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Big Data, BYOD und High-IQ-Netzwerk-Effekt Das sind die Top-Technologietrends 2012

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Verizon hat die Top-Technologietrends 2012 proklamiert und prophezeit den Siegeszug von Enterprise-Cloud, Social Enterprise und Predictive Analysis. Zur eigenen Strategie schweigt der Anbieter indes.

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Verizon veröffentlicht das Ergebnis vom Blick in die IT-Kristallkugel. (SLX)
Verizon veröffentlicht das Ergebnis vom Blick in die IT-Kristallkugel. (SLX)

Fast schon traditionell geben einige Analysten und Unternehmen gegen Jahresende Prognosen für die kommenden zwölf Monate ab. Kommunikationsdienstleister Verizon ist diesmal besonders früh dran und veröffentlicht bereits jetzt die "Top 10 Technologietrends 2012". Sollte der Anbieter mit diesen richtig liegen, werden im kommenden Jahr "die Grenzen überschreitenden Verbindungen zwischen Menschen, Maschinen und ihren Umgebungen die Unternehmenslandschaft und das Arbeitsumfeld stärker als jemals zuvor beeinflussen."

Inwieweit Verizon die Trends mit eigenen Angeboten zu besetzen gedenkt, ist bislang allerdings noch offen. Laut einer Sprecherin beleuchte man lediglich allgemeine Technologietrends für Unternehmen. Das lasse keine strategischen Rückschlüsse zu.

Konkret prophezeit der Anbieter unter anderem einen Siegeszug der Enterprise-Cloud, steigendes Gewicht des Social Enterprise oder eine bedeutende Rolle von Predictive Analytics. Ähnliches hatte kürzlich übrigens auch schon Gartner postuliert – als wichtigste IT-Trends für das "postmoderne Business".

Wer die beiden Prognosen en detail vergleichen will findet nachfolgend die von Verizon destillierten Trends in gekürzter Version:

  • Der High-IQ-Netzwerk-Effekt – Mit jedem intelligenten Endgerät und jeder Software-Anwendung, die man einem Netzwerk hinzufügt, würden sämtliche damit verbundenen Endpunkte und -geräte automatisch smarter, denn alle profitierten exponentiell von zusätzlichen Verbindungen. Das beinhalte Verbindungen Mensch-zu-Mensch, Maschine-zu-Mensch und Maschine-zu-Maschine. Konkret denkt Verizon etwa an Smart-Energy-Lösungen.
  • Siegeszug der Enterprise-Cloud – Die Enterprise-Cloud sei technisch ausgereift und ihre beträchtlichen Vorteile werden zum Tragen kommen: Deutliche Reduzierung des Investitionsaufwandes, effizientere geschäftliche Abläufe und mehr Wirtschaftlichkeit.
  • Große Datenmengen = umfassende Einsichten – Große Datenmengen erzeugen Innovationsdruck. Das trage dazu bei, aus dem Chief Information Officer einen Chief Innovation Officer zu machen. Predictive Analytics werden laut Verizon beträchtliche Wettbewerbsvorteile schaffen.
  • Das Social Enterprise – Unternehmen werden sich noch stärker der sozialen Medien bedienen. Tools wie HD-Video ermöglichten dabei eine intensivere Zusammenarbeit, intelligentes Crowdsourcing und effizientere Produktionsprozesse.
  • Video werde auch auf Tablets, Mobiltelefonen und Laptops omnipräsent. Hierfür sorgen hohe Bandbreiten globaler IP-Netzwerke und LTE.
  • Personalisierter Service werde in Zukunft Innovationen beschleunigen und dazu führen, dass Unternehmen ihre Prozesse und Geschäftsmodelle neu strukturieren und konzipieren. Werkzeuge hierbei: Multifunktions-Kioske, Contact Center Routing und "Click-to-chat"-Fenster.
  • IT-Consumerization. Unternehmen und Behörden öffnen IT-Richtlinien und erlauben BYOD (Bring Your Own Device). Cloud-basierte Anwendungen funktionieren auf mobilen Endgeräten und Desktops. Darüber hinaus werden Unternehmensanwendungen über sogenannte Enterprise App Storefronts breiter verfügbar sein.
  • M2M2P – Machine-to-Machine-to-People – Die Machine-to-Machine-Kommunikation werde die Art und Weise verändern, wie Menschen mit ihrem persönlichen Umfeld verfahren – ganz gleich, ob es dabei um Energieverbrauch, um Lagerbestandsverwaltung oder das Management wichtiger Business-Assets und der Fahrzeugflotte geht.
  • Compliance werde zunehmend kommerziell – Die Art und Weise, wie Firmen und Behörden mit ihrem erweiterten Partnernetz interagieren, werde sich verändern. Geschäftspartner achten zunehmend auf langjährige, auf Standards beruhende und umfassende Sicherheitsansätze.

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