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Deutscher Butler, US-Kassierer Concierge aus der Telekom Cloud

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mit seinem virtuellen Concierge-Dienst setzt das Start-up Sixtyone Minutes bewusst auf Datenschutz und Datensicherheit aus der Telekom Cloud. Businesskunden könnten dennoch auf anonymisierte Daten zurückgreifen und damit Marketingkampagnen optimieren.

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Sixtyone Minutes richtet sich an Endanwender und geschäftliche Kunden, die eigene Conciergedienste anbieten wollen.
Sixtyone Minutes richtet sich an Endanwender und geschäftliche Kunden, die eigene Conciergedienste anbieten wollen.
(Bild: Sixtyone Minutes)

Der künstlichen Intelligenz von Siri, Cortana oder Google Now setzt das 2014 gegründeten Start-up Sixtyone Minutes die Qualitäten echter Menschen entgegen. Die beantworten nicht nur Anfragen von Smartphonenutzern, sondern erledigen auf Wunsch gleich noch Alltagsaufgaben – buchen beispielsweise Reisen, bestellen Blumensträuße für den Schwarm oder vereinbaren Zahnarzttermine.

Datenschutz und Datensicherheit seien dabei das A und O der Dienstleistungs- und Warenvermittler, betont Moniquie Hoell – Mitgründerin des Berliner Start-ups. Als Hostingpartner habe man daher T-Systems gewählt. Die Großkundensparte der Deutschen Telekom liefert die technische Infrastruktur für die Anwendung aus einem Münchner Rechenzentrum und plant bereits mit am gemeinsamen Vertrieb für Europa.

Ein wenig durchsichtig bleiben die Endanwender der Lösung dennoch, wenngleich die Smartphone App – anders als die Website des Anbieters – nicht mit den Servern von Google Analytics kommuniziert: Sollen die Assistenten kostenpflichtige Dinge ordern, wird per PayPal abgerechnet – und Transaktionsdaten gelangen damit in die Hände eines US-Anbieters.

Zudem bietet das Start-up die eigene Lösung auch Geschäftskunden an. Hotels könnten damit etwa ihren Concierge-Service vor Ort ergänzen und dabei gleich noch erfahren, wann und wo Gäste Leistungen buchen. Diese Daten sollen allerdings anonymisiert weitergereicht werden.

Endanwender dürfen den Dienst von Sixtyone Minutes zwei Wochen lang kostenlos testen; entsprechende Apps gibt es für iOS und Android. Danach kostet der Service knapp zehn Euro monatlich.

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