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Tablets, Smartphones und die Cloud treiben Datenvolumen in exorbitante Höhen Cisco-Studie: Die mobile Cloud lässt Datenverkehr explodieren

Redakteur: Sylvia Lösel

Mehr internetfähige Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets, mehr Cloud-Dienste und mehr Video-Übertragungen sorgen bis 2016 für hohe Wachstumsraten im mobilen Datenverkehr. Das ist das Ergebnis einer Cisco-Studie. Entsprechend müssen Service Provider Vorkehrungen treffen.

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Diverse Faktoren sind für das Wachstum beim Datenverkehr verantwortlich.
Diverse Faktoren sind für das Wachstum beim Datenverkehr verantwortlich.

Der globale mobile Datenverkehr wächst von 2011 bis 2016 um das 18-fache. Dann werden jeden Monat fast 10,8 Exabyte (EB) übertragen. Die jährliche mobile Datenübertragung von 130 Exabyte entspricht dem Fassungsvermögen von 33 Milliarden DVDs oder 813 Trillionen SMS. Alleine in Deutschland beträgt der mobile Datenverkehr dann 4,7 EB, im Vergleich zu 0,22 EB im vergangenen Jahr. Dies hat der neue Cisco Visual Networking Index (VNI) Global Mobile Data Traffic Forecast festgestellt. Das Wachstum liegt vorwiegend an der Zunahme internetfähiger Mobilgeräte. Im Jahr 2016 übersteigt deren Anzahl mit mehr als zehn Milliarden die Menge der dann auf der Erde lebenden 7,3 Milliarden Menschen. In Deutschland werden in vier Jahren voraussichtlich 177 statt aktuell 116 Millionen mobile Geräte im Einsatz sein.

Zahlen für Deutschland

Der mobile Datenverkehr steigt in Deutschland von 2011 bis 2016 um das 21-fache, von monatlich 18,4 auf 393 Petabyte (PB). Damit wächst er dreimal so schnell wie das Transfervolumen über feste Leitungen. Der Anteil der mobilen Übertragung am Gesamtvolumen erhöht sich von einem auf sieben Prozent, der Anteil der Video-Übertragungen am mobilen Datenvolumen von 53 auf 75 Prozent. In diesem Zeitraum wird in Deutschland die Anzahl der Smartphones von 26 auf 59 Millionen, der Tablets von 1,9 auf 10,2 Millionen und der Laptops von 4,7 auf 6,9 Millionen steigen. Pro mobiler Verbindung werden dann durchschnittlich 3.197 statt 167 Megabyte übertragen. Cloud-Anwendungen nehmen 2016 einen Anteil von 72 Prozent am mobilen Datenverkehr ein, im Vergleich zu 43 Prozent Ende 2011. Damit wird die mobile Cloud in Deutschland mit einer jährlichen Wachstumsrate von 104 Prozent um das 35-fache steigen.

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„Da Netzwerke die Basis für sämtliche Anwendungen sind, müssen alle Beteiligten, insbesondere die Service-Provider, für eine stabile und sichere Infrastruktur sorgen, die sich schnell skalieren lässt“, sagt Carlo Wolf, Vice President und Geschäftsführer von Cisco Deutschland.

Steiler Anstieg

Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des weltweiten mobilen Datenverkehrs von 2011 bis 2016 beträgt 78 Prozent. Dieses Wachstum wird durch folgende Faktoren angetrieben:

  • Der mobile Cloud-Verkehr steigt um das 28-fache mit einer jährlichen Wachstumsrate von 95 Prozent, sein Anteil am gesamten mobilen Daten-Traffic erhöht sich von 45 auf 71 Prozent.
  • In vier Jahren gibt es mehr als zehn Milliarden internetfähige Mobilgeräte, inklusive Geräte für die Maschinenkommunikation (M2M).
  • Leistungsfähigere Mobilgeräte, insbesondere Tablet-PCs, können immer mehr Daten übertragen.
  • Die Geschwindigkeit mobiler Netze wird um das Neunfache steigen und entsprechend höhere Transferraten erlauben.
  • Der Anteil von Videos am mobilen Datenverkehr erhöht sich bis 2016 auf mehr als 70 Prozent.

Über die Studie

Der Cisco VNI Global Mobile Data Traffic Forecast basiert auf Vorhersagen von Analysten sowie von Messwerten zur mobilen Datenübertragung. Darauf aufbauend hat Cisco eigene Schätzungen für die Akzeptanz von mobilen Anwendungen sowie der Nutzungs- und Datenübertragungsraten getroffen. Darin eingeflossen sind Zahlen für die mobile Breitbandgeschwindigkeit und Geräteleistungen. □

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