Monitoring-Daten zu Serverless bei Amazon Web Services Datadog liefert Details zu Lambda
Wer nutzt AWS Lambda und wie? Dieser Frage ist der Cloud-Monitoring-Experte Datadog nachgegangen und liefert nun teils überraschende Details zum aktuellen Status des Serverless-Angebots von Amazon.

Nach spätestens 800 Millisekunden ist alles vorbei – das zumindest gilt für Hälfte aller Lamba-Funktionen, die Datadog jetzt ausgewertet hat. Als Quelle hierfür hat der Dienstleister nach eigenen Angaben auf Daten tausender seiner Unternehmenskunden zurückgegriffen.
Hieraus ergeben sich auch Details zu weiteren Eigenschaften: So würden 47 Prozent der Funktionen mit den minimalen Speichereinstellungen von 128 MByte aufgerufen, nur 14 Prozent nutzen mehr als 512 MByte. Als Ursache für derlei Sparsamkeit vermutet Datadog Kostenerwägungen: Genauso wie die Laufzeit wirke sich der genutzte Speicher auf anfallende Gebühren aus, lasse sich jedoch leichter kontrollieren.
Nichtsdestotrotz definieren Lambda-Nutzer auch die Timeouts ihrer Funktionen vergleichsweise restriktiv: Zwei Drittel aller Funktionen werden spätestens nach 60 Sekunden gestoppt. Allerdings gebe es auch einen einstelligen Prozentsatz von Aufrufen, welche den maximal möglichen Timeout ausschöpfen – aktuell liege das Limit bei 900 Sekunden.
Der Erhebung zufolge, nutzt mittlerweile die Hälfte aller AWS-Kunden das Ende 2014 vorgestellte „Serverless“-Angebot. Überraschend dabei sei, dass die Lösung stärker von großen und etablieren Unternehmen genutzt werde als von kleineren und neugegründeten Firmen. Besonders Lambda-affin seien zudem Organisationen, die auf Container setzen: Vier von fünf Container-Nutzern setzen auch auf Lambda.
Als bevorzugte Sprachen und Frameworks im Lambda-Umfeld hat Datadog Python und Node.js ausgemacht.
Weitere Details gibt es direkt bei Datadog im Blogbeitrag „The State of Serverless“.
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