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Wachsendes SaaS-Angebot, sinkende Preise, beflügelnde Langzeit-Wirkung von Basel II BI-Software-Markt boomt dank KMUs und Konjunktur-Schub

| Redakteur: Katrin Hofmann

Business Intelligence (BI) sei momentan der am stärksten wachsende Bereich der Unternehmens-Software, hat eine Umfrage von Softselect unter BI-Anbietern ergeben. Diese nannten für das Wachstum zahlreiche Gründe.

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Geschäftskunden stellen der Studie zufolge an BI immer höhere Anforderungen.
Geschäftskunden stellen der Studie zufolge an BI immer höhere Anforderungen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Nachfrage nach Business Intelligence (BI) steigt stetig und die Funktionen der Lösungen werden immer vielfältiger. Das sind zwei wesentliche Ergebnisse einer Studie, an der sich 51 BI-Anbieter beteiligten. Gemäß der Untersuchung von der Unternehmensberatung Softselect ist BI darüber hinaus der am stärksten wachsende Bereich der Unternehmens-Software. Nach Anziehen der Konjunktur in der DACH-Region sei nun „ein Boom“ zu verzeichnen.

Neben der besseren wirtschaftlichen Situation hätten auch sinkende Anschaffungskosten dazu geführt, dass zunehmend KMUs (kleine und mittelständische Unternehmen) Investitionen tätigen. Daneben wirkten sich die Eigenkapital-Vorschriften gemäß Basel II indirekt positiv auf den Markt aus. Denn Banken verlangten bei der Kreditvergabe schnell verfügbare und sichere Kennzahlen, die mit Hilfe von Unternehmenssteuerungs-Software aufbereitet werden können.

Wie BI-Anbieter auf die Nachfrage-Situation reagieren

Die stärkste Verbreitung findet BI demnach in der Industrie. Dies hat Softselect in einer weiteren Erhebung unter 2.024 Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz herausgefunden. Knapp drei Viertel der Industrie-Unternehmen arbeiten dieser zufolge mit einem BI-System oder nutzen BI-Funktionen in einer ERP-Software. Im Handel verwenden rund zwei Drittel BI-Werkzeuge. Im Dienstleistungs-Sektor, vor allem in kleineren Betrieben, schlummere dagegen noch deutliches Potenzial. Die Anbieter reagierten auf diese Situation aktuell derart, dass sie verstärkt kleinere Firmen adressieren oder Einzelplatz-Lösungen anbieten.

Gleichzeitig wachse das Software-as-a-Service-Angebot (SaaS) stetig. Zwar hätten beinahe alle Anbieter noch die klassische Inhouse-Variante an Bord, bereits 41 Prozent der Lösungen stehen aber auch als SaaS zur Verfügung. Dass dieses Modell sich auch in Zukunft weiter verbreiten dürfte, davon sind die Studienautoren überzeugt. Dennoch gebe es Vorbehalte der Anwender, gerade weil es hier zentrale und sensible Informationen von Firmen betreffe.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr über die Anforderungen der potenziellen Kunden.

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