IT-Sicherheit in der Cloud: Online-Check für mittelständische Unternehmen

Bundesinnenminister Friedrich stellt DsiN-Cloud-Scout vor

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Prominenz aus Politik und Wirtschaft stellten den neuen Online-Check „Cloud-Scout“ der Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. anlässlich der CeBIT 2013 vor (v.l. Dr. Hans-Peter Friedrich, Neelie Kroes, Dr. Christian P. Illek, Oliver Bussmann).
Prominenz aus Politik und Wirtschaft stellten den neuen Online-Check „Cloud-Scout“ der Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. anlässlich der CeBIT 2013 vor (v.l. Dr. Hans-Peter Friedrich, Neelie Kroes, Dr. Christian P. Illek, Oliver Bussmann). (Bild: DsiN)

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Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) möchte kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen, die Sicherheitsvorteile bei der Nutzung von Cloud Computing zu erkennen und Schwachstellen zu vermeiden. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und EU-Kommissarin Neelie Kroes haben auf der CeBIT 2013 den neutralen Online-Check der Initative vorgestellt.

Mit Hilfe des neuen DsiN-Cloud-Scouts lässt sich in 10 bis 15 Minuten erfahren, in welcher Weise Unternehmen Cloud Computing sicher nutzen und dadurch sogar die Informationssicherheit verbessern können. Damit bietet der Online-Check insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen eine wichtige Orientierungshilfe, indem wirtschaftliche, technische und rechtliche Aspekte abgedeckt werden. Die Nutzer erhalten auf www.DsiN-Cloud-Scout.de eine individuelle Auswertung und Empfehlung zur Nutzung von Cloud Computing mit Fokus auf IT-Sicherheit und Datenschutz.

Inhaltliche Schwerpunkte des DsiN-Cloud-Scouts sind beispielsweise Berechtigungskonzepte, integrierte Sicherheitslösungen, Schutz der Zugriffsgeräte, Applikationssicherheit und Bedingungen an den Internetzugang – alles Themen, mit denen sich Unternehmen beschäftigen sollten, bevor sie Cloud-Anwendungen in die bestehende Unternehmensinfrastruktur einbinden. Das Informationsangebot ersetzt allerdings keine individuelle Sicherheitsanalyse, da es nur einen ersten Überblick über die Anforderungen an Cloud Computing vermittelt. Der DsiN-Cloud-Scout liefert herstellerunabhängige und produktneutrale Ergebnisse, auch wenn er gemeinsam mit den DsiN-Mitgliedern Deutsche Telekom AG, Microsoft Deutschland GmbH und der SAP AG erstellt wurde.

Für Bundesinnenminister Dr. Friedrich weist der Cloud-Scout des DsiN in die richtige Richtung, um den Mittelstand herstellerunabhängig und produktneutral über die zu beachtenden Sicherheitsaspekte zu informieren. Schließlich biete Cloud Computing vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen eine deutliche Kostenreduzierung und höhere Flexibilität. „Die sichere Cloud-Anwendung ist dafür eine wesentliche Grundlage“, betonte Dr. Friedrich während der Vorstellung in Hannover. Dem stimmt auch Dr. Christian P. Illek, DsiN-Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender der Geschäftsführung der Microsoft GmbH, bei: „Um die positiven Effekte des Cloud Computing verstärkt nutzen zu können, ist gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen noch viel Informationsarbeit zu leisten. Die Politik und Wirtschaft haben ein gemeinsames Interesse, dass wir den Anschluss in die Cloud nicht verpassen.“ Und EU-Kommissarin Neelie Kroes ergänzte: „Auch der Europäischen Kommission ist bei diesem internationalen Thema viel daran gelegen, einen europaweiten, verlässlichen Rahmen für die Wirtschaft zu schaffen.“ Für Oliver Bussmann, stellvertretender DsiN-Vorstandsvorsitzender und Chief Information Officer von der SAP AG, ist das Wissen um die Chancen und Risiken Grundlage für eine fundierte Entscheidung pro oder contra Cloud Computing.

Dass noch eine deutliche Unsicherheit im Hinblick auf die rechts- und datenschutzkonforme Nutzung von Cloud Computing vorherrscht, hat eine Umfrage von DsiN unter 375 mittelständischen Unternehmen ergeben (DsiN-Sicherheitschecks Q4/2012): Von den 16 Prozent der Unternehmen, die bereits mit der Cloud arbeiten, kennen 19 Prozent die Sicherheitsanforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen überhaupt nicht, 42 Prozent kennen sie nur teilweise. Von den Unternehmen, die sich mit der Cloud-Nutzung beschäftigen (24 Prozent), sind nur 13 Prozent mit den Sicherheitsanforderungen vertraut, 57 Prozent der Befragten sind sie teilweise bekannt und 30 Prozent wissen nichts darüber.

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