Sieben Thesen zu Cloud Computing im B2B-Umfeld

Cloud Computing - wohin die Reise geht

| Autor / Redakteur: Oliver Dehning * / Florian Karlstetter

Bringt Cloud Computing neue, erfolgreiche Vertriebswege hervor und werden etablierte abgehängt? Darüber und über andere Themen haben sich die Experten von Hornetsecurity Gedanken gemacht.
Bringt Cloud Computing neue, erfolgreiche Vertriebswege hervor und werden etablierte abgehängt? Darüber und über andere Themen haben sich die Experten von Hornetsecurity Gedanken gemacht. (Bild: Hornetsecurity)

Cloud Computing ist neben den Themen „Industrie 4.0“ und dem „Internet der Dinge“ aktuell einer der wichtigsten Trendgeber für Industrie und Mittelstand. Einen Dämpfer hat die Euphorie durch die Aufdeckung der NSA-Affäre und dadurch verstärkt aufkommende Bedenken in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz zwar erfahren müssen, die Experten von Hornetsecurity sind sich dennoch sicher: Die Cloud wird weiter wachsen.

Das Hannoveraner Unternehmen Hornetsecurity, bislang bekannt unter dem Namen Antispameurope, greift seit 2004 bei ihren Produkten auf das Prinzip der Cloud zurück. Oliver Dehning, Geschäftsführer von Hornetsecurity nennt nachfolgend sieben richtungsweisende Thesen im Zusammenhang mit Cloud Computing.

1. Cloud und Mobile gehen Hand in Hand

Die Nutzung mobiler Geräte ist heutzutage allgegenwärtig – und steigt noch weiter an. Die meisten Apps auf diesen Geräten greifen wiederum auf Backend-Services zurück. Diese Services müssen von außen erreichbar sein, sonst wird der mobile Zugriff umständlich – idealerweise sind es Cloud Services. Deshalb ist Mobile Computing ein wesentlicher Treiber von Cloud Computing.

2. „Private Cloud“ ist eine Fehlbezeichnung

Wesentliche Eigenschaften der Cloud gehen verloren, wenn sie „Private“ ist. Dazu zählen die Synergieeffekte durch Bündelung der Anforderungen vieler verschiedener Nutzer sowie die dynamische Kostenstruktur: Wer nutzt, der zahlt, wer nicht nutzt, der zahlt nicht. Eine Private Cloud muss für Lastspitzen ausgelegt sein. Die Kosten dieser Infrastruktur laufen weiter, auch wenn sie nicht vollständig genutzt wird. Private Cloud entspricht daher im weiten Teilen der klassischen, intern betriebenen IT.

3. Zukunft der Distribution in der Cloud: Cloud-Marktplätze und Cloud-Broker?

Bringt Cloud Computing neue, erfolgreiche Vertriebswege hervor und werden etablierte abgehängt? Sicher ist vor allem eins: Anbieter von Cloud-Services rücken immer näher an den Konsumenten heran, so dass dieser Services immer leichter selbst und ohne Mittler einkaufen und verbrauchen kann, der „Consumerization of IT“ sei Dank. Der klassische Distributor muss sich auf diese Entwicklung auf jeden Fall einstellen. Auch weiterhin werden einige seiner Aggregat-Funktionen für Provider, Kunden und Systemhäuser nützlich sein: Das Bündeln von Nachfrage und Angebot und Teilaspekte wie Marketing, Vertrieb, Schulung und Finanzierung.

Es entstehen Cloud-Marktplätze und Cloud-Broker: Marktplätze bündeln die Angebote verschiedener Cloud-Provider und wollen dadurch die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit der einzelnen Services erhöhen. Der Mehrnutzen reiner Marktplätze ist jedoch begrenzt. Cloud-Broker gehen deshalb noch über reine Marktplätze hinaus: Sie versuchen, über die reine Vermarktung der Marktteilnehmer noch gemeinsame Bedienfunktionen bereitzustellen. Ein einmal angelegter Benutzer wäre z.B. dann gleichzeitig für mehrere Cloud-Services freigeschaltet. So sinnvoll und effektiv diese Herangehensweise auch ist, so problematisch ist es in der Praxis, da sich die einzelnen Services derzeit noch viel zu stark voneinander unterscheiden. Nur wenige grundsätzliche Funktionen lassen sich von einem Cloud-Broker bündeln. Bei tiefergreifenden Funktionen muss dann wieder auf das Interface des Cloud-Providers zurückgegriffen werden.

Ein erstes Fazit: Die Distribution bewegt sich in die Cloud, ist über Ansätze jedoch noch nicht hinweg gekommen. Es bleibt offen, ob mehrstufige Vertriebswege in der Cloud erfolgreich sein werden.

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