Evolution der Desktop-Virtualisierung

Der digitale Arbeitsplatz der Zukunft ist virtuell

| Autor / Redakteur: Christian Naber* / Elke Witmer-Goßner

Auch in Sachen Grafikleistung hat sich einiges getan: Waren in der Vergangenheit grafikintensive Applikationen noch eine Herausforderung für virtuelle Desktops, sind auch diese mittlerweile technisch umsetzbar: High-Performance Grafikkarten – zum Beispiel von NVIDIA – können in Servern verbaut und virtuellen Desktops zur Verfügung gestellt werden. Mit der im September vorgestellten Generation GRID 2.0 verdoppelt NVIDIA die Anzahl der möglichen Anwender und die Leistung der Grafikprozessoren. Die neue Grafikkartengeneration macht zudem die Nutzung in kompakten Blade Servern möglich. Wenn also auch in Sachen Grafikperformance virtuelle Desktops mit physischen Workstations gleichziehen, was spricht dann noch gegen den Einsatz von VDI?

Mögliche Schwachstellen

Trotz der bestechenden Vorteile von VDI wird die zentrale Bereitstellung der Desktops immer wieder als vermeintliche Schwachstelle genannt: Ein Systemausfall betrifft unmittelbar eine große Anzahl von Nutzern. Ein vermeidbares Problem, wenn Unternehmen auf redundante Systeme und hochverfügbare Architektur setzen. Ein Ansatz, den sie ohnehin verfolgen sollten und der in der Enterprise IT Standard ist.

Auch die hohen Investitionskosten sind immer noch eine Hürde, die viele Unternehmen nicht bereit sind zu nehmen. Durch die Zeit- und Aufwandersparnis beim Management virtueller Desktop-Infrastrukturen werden auf der anderen Seite jedoch wieder Kosten eingespart. Auf die Dauer reduzieren sich beim Einsatz von VDI die Kosten für Anschaffung und Management neuer physischer Geräte.

Mit Unterstützung ans Ziel

Abschließend bleibt festzuhalten: Desktop-Virtualisierung bietet großes Potenzial, scheinbar unlösbare Gegensätze zu vereinen. VDI kombiniert die einfache, einheitliche und performante Bereitstellung von Applikationen – unabhängig von Endgeräten und Betriebssystemen – mit gleichzeitiger Agilität und Flexibilität. Für Unternehmen ist es also lohnenswert, sich mit dieser Technologie (erneut) auseinander zu setzen. Denn das private Bedürfnis nach mobilem, allgegenwärtigem Zugriff wird von Nutzern immer stärker auf die Arbeitswelt übertragen. Unternehmen, die dies im Blick haben und umsetzen, steigern nicht nur ihre Attraktivität als Arbeitgeber, sondern fördern damit gleichzeitig die Motivation und Produktivität ihrer Mitarbeiter.

Dennoch bleibt die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien grundsätzlich nachvollziehbar: Die Prozesse laufen in der Regel, für neue Projekte fehlen die Ressourcen und das Fachwissen. Dennoch ist klar: Die alten Arbeitsweisen müssen transformiert werden, denn sie sind nicht auf eine mobile Arbeitswelt auf Basis verschiedenster Endgeräte und Betriebssysteme eingestellt. Externe Partner, die beratend und unterstützend zu Seite stehen, können Unternehmen helfen, die neuen Technologien zu implementieren und die Einführung begleiten. Ein durchaus erwägenswerter Ansatz: Denn der digitale Arbeitsplatz der Zukunft ist virtuell.

Christian Naber, DextraData GmbH.
Christian Naber, DextraData GmbH. (Bild: DextraData GmbH)

* Der Autor Christian Naber ist Director Strategy & Innovation für die DextraData GmbH. DextraData bietet Rechenzentrumslösungen sowie Beratungsportfolio mit Schwerpunkt auf Cloud Computing, Data Management, Business Consulting, Managed Services und IT Project Management, und leistet Hilfestellung bei der digitalen Transformation. Dazu gehören die Virtualisierung von Desktops, Servern, Storage und Network sowohl in Converged- als auch in Hyper Converged-Infrastrukturen.

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