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Datenschutz und Informationssicherheit beim Cloud Computing Datenverarbeitung in der Cloud

| Autor / Redakteur: Kathrin Schürmann, Rechtsanwältin / Stephan Augsten

Wer Cloud Computing nutzt, spart sowohl technische Investitionen als auch personelle Ressourcen ein. Trotzdem wird die Cloud noch immer kritisch beäugt. Vor allem hinsichtlich der Informationssicherheit und des Datenschutzes besteht noch Klärungsbedarf.

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Als Cloud-Kunde muss man sicherstellen, dass gesetzliche Sicherheitsstandards beim Provider eingehalten werden.
Als Cloud-Kunde muss man sicherstellen, dass gesetzliche Sicherheitsstandards beim Provider eingehalten werden.
(Bild: AA+W - Fotolia.com)

Kunden und Unternehmen erwarten heute, dass digitale Leistungen überall abrufbar sind – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, und in immer gleicher Qualität. Dabei spielt das Cloud Computing eine immer wichtigere Rolle.

Cloud Computing steht wörtlich für „Datenverarbeitung in der Wolke“. Der Begriff umschreibt eine über Netze angeschlossene Rechnerlandschaft, in welche die eigene Datenverarbeitung ausgelagert wird.

Unter Cloud Services fallen die Nutzung von

  • Software as a Service (SaaS), also die Nutzung von über zentrale Datennetze bereitgestellten Applikationen in Echtzeit,
  • Platform as a Service (PaaS), wie etwa die Bereitstellung von Entwicklungsumgebungen über das Internet, und auch
  • Infrastructure as a Service (IaaS), wie der Rückgriff auf über Datennetzte bereitgestellte Speicherkapazität oder Rechnerleistung.

Vorteile des Cloud Computing

Für die Anwendung von Cloud Services sprechen vor allem wirtschaftliche Aspekte, wie beispielsweise Flexibilität, unbegrenzt skalierbare Speicher- und Rechenkapazitäten, Einsparpotenziale in den Bereichen Anschaffung, Betrieb und Wartung der IT-Systeme, weltweiter Zugriff auf Programme und Daten unabhängig von geographischen Standorten, einfacher Erwerb sowie verbrauchsabhängige Bezahlung.

Mit Cloud-Computing haben so beispielsweise die Mitarbeiter eines Unternehmens die Möglichkeit, von jedem Ort und zu jeder Zeit auf die Daten zuzugreifen und Informationen untereinander zu teilen. So wird auf neue Kundenanforderungen flexibel und schnell reagiert, neue Prozesse für Vertrieb, Markenbindung und den Kundenservice geschaffen.

Durch den Wegfall teurer Hard- und Software durch Server und Anwendungsprogramme sowie in der Administration können Unternehmen erheblich Kosten einsparen und sich damit einen Wettbewerbsvorteil sichern. Laut einer aktuellen Studie der Experton Group im Auftrag des Branchenverband BITKOM wird der Cloud-Umsatz mit Geschäfts- und Privatkunden in diesem Jahr um rund 55 Prozent auf insgesamt 3,5 Milliarden Euro steigen.

Bis 2015 soll der Cloud-Markt sogar auf 13 Milliarden Euro zulegen. Dann werden etwa zehn Prozent der gesamten IT-Ausgaben in Deutschland auf diese Technologie entfallen – und damit ist sicherlich erst der Anfang gemacht.

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