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Interview mit Marco Müller, Senior Produktmanager bei Lexware Crowdsourcing: Maßgeschneiderte Lösungen für Kunden

Redakteur: Florian Karlstetter

Was kann der beste Vertrieb schon ausrichten, wenn die Produkte oder Dienste am Kunden vorbei entwickelt wurden? Marco Müller, Senior Product Designer bei Lexware, erläutert die Methodik des Crowdsourcing, bei der Interessierte an der Produktentwicklung beteiligt werden und so (fast) maßgeschneiderte Lösungen entstehen.

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Marco Müller, Senior Produktmanager bei Lexware erläutert die wesentlichen Merkmale und Vorteile von Crowdsourcing.
Marco Müller, Senior Produktmanager bei Lexware erläutert die wesentlichen Merkmale und Vorteile von Crowdsourcing.
(Bild: Lexware)

Marco Müller von Lexware berichtet über sein aktuelles Projekt lexoffice, eine webbasierte Lösung für das Auftragsmanagement, Rechnungs- und Zahlungswesen.

CloudComputing-Insider.de: Was kann Crowdsourcing leisten, was nicht?

Marco Müller: Crowdsourcing hilft durch die frühzeitige Einbindung der Kunden, die Qualität, die Nutzerfreundlichkeit und das Nutzererlebnis deutlich zu steigern. Oftmals werden im gleichen Atemzug Begriffe wie ‚Kosteneinsparung’ oder ‚Aufwandsreduzierung’ genannt. Diese sind aber nicht immer stimmig und dürfen keinesfalls zur Hauptmotivation verkommen. Neben dem gewünschten Ergebnis, später eine bessere Lösung anbieten zu können, bedeutet Crowdsourcing selbstverständlich auch ein hoher zeitlicher und somit finanzieller Aufwand.

Warum sind Sie auf die Idee gekommen, Crowdsourcing zur Produktneuentwicklung einzusetzen?

Marco Müller: Kunden wollen keine Produkte, sondern sie wollen Lösungen. Gerade in der sich rapide entwickelnden Online-Welt kommen und gehen immer wieder Produkte, welche als Innovationen betitelt werden. Da stellt man sich als Anwender oftmals zu Recht die Frage: Wenn das die Lösung ist, wo lag dann das Problem?

Bereits zu Beginn unserer Entwicklung haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die beste und revolutionärste kaufmännische Online-Lösung zu werden.

Hierbei wurde eines schnell klar: Das Internet hat selbst im so etablierten Bereich der Buchhaltung seine eigenen Gesetze. Einfach nur Funktionalität von unseren erfolgreichen Desktop-Lösungen in die Online-Welt zu übertragen, macht aus Nutzersicht keinen Sinn und ist schon gar keine Innovation.

Wir sind der Meinung, dass eine Innovation immer auch zusätzlichen Nutzen stiften muss. Die Innovation muss hierbei keinesfalls nur im „Was“ definiert sein, sondern erhält oftmals im „Wie“ seine hauptsächliche Daseinsberechtigung. Wer könnte aber darüber besser befinden, als die späteren Anwender selbst?

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