Ausbau des Desktop-Virtualisierungs-Portfolios für den Mittelstand Citrix übernimmt Kaviza

Redakteur: Regina Böckle

Mit Kaviza „VDI in a Box“ will Virtualisierungs-Spezialist Citrix sein Angebot im SMB-Segment ausbauen, vor allem mit Blick auf die Desktop-Virtualisierung. Ab 1. Juli 2011 können Endkunden die Kaviza-Produkte auch über Citrix-Partner erhalten.

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Gordon Payne ist Senior Vice President and General Manager Desktop Division bei Citrix.
Gordon Payne ist Senior Vice President and General Manager Desktop Division bei Citrix.
( Archiv: Vogel Business Media )

Citrix hat die Akquisition von Kaviza angekündigt. Kaviza hat sich mit der „VDI in a Box“ insbesondere auf Virtualisierungs-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Durch die Übernahme rundet Citrix sein XenDesktop-Portfolio mit einer reinen VDI-Lösung ab.

Gerade mittelständische Unternehmen standen bislang der Virtualisierung ihrer Desktops mittels VDI oft noch skeptisch gegenüber. Zum einen scheuten sie die Kosten, zum anderen schreckte sie die Furcht vor großer Komplexität ab, die immer gegeben ist, wenn Lösungen, die für Enterprise-Kunden entwickelt wurden, auf SMB-Bedürfnisse angepasst werden müssen.

Abrundung des Citrix-Portfolios

Mit Kavizas VDI-Lösung kann Citrix diesen Ängsten jetzt den Wind aus den Segeln nehmen. Denn VDI in a Box ist keine Enterprise-Virtualisierungs-Lösung, die lediglich für den Einsatz bei SMB-Kunden abgespeckt und um einige Funktionalitäten, Management-Tools und Performance beschnitten wurde, sondern eine von Grund auf für SMBs entwickelte Lösung. Sie lohne sich bereits ab 20 virtuellen Desktops, wie das Unternehmen verspricht.

Kaviza trat von Anfang an mit der Prämisse auf, „Desktop-Virtualisierung zwei Drittel günstiger anzubieten“, als die am Markt verfügbaren Lösungen.

Statt eine kostspielige Server- und Storage-Infrastruktur für virtuelle Desktops zu nutzen, konzipierte der Hersteller die Virtual DesktopInfrastructure (VDI) von Grund auf neu: Die Software wird in Form einer Virtual Appliance bereitgestellt, die bereits alle VDI-Komponenten enthält und selbstständig verwaltet. Da hierfür der lokale Speicher eines Desktops oder kleinen Servers genutzt werden kann, liegt der Investitionsbedarf bei weniger als einem Drittel der Kosten für herkömmliche Lösungen. Ein Netzwerk aus Storage Arrays, Management-Server und Connection Broker entfällt. Desktop-Virtualisierung wird damit erschwinglich und leicht verwaltbar und somit auch für den Mittelstand interessant.

Da die Lösung über ein horizontales Server-Grid skaliert, werden Organisationen nicht vor die Entscheidung „Alles oder Nichts“ mit hohem Akzeptanzrisiko und Reibungsverlusten gestellt, sondern sie können VDI schrittweise einführen.

Virtuelle Desktops könnten mit VDI in a box binnen zwei Stunden bereitgestellt werden, zusätzliche Server binnen weniger Minuten.

„Kaviza kennt und versteht die Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Unternehmen und hat wesentliche Schritte unternommen, um ihnen eine einfache, kostengünstige Lösung für die Virtualisierung ihrer Dekstops zur Verfügung zu stellen. Das Kaviza-Team und die innovative Technologie, die es entwickelt hat, wird einen signifikanten Mehrwert zu unseren Desktop-Virtualisierungs-Linien hinzufügen”, begründet Gordon Payne, Senior Vice President and General Manager Desktop Division bei Citrix, die Übernahme.

Eine kostenlose Test- und Demo-Version für 30 Tage von VDI in a box ist online auf der Kaviza-Website erhältlich.

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