Anwender wünschen sich klare Vorgaben aus der IT

BYOD ist für viele nur eine Notlösung

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Der Mobility-Trend bricht die traditionellen Unternehmensgrenzen auf, die Anwender werden selbstbewusster. Trotzdem sind die IT-Abteilungen gefragter, denn je.
Der Mobility-Trend bricht die traditionellen Unternehmensgrenzen auf, die Anwender werden selbstbewusster. Trotzdem sind die IT-Abteilungen gefragter, denn je. (Bild: Ben Chams, Fotolia)

Die Unternehmens-IT kann nicht mit den Erfordernissen der Mitarbeiter Schritt halten. Für den Austausch von Dokumenten greifen diese daher auch im Beruf verstärkt zu ihren eigenen Geräten und zu privaten File-Sharing-Diensten. Notgedrungen, denn: 74 Prozent der deutschen Anwender würden lieber Tools nutzen, die ihnen ihre IT-Abteilung bereitstellt.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Connected Enterprise Survey“ des Marktforschungsunternehmens Loudhouse im Auftrag von Alfresco. Weltweit wurden 1.600 Arbeitnehmer und Führungskräfte aus IT und Fachabteilungen befragt, darunter auch 200 Teilnehmer aus Deutschland. Der BYOD-Boom ist also eher „aus der Not geboren“, als eine wirkliche Revolution. Die Studie zeigt aber auch, dass die Bedürfnisse der Anwender in der IT durchaus ankommen und ernstgenommen werden. Mehr noch: Wo die IT-Abteilung dem Bedarf entspricht, tritt eine merkliche Produktivitätssteigerung ein.

Netzwerke wachsen stetig

Laut Umfrage steigt die Menge der Geschäftskontakte rasant an: 78 Prozent der Business-Anwender erwarten, dass sich die Zahl der Personen, mit denen sie wichtige geschäftliche Informationen austauschen, in den nächsten beiden Jahren um 20 Prozent erhöhen wird. Für den Zuwachs sorgen vor allem Kunden, sagen 57 Prozent, Kollegen an anderen Standorten (55 Prozent), aber auch Mitarbeiter am eigenen Standort (51 Prozent). Jedoch nur 18 Prozent aller Befragten halten ihre Firma für „sehr effektiv“ was den Wissensaustausch angeht. Deutsche Anwender gehen hier mit ihren Betrieben noch schärfer ins Gericht: Nicht einmal jeder Achte (13 Prozent) äußerte sich entsprechend positiv.

BYOD sorgt für zusätzlichen Frust

70 Prozent der Befragten weltweit erwarten, dass sie ihre privaten Collaboration-Tools und -Anwendungen in Zukunft noch stärker für berufliche Aufgaben nutzen werden. Hier sind die deutschen Studienteilnehmer zwar etwas skeptischer, aber immerhin noch 61 Prozent waren der gleichen Auffassung. Weil die Tools für Privatanwender aber nicht für den Unternehmenseinsatz konzipiert sind, zeigen sie gravierende Schwächen im beruflichen Umfeld: So hatten 84 Prozent der User in den letzten zwölf Monaten Probleme beim Versand großer Dateien.

Durch den Einsatz privater Dienste werden Dateien zudem an den verschiedensten Orten gespeichert. Für 49 Prozent der Befragten ist die damit einhergehende E-Mail-Flut ein zunehmendes Problem. Aber auch langwieriges Suchen nach Dokumenten bedeutet für 44 Prozent der Befragten ein ständiges Ärgernis. 38 Prozent kämpfen mit der Vielzahl verschiedener Versionen.

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