Erstes Release im Rahmen des Cloud-Projekts „Avalon“ Citrix hat Xen Desktop für Tablets und Mobiles überholt

Redakteur: Ulrike Ostler

Frisch vom Citrix-Hauskongress „Synergy“ in Los Angeles: „Xen Desktop 7“ bringt virtuelle Windows-Anwendungen und Desktops auf jedes mobile Endgerät. Damit ist das Release die erste Neuerscheinung des Herstellers unter dem im vergangenen Jahr vorgestellten „Project Avalon“, das zum Ziel hat, Windows als Cloud Service auf den Weg zu bringen.

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Citrix erhöht mit Xen Desktop 7 die Attraktivität von VDI auch für Tabet und Samtphone-Anwender. Die Benutzung wird schneller und benutzerfreundlicher.
Citrix erhöht mit Xen Desktop 7 die Attraktivität von VDI auch für Tabet und Samtphone-Anwender. Die Benutzung wird schneller und benutzerfreundlicher.
(Bild: buchachon/Fotolia.com)

Dank der Cloud-ähnlichen Architektur bietet Xen Desktop 7 Funktionen zur mobilen Bereitstellung von Windows-Anwendungen und –Desktops mit sowie eine leichter zu handhabende Installation und Verwaltung. Insbesondere Kunden, die bereits Xen Desktop oder „Xen App“ nutzen, das Citrix-Produkt für die Anwendungsvirtualisierung, können von einer vereinfachten Architektur sowie einer bequemeren Inbetriebnahme, Verwaltung und dem leichteren Support profitieren, wirbt der Hersteller.

Zu den Neuerungen, die das ermöglichen sollen, gehört „HDX Mobile“, eine Technik, die intuitive, auf mobile Endgeräte angepasste Bedienungsoberflächen bereitstellt. Insbesondere diese sorgt dafür, dass jede Windows-Anwendung auf mobilen Endgeräten bedient werden kann. So sorgen Touchscreen-Funktionen dafür, dass Multi-Touch-Gesten, Finger-Wischbewegungen und Pull-Down-Listen in reibungslose Navigations- und Scrolling-Befehle übertragen werden.

Schnell und sicher durch verschiedene Netze

Außerdem erlauben Komprimierungen, dass Anwendungen sich bei Bedarf mobilen Datennetzwerken anpassen und auch dort problemlos genutzt werden können. Zum Beispiel lässt sich durch die Integration des H.264-Komprimierungsverfahrens die Bandbreiten-Effizienz in Wide Area Networks (WAN) deutlich verbessern. Und einer neuen HDX-Komprimierung wird die Bitrate von Full-HD-Videos in 3G-Netzwerken dynamisch angepasst und optimiert.

Für Sicherheit soll das „Citrix Store Front“ Interface sorgen. Es sichert den Zugang zu Anwendungen und Desktops, sei es über das eigene Unternehmensnetzwerk oder außerhalb über das „Citrix Netscaler Gateway“.

INeuerungen gibt es auch bei der Verwaltung der virtuellen Anwendungen und Desktops sowie deren Inbetriebnahme: Vereinfachte Arbeitsabläufe und eine automatisierte Konfiguration sorgen nach Anbieterangaben für eine Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent. Ein Installationsassistent kann Anwendern helfen, ein System bereits innerhalb von 20 Minuten aufzusetzen.

Zeitersparnis durch neue Cloud-Architektur

Sowohl Xen Desktop 7 als auch Xen App sind in eine einheitliche „Flex Cast Management Architecture“ (FMA) eingebunden. So entsteht eine skalierbare Lösung zur Bereitstellung von Windows-Anwendungen und -Desktops als Cloud Service. Denn Windows Server (RDS) oder VDI-Desktops werden von einer einzigen Konsole aus gesteuert, was deren Konfiguration deutlich erleichtert.

Tools zur automatisierten Migration von physischen zu virtuellen Anwendungen können für weitere Zeitersparnis sorgen. Die enthaltene „Citrix App DANN“-Software beschleunige die Migration um bis zu 90 Prozent verglichen mit einer manuellen Validierung, so der Hersteller.

Integrations-Features

Aus dem (Cloud-)Rechenzentrum auf jedes Device: Xen Desktop 7 lässt sich auf jeder Hypervisor- oder Cloud-Management-Plattform installieren, zum Beipsiel auf „Amazon Web Services“.
Aus dem (Cloud-)Rechenzentrum auf jedes Device: Xen Desktop 7 lässt sich auf jeder Hypervisor- oder Cloud-Management-Plattform installieren, zum Beipsiel auf „Amazon Web Services“.
(Bild: buchachon/ Fotolia.com)
Neue leistungsstarke Administrations-Funktionen automatisieren häufig wiederkehrende Aufgaben und binden dabei die Profilverwaltung, Store Front, das Publishing sowie die Speicherplatzoptimierung mit ein. Zudem ist Xen Desktop 7 mit erweiterten Cloud-Management-Funktionen ausgestattet, die den Anwendern spezielle Helpdesk-Konsolen sowie eine Echtzeit-Datenerhebung mit Hilfe des Analyse-Tools „Citrix Edge Sight“ zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus lässt sich Xen Desktop 7 auf jeder Hypervisor- oder Cloud-Management-Lösung installieren, unter anderem auf der „Citrix Cloud Platform powered by Apache CloudStack“ oder „Amazon Web Services“.

Verfügbarkeit des VDI-Produkts

Um die Vorteile von XenDesktop, wie einfachere Handhabung und Kostensenkung, zu unterstützen, optimieren auch die Citrix Ready Partner ihre Lösungen. Bereits vorgestellt wurden Neuerungen unter anderem von CA Technologies, Dell, Netapp und NVIDIA. Mehr als 20 weitere Partnerunternehmen wie Cisco, HP, IBM und Microsoft haben ihre Unterstützung bereits signalisiert.

Xen Desktop 7 ist ab Juni 2013 als Platinum, Enterprise oder VDI-Edition erhältlich. Lizenzen sind pro Nutzer, Endgerät oder auf Concurrent-User-Basis verfügbar.

Zusätzlich ist die neue Version der Xen Desktop App Edition für alle RDS-Anwendungen und Desktop-Workloads verfügbar. Bestehende Xen App Enterprise und Platinum Kunden mit aktueller Subscription Advantage können ihre Versionen ohne Zusatzkosten und auf Wunsch auch schrittweise updaten.

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