Große Datenmengen, große Chancen für eine ganz neue(?) Spezies

Big Data schafft Tausende neuer Jobs für Spezialisten: Data Scientists

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Was qualifiziert für den sexy Job?

Data Scientist ist aber nicht nur neu, sondern auch der „sexiest job of the 21th century“, wie die Zeitschrift "Harvard Business Review" kürzlich schrieb. Die Zunahme der entsprechenden Stellenanzeigen bewegst sich bei sagenhafte 15.000 Prozent innerhalb eines Jahres.
Data Scientist ist aber nicht nur neu, sondern auch der „sexiest job of the 21th century“, wie die Zeitschrift "Harvard Business Review" kürzlich schrieb. Die Zunahme der entsprechenden Stellenanzeigen bewegst sich bei sagenhafte 15.000 Prozent innerhalb eines Jahres.
(Bild: FICO)

Data Scientists sind nicht nur technisch in der Lage, die Auswertung einer beliebigen Zahl von Datensätzen auszuführen, sondern sie müssen vor allem eines können: Die richtigen Fragen stellen und ein Gespür dafür haben, wie sie Daten im Hinblick auf die konkrete Fragestellungen aus dem Kerngeschäfts des Unternehmens oder Auftraggebers analysieren müssen, um daraus die richtigen Schlüsse und Empfehlungen extrahieren zu können. Die Kombination der Technik- und Business-Perspektive macht diese Spezialisten sehr interessant für Arbeitgeber.

Im Kern geht es darum, dass Data Scientists dieses neuen Zuschnitts nicht nur immer leistungsstärkere Modelle entwickeln, sondern dass sie vor allem echte Problemlöser sind. Ihre Analysen müssen Antworten liefern, die im echten Leben tatschlich relevant sind und sich letztlich positiv im Geschäftsergebnis des Unternehmens niederschlagen.

Es geht dabei um Fragen wie „Welche Entscheidung soll mit der aktuellen Analyse“ optimiert werden?“, „Wie treffen wir diese Entscheidung im Moment?“ – und „Wie messen wir die Verbesserung?“ im Entscheidungsprozess. Diese Fragen müssen gestellt und beantwortet sein, noch bevor der erste Datensatz aus der Datenbank gezogen wird.

Ein typischer Fall

Ein typischer Fall sieht in etwa so aus: Die meisten Unternehmen möchten ihre besten Kunden binden. Das wirft einerseits die Frage auf, was genau die besten Kunden sind? Und was kann diese Kundenbeziehung in Gefahr bringen?

Andererseits sind die viel drängenderen Fragen, wie lange vor einem Ereignis, das einen Kunden möglicherweise zum Abwandern bringt, muss diese Vorhersage getroffen werden? Und wie findet man eine Konstruktion, die genug Zeit lässt zwischen der Prognose der möglichen Kundenabwanderung und möglichen Aktionen, um gegenzusteuern – und welchen Zeitraum gibt man diesen Aktionen, damit sie möglichst gut ihren gewünschten Effekt erzielen?

Gute Data Scientists sind aber nicht nur Problemlöser. Sie müssen oftmals noch einen Schritt vorher ansetzen. Es geht darum, die relevanten Probleme zu identifizieren – und die zu lösenden Fragen so zu formulieren, dass aus deren Beantwortung ein echter Mehrwert entsteht.

Neue Fragestellungen

Dabei ist weniger rein mathematisches Fachwissen gefragt als vielmehr Fähigkeit, Antworten zu finden auf Fragen wie „Wie können wir bestimmte Dinge zum Besseren wenden – und gehen wir diese Herausforderung an?“. Neben den wissenschaftlich geprägten Denkern braucht es diejenigen, die mit Business-Entscheidern auf einer Wellenlänge funken und sich auch auf strategischer Ebene mit ihnen austauschen können.

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