichtet und stellt die Zwischenstufe zum höchsten Zertifikat als „VMware Certified Design Expert“ (VCDX) dar. Nach neuestem Stand haben bisher nur knapp mehr 50 Personen weltweit die VCDX-Zertifizierung erhalten.

4. Entscheiden Sie sich für neue Management-Tools

IT-Management war noch nie einfach. Aber in der alten, nicht virtualisierten IT-Welt haben es die meisten schließlich geschafft, damit zurecht zu kommen.

Wenn Sie jedoch Virtualisierung, öffentliche und private Clouds, Self-Service-IT und Infrastructure-as-a-Service (laaS) dazu kommen, ist es an der Zeit, dass die Management-Software-Lösungen mitziehen. Nur zu oft verlaufen Initiativen zur Virtualisierung und zur Einführung von Cloud Computing im Sande, weil ganz einfach die Management-Tools fehlen, die für diese neue Infrastruktur erforderlich sind.

Es ist, wie es ist: Eine traditionelle Rechenzentrumsarchitektur unterscheidet sich grundsätzlich von der eines virtuellen Rechenzentrums oder einer Cloud-Umgebung. Es sind Server, Netzwerkelemente, Storage, Betriebssysteme und Applikationen zu verwalten und zu warten.

Wenn eine Hypervisor-Ebene oder eine Abstraktionsebene zwischen Hardware und Betriebssystemen und Applikationen eingefügt wird, kann die ein herkömmliches Management-Tool durcheinanderbringen. Das Betriebssystem auf einem Server hat normalerweise direkten Zugriff auf die Hardware. Dagegen hat eine virtuelle Maschine virtuelle Hardware, die vom Hypervisor nachgebildet wird, und das fremde Betriebssystem ist nicht klüger.

Alles muss gut sichtbar sein

Schauen Sie auch unter die Oberfläche und mindestens bis zum Horizont! (Archiv: Vogel Business Media)

Leider führen diese Unterschiede dazu, dass herkömmliche Management-Tools für das Managen einer virtuellen Umgebung unwirksam sind. Man muss neue Management-Tools finden, die speziell für virtuelle Umgebungen entwickelt wurden. Diese müssen die richtigen Größen und Kriterien zu überwachen, die allein virtuellen Umgebungen eigen sind, um der höheren Austauschrate und der Skalierung einer virtuellen Umgebung gerecht zu werden.

Eine moderne Lösung kann sowohl die Virtualisierungsebene als auch die Ebene des fremden Betriebssystems verstehen und die richtige Information liefern, um sowohl die Host-Server als auch die virtuellen Maschinen zu verwalten. Die Verwendung von Management-Tools, die speziell für die Virtualisierung entwickelt wurden, ist für virtuelle Umgebungen obligatorisch, da man ohne diese nicht das Gesamtbild sieht.

Und ganz wichtig: Wenn nicht alle Bereiche der virtuellen Umgebung gut sichtbar sind, erwachsen daraus Risiken, die größer sind als in einer herkömmlichen Umgebung.

Die Probleme sind in Echtzeit da

Mit der weiteren Entwicklung werden Analyse und Automatisierung die Grundlage für eine neue Überwachungsebene bilden. Diese ist erforderlich, um Echtzeit-Entscheidungen über die Ressourcenzuordnung in der eigenen Cloud zu steuern.

Wenn IT-Teams in Selbstbedienungs-Portale, Service-Kataloge, Back-end-Orchestrierung und Automatisierung investieren, so wird es nicht lange dauern, bis ein Planungs-Tool mit der Planungsfähigkeit eines Menschen entsteht, das die verfügbaren Optionen analysiert, Was-Wenn-Analysen ausführt, zwischen konkurrierenden Reservierungen abwägt und festlegt, was geschehen soll. Dies wird ein notwendiger Bestandteil der neuen Management-Erfordernisse sein.

In der Welt von Web 2.0, gibt es zudem eine neue Grundlage für Visualisierung, Suche und Indexierung, Echtzeit-Analyse, Zusammenarbeit und Trending. Wenn dies auf das Management von Systemen angewandt, entsteht eine bessere Methode, Management-Informationen zu erheben, zu modellieren, zu analysieren und darzustellen.

weiter mit: 5. Experimentieren Sie mit der Cloud

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