Kollaboratives CMS mit Anbindung an Datenbrille und Archiv

Content Management für Google Glass

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Die Zukunft im Visier: TYPO3 hinterfragt, wie CMS im Jahr 2017 aussehen werden.
Die Zukunft im Visier: TYPO3 hinterfragt, wie CMS im Jahr 2017 aussehen werden. (Bild: TYPO3/Slideshare)

Die TYPO3 Association hat hinterfragt, wie Content Management Systeme (CMS) im Jahr 2017 aussehen könnten. Die Vision: Ein mit Google Docs verknüpftes CMS, das Inhalte für Webpages, RSS-Feeds und Google Glass aufbereitet.

Die Trennung von Struktur und Inhalt ist eigentlich nichts Neues und gehört spätestens seit Einführung von Cascading Style Sheets auch im Web zu den Best Practices. Die TYPO3 Association, Förderin der freien Software TYPO3, sieht bei diesem Thema allerdings noch erhebliches Potential. So es zwar technisch schon möglich Inhalte wiederzuwenden; Nutzer müssten entsprechende Möglichkeiten aber auch richtig einsetzen, um Inhalte ohne Mehraufwand auch für zukünftige Geräte sauber bereitzustellen.

Wie "Multi-Channel-Publishing" und "Kollaborative Inhalte" in Zukunft umgesetzt werden könnten, skizziert die TYPO3 Association mit der Vision einer auch im Alltag anwenderfreundlichen Gesamtlösung: "Stellen Sie sich als Beispiel vor, dass Sie in einer Gruppe ein Dokument in Google Docs gemeinsam erstellen, dieses dann in Ihrem CMS lediglich verknüpfen und damit Ihre klassische Website und einen RSS-Feed speisen. Gleichzeitig stellen Sie den Content auch Google Glass Usern zur Verfügung. Änderungen am Dokument wirken sich direkt auf alle genannten Ziele aus, Sie sind stets in der Lage, die unterschiedlichen Versionen des Dokuments nachzuvollziehen und wenn Sie das Dokument irgendwann nicht mehr im Web benötigen, wird es sauber archiviert, so dass sie weiterhin Zugriff in Ihrem Archiv darauf haben."

Als Vorreiter für diese Entwicklung favorisieren die CMS-Experten der TYPO3 Association naheliegenderweise TYPO3 Neos, ein "Open Source Content Management System der nächsten Generation". Die Lösung setzt auf dem Application Framework TYPO3 Flow auf und soll helfen, komplexe Web-Inhalte einfach zu erstellen und einzubinden. Dabei liefere man "Inline-Editing" und unterstütze "Semantic Web Technologien". Obwohl noch keine stabile Version 1.0 verfügbar ist, werde TYPO3 Neos bereits seit 2011 von Unternehmen eingesetzt, darunter auch bei der Drogerie-Kette Rossmann oder dem E-Ticket-Anbieter Amadeus.

Welche weiteren Trends die Entwicklung von CMS in den kommenden Jahren mitbestimmen werden, hat die TYPO3 zudem mit einer Umfrage ergründet. Gesucht wurden "Visionen und Vorhersagen für ein CMS-Szenario 2017". Die Antworten von Experten, Entwicklern, Anwendern, Lieferanten und Software-Architekten hat die TYPO3 Association wie folgt zusammengefasst:

  • Besseres Multi-Channel-Publishing: Um Inhalte in Multi-Channel-CMS-Tools besser wiederzuverwerten, müssen Authoring-Prozesse von Präsentationen entkoppelt werden. Inhalte von Webseiten sollten zukünftig so einfach aufgebaut sein, dass sie plattformunabhängig wiederverwendet werden können. Dies erfordert eine deutlich engere Zusammenarbeit und Absprache zwischen Redakteuren und digitalen Produzenten.
  • Business-getriebene CMS auf dem Vormarsch: Strategische Führung und unternehmerische Fertigkeiten aus Kundensicht kommen endlich im Markt für Web-Content-Management an. Dieser war bislang unnötig komplex und von Anbietern, Analysten und Kunden gleichermaßen überlaufen.
  • Moderation von gestreamten Inhalten: Sind Inhalte über digitale Kanäle verteilt, müssen diese moderiert und gefiltert werden. Das CMS der Zukunft wird es Redakteuren ermöglichen, sich auf den gesamten Content – nicht nur auf einen Teil zu einem bestimmten Zeitpunkt – zu fokussieren und diesen zu pflegen.
  • Personalisierte Inhalte sind entscheidend: Produkt-Design und die Verarbeitung von individuell zugeschnittenen Inhalten werden ausschlaggebend für ein erfolgreiches WCM der Zukunft sein. Unternehmen sollten in der Lage sein, persönliche Vorlieben, frühere Einkäufe oder andere Kriterien des Kunden erfassen und in einem personalisierten Bild festhalten zu können.
  • Wirkung von Inhalten bei Kunden: Künftig wird in einem CMS die Vorschau wiederverwendbarer Inhalte in den verschiedenen Kanälen zu einer wichtigen Aufgabe von Journalisten und Autoren. Leitfrage dabei ist schon im Vorfeld: Wie wird der Leser den Artikel wahrnehmen?
  • Kollaborative Inhalte für gesteigerte Effizienz: Im Jahr 2017 sollten CMS die Zusammenarbeit und Koordination verschiedener Redakteure unterstützen und sicher stellen, dass Unternehmen Inhalte nur einmal erstellen und diese dann global zugänglich sind.

Rasmus Skjoldan, TYPO3 Neos UI/UX Verantwortlicher im Neos Team/Creative Lead at MOC, freut sich über das Feedback und verspricht: "Unser TYPO3 Neos Team wird die Kernaussagen in die Roadmap für die Weiterentwicklung der CMS-Plattform einfließen lassen."

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