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SAP Anwenderkonferenz Sapphire Now in Madrid Cloud-Strategie von SAP unterstützt nun auch Kernprozesse

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Florian Karlstetter

Auf seiner Anwenderkonferenz Sapphire Now stellte SAP in Madrid zwei neue Produkte für die Cloud vor. 360 Customer ersetzt praktisch das bisherige CRM on Demand, und Financials on Demand ist die erste Auskopplung aus der Online-ERP-Suite Business ByDesign.

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Sapphire Now 2012 in Madrid: Executive Keynote mit Bill McDermott, Co-CEO von SAP in futuristischem Ambiente.
Sapphire Now 2012 in Madrid: Executive Keynote mit Bill McDermott, Co-CEO von SAP in futuristischem Ambiente.
(Bild: Wolfram Scheible / SAP AG)

SAP-Vorstand Lars Dalgaard, zuständig für das Cloud-Geschäft, hatte es schon im Mai angekündigt: Die ERP-Suite Business ByDesign (BYD) wird in Einzelmodule zerlegt.

Financials on Demand ist die erste BYD-basierte Lösung, die nun verfügbar wird. Sie bietet nach Angaben von Rainer Zinow, verantwortlich für die On-Demand-Strategie bei SAP, zwei Nutzungsebenen, die unterschiedliche Anwendergruppen ansprechen.

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Rainer Zinow, Senior Vice President, OnDemand Strategy bei SAP.
Rainer Zinow, Senior Vice President, OnDemand Strategy bei SAP.
(Bild: SAP AG / Stephan Daub)
"Die eine Ebene ist für wirklich professionelle Finanzexperten gedacht, die kollaborative Finanzanalyse sowohl online als auch mobil erledigen wollen." Die zweite Ebene eigne sich für weniger versierte Finanzkunden, die eine einfach zu bedienende Finanzverwaltung in einem kollaborativen und sozialen Kontakt nutzen möchten. Er demonstrierte die Lösung auf einem iPad 3, auf dem sie rasch und reibungslos lief.

Zinow erläuterte auch, wie sich Financials on Demand von der Financials-Komponente in BYD unterscheidet: "Letztere erwartet Daten aus den anderen Modulen der Suite, während Financials on Demand, ausgestattet mit mehr Schnittstellen, offen für Daten aus anderen Anwendungen wie etwa der Business Suite oder Non-SAP-Lösungen ist."

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"Business ByDesign, die Online-ERP-Suite, soll nun Profitabilität erreichen", berichtet Rainer Zinow. "Die Gewinnzone wird ab 30 Usern erreicht." Dass BYD, das mittlerweile von 1400 Kunden eingesetzt werde, durchaus mehr als dieses Minimum an Usern mit ERP-Funktionen versorgen kann, belege das Beispiel der Verwaltung des australischen Bundesstaates New South Wales: Dort nutzen 8500 Anwender die deutsche ERP-Suite. "Im Unterschied zu BYD liegt der Durchschnitt der Anzahl User bei Business One on Demand bei sechs bis sieben Nutzern", sagte Zinow. Somit unterscheiden sich die Zielmärkte der beiden Cloud-ERP-Pakete deutlich voneinander.

Durch die in diesem Jahr veröffentlichte Version von BYD ist die Lokalisierung und branchenorientierte Anpassung der Suite realisierbar. Kunden wie der Werkzeughersteller Hilti mit Firmensitz im Fürstentum Liechtenstein erstellen für ihre Niederlassungen jeweils lokalisierte Versionen, die Fremdwährungen und steuerrechtliche Vorgaben im Zielland berücksichtigen. Hilti will nach Angaben von Martin Nemetz, Head of Competence Center On Demand and On Device Services bei Hilti, BYD in bis zu 30 Ländern ausrollen, bevorzugt in Osteuropa.

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