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Da kann man Anmerkungen machen:
Die Gründer von GAIA-X haben 2019 beschlossen, eben keinen europäischen Hyperscaler zu bauen, wie es erst die später dazu gekommene italienische Ministerin forderte, sondern die europäische Souveränität durch Standards zu produzieren.
Ein wichtiger dabei ist die DSGVO, die für personenbezogene Daten gefordert wird. Unternehmen, die dem Cloud Act unterworfen sind, können da nicht liefern, wo immer sie residieren. Aber für nicht personenbezogene Daten ist das nicht erforderlich. Wenn z.B. die Energiewirtschaft zeitnah Daten von Solarzellen und Wind brauchen, um ggf. Kohlekraftwerke abschalten zu können, damit die Netzfrequenz stabil bleibt (siehe Redispatch 2.0), dann sehe ich keinen Personenbezug und IoT-Daten können irgendwo aggregiert werden, wenn man sonst Probleme hat.
Schön bei dem Event war, dass sich vele Unternehmen und Behörden beteiligt haben. GAIA-X scheint so attraktiv, dass auch außereuropäische Unternehmen teil nahmen. Selbst wenn GAIA-X scheitern würde, hat es für Markttransparenz in Europa gesorgt.
Der in dem grauen Block zu PlusServer erwähnte Sovereign Cloud Stack (SCS) ist noch nicht verfügbar, aber es gibt andere Kubernetes Ökosysteme, die vollständig als Open Source schon in 2020 vorliegen (http://wk-blog.wolfgang-ksoll.de/2020/12/09/souveraenitaet-bei-gaia-x-auch-durch-open-source-software/) und die bei GAIA-X Cloud Service Providern die Souveränität erhöhen. Auch bei GAIA-X zeigt sich, dass ein Wandel statt weg von Geschäftsmodellen auf Lizenz-Gebührenbasis hin zu Erlösen aus Service.
Es geht voran!