TNS Infratest und T-Systems studieren: Wer braucht HANA?

Big Data und In-Memory sind zwei Paar Schuhe

Seite: 4/4

Firma zum Thema

Die SAP-Sicht divergiert stark von der Anwenderwunschliste

"Big Data ist kein Buzzwort mehr", steht in der Studie "Quo vadis Big Data", und weiter: "Der Datanschatz muss aber durch die Unternehmen gehoben werden."
"Big Data ist kein Buzzwort mehr", steht in der Studie "Quo vadis Big Data", und weiter: "Der Datanschatz muss aber durch die Unternehmen gehoben werden."
(Bild: TNS Infratest/T-Systems)
Doch das sehen die gefragten IT-Entscheider ganz anders (siehe: Abbildung 13). Jeder siebte geht davon aus, dass sich HANA als „Nischenprodukt im SAP-Umfeld“ positionieren wird. Rund 6 Prozent betrachten HANA offenbar als Hype.

Zumindest jeder fünfte Entscheider erwartet oder wünscht sich eine „primary persistence“, sprich: eine Nutzung von SAP HANA als primäre Datenbank für transaktionale und analytische Anwendungen. Und 36 Prozent der Befragten sehen in SAP HANA ein Instrument „um gezielt Performance-kritische Bereiche zu unterstützen und präferiert demnach die Stellung des Moduls als „analytics-sidecar“ von SAP BW“. Die zu erwartenden Kosten dürften bei diesen Betrachtungen eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen, so die Studie.

Für den Studienauftraggeber T-Systems spielt auch die Art und Weise, wie HANA in den Unternehmen implementiert wird, eine bedeutsame Rolle. Doch da sieht es, zumindest auf den ersten Blick, nicht gut aus für Service-Provider. Denn HANA wird von den befragten Entscheidern präferiert im eigenen Rechenzentrum gesehen – on premise, vor allem in Deutschland.

In Memory gehört ins eigene Rechenzentrum, so der Wille

Doch der Verzicht auf eigene Hardware und die Verlagerung der Ressourcen auf IT-Provider ist bereits für die Hälfte der Studienteilnehmer eine Option. Ein Fünftel sieht seine Anwendungen am ehesten auf einer dedizierten Hardware beim IT-Service-Provider. Einen Einsatz auf einem virtualisierten System würden 19 Prozent vorziehen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 13 Bildern

Doch fast jedes zehnte Unternehmen kann sich vorstellen, HANA über eine Cloud-basierte Lösung eines Providers zu nutzen, um die Kosten verbrauchsabhängig abrechnen zu können. „5 Prozent gehen sogar so weit und würden lediglich die mit SAP HANA erstellten Auswertungsergebnisse somit „as a service“ je nach Bedarf einkaufen“, sagt die Studie.

In Memory geht nicht ohne Servive-Provider, so die Realität

Die Versorgungsunternehmen allerdings, die Big Data eine große Bedeutung zumessen aber Investitionen in In-Memory-Technik scheuen, sperren sich vor allem gegen ein Auslagern von IT oder Services. Sie „legen am stärksten Wert auf Sicherheit“, drücken es die Studienmacher aus. Nahezu jedes zweite Unternehmen dieser Branche will HANA in eigenen Datacenter vor Ort betreiben.

Allerdings: „Vor dem Hintergrund der Neuartigkeit und der Komplexität von In-Memory-Anwendungen sind Unternehmen aktuell nicht in der Lage, diese ohne Hilfestellung von Lösungsanbietern zu implementieren.“ Die Studie zitiert eine Untersuchung von der Unternehmensberatung McKinsey, nach der alleine in den USA in den kommen Jahre bis zu 190.000 Big-Data-Spezialisten gebraucht werden.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:35199060)