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IDC-Marktforschung Client-Virtualisierung kommt in Deutschland gut an

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Client-Virtualisierung hat Vor- und Nachteile. Ob es sich lohnt, die hohen Implementierungskosten in Kauf zu nehmen, ist eine Abwägungssache. Die Marktforscher von IDC haben unter die Lupe genommen, welche Faktoren eine Rolle spielen und welchen Stand die Client-Virtualisierung hierzulande aktuell hat.

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Desktop-Virtualisierung ist auf dem Vormarsch.
Desktop-Virtualisierung ist auf dem Vormarsch.
(Bild: VBM-Archiv)

Die Marktforscher von IDC haben für die Studie „Virtualized Desktop and Client Computing (VCC) in Deutschland 2013“ im Januar dieses Jahres 250 deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern rund um das Client-Virtualisierungs-Thema befragt. Aus den Antworten der 149 IT- und 101 Fachbereichsverantwortlichen will IDC Erkenntnisse über den Einfluss der IT-Aspekte Mobility, Bring-your-own-Device (BYOD) und IT-Sicherheit auf die Client-Virtualisierung gewonnen haben.

Der Begriff Client-Virtualisierung

Zur Begriffsbestimmung: Unter Client-Virtualisierung versteht man bei IDC „alle Technologien, die zur Virtualisierung auf Seiten der Endanwender zum Einsatz kommen, also Desktop-Virtualisierung, Applikations-Virtualisierung, Virtual User Session und User Virtualisierung“.

Virtuelle Arbeitsplätze

Insgesamt waren virtuelle Arbeitsplätze bei 27 Prozent der Unternehmen im Einsatz. Bei 20 Prozent werden sie gerade implementiert und bei weiteren 27 Prozent wird eine Einführung geplant. Das häufigste Bereitstellungmodell ist hierbei die Desktop-Virtualisierung (58 Prozent). Ebenfalls beliebt ist die Applikationsvirtualisierung (55 Prozent), bei der dem User Anwendungen losgelöst vom darunterliegenden Betriebssystem bereitgestellt werden.

Sicherheit

Die IT-Entscheider sollten in der Umfrage auch ihre Antriebsfaktoren für die Nutzung von VCC auf einer Skala von eins bis fünf (1=sehr wichtig bis 5=unwichtig) bewerten. Die Verbesserung der IT-Sicherheit (Wert 2,0) und eine vereinfachte Disaster Recovery (Wert 2,1) wurden als die wichtigsten Motive genannt. Für IDC war das eigenen Angaben zufolge wenig überraschend, „denn mit Hilfe der Client-Virtualisierung kann die IT-Abteilung Sicherheitsmaßnahmen zentral steuern“. Gleichzeitig führt dieser Ansatz zu geringeren Kosten für Betrieb und Management, was mit einer Wichtigkeit von 2,2 bewertet wurde. Ebenfalls gespart werden kann bei den klassischen Endgeräten, den Desktops und Notebooks. Hier wird es als wichtig eingeordnet, dass sich die Anschaffungskosten (Wert 2,2) reduzieren, da Client-Virtualisierung auf Endgeräteseite keine hohe und damit teure Performance benötigt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Hürden und ein Fazit.

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