Technisches Wissen reicht nicht

Cloud-Computing erfordert neue Mitarbeiter-Qualifikationen

14.06.2011 | Autor / Redakteur: Jan Schulze / Ulrike Ostler

Morgenröte für das Cloud-Computing: Die Materna GmbH beispielsweise sucht Mitarbeiter mit anderen Skills für eine neue Art der IT-Dienstleistung.
Morgenröte für das Cloud-Computing: Die Materna GmbH beispielsweise sucht Mitarbeiter mit anderen Skills für eine neue Art der IT-Dienstleistung.

Generalisten mit Rückgrat gesucht

Die technische Realisierung wird einem anderen Berater mit eigenem Profil zufallen. Hier ist neben umfassendem Wissen über die Technologien auch ein tiefes Verständnis der Anwendungen und der zugrunde liegenden Infrastrukturen gefordert.

Auch das Know-how, Prozesse automatisierbar zu gestalten, ist zwingend notwendig. Staub pointiert: „Man darf da nicht jede Spielerei umsetzen, die der Kunde gerne hätte. Der Berater muss das Rückgrat haben, sich zugunsten der Betreibbarkeit gegen karierte Maiglöckchen zu wehren.“

Die Brücke zwischen technischem und strategischem Consultant schlägt der Architekt. Cloud-Lösungen können eine extrem hohe Komplexität erreichen, bei der viele unterschiedliche Fragen zu berücksichtigen sind.

Architekten bauen Brücken

Dazu zählen die Sicherheit, die Automation oder die darunter liegende Infrastruktur. Der Architekt muss aus den Kundenanforderungen eine betreibbare Struktur entwickeln und daraus eine Empfehlung ableiten können, die dem implementierenden Berater den Weg weist.

Damit ist klar: Das Berufsbild des IT-Beraters wandelt sich. War die Aufgabe in der Vergangenheit sehr technikgetrieben, gewinnen nun die so genannten „Soft Skills“ deutlich an Relevanz hinzu.

Berater müssen mit dem Kunden in dessen Sprache reden können und ihn mehr denn je leiten. Aus technischer Sicht benötigen die Consultants ein sehr breites Wissen und müssen mehr Generalisten denn Spezialisten sein.

Sie müssen wesentlich stärker als bisher die Gedanken verinnerlichen, die in ITIL oder im IT-Grundschutz formuliert sind. Besonders der Bedarf an Generalisten wird in nächster Zeit den Arbeitsmarkt dominieren, da beim Cloud Computing noch relativ wenig Best Practices zur Verfügung stehen, an denen sich die IT-Dienstleister orientieren können. So muss in jedem Projekt neu ermittelt werden, welcher Weg in die Cloud eigentlich der Richtige für den Kunden ist.

weiter mit: Einzelkämpfer sind out

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