Mit offenen Standards und einer Open Hybrid Cloud zum erfolgreichen Projekt

Best Practices für die Migration in die Cloud

| Redakteur: Florian Karlstetter

Sechs bewährte Praktiken bei der Migration in die Cloud aus der Sicht von Red Hat.
Sechs bewährte Praktiken bei der Migration in die Cloud aus der Sicht von Red Hat. (© Woody - Fotolia.com)

Red Hat gibt eine Reihe Tipps, worauf bei der Migration in die Cloud zu achten ist. So hat sich vielfach gezeigt, dass Unternehmen mit ausgewählten Use-Cases starten und dabei vorwiegend einem Open-Source-basierten Open-Hybrid-Cloud-Modell folgen, wobei die Infrastruktur teils im eigenen Rechenzentrum und teils in der Cloud betrieben wird.

Red Hat hat eigenen Angaben zufolge in den letzten zwölf Monaten zahlreiche Unternehmen bei Cloud-Projekten und der Migration von Applikationen in die Datenwolke unterstützt. Demnach sehen viele Unternehmen OpenStack als eine bedeutende Zukunftsarchitektur fü den Aufbau einer Private Cloud. Aus all diesen recht unterschiedlich gelagerten Anwendungsszenarien haben sich verschiedene Praktiken und Verfahren ergeben, die Red Hat nun in Form von Best Practices weitergibt.

1. Bestandsaufnahme der Applikationen durchführen

Der richtige Startpunkt für eine Migration in die Cloud ist eine Ist-Analyse der vorhandenen Applikationslandschaft. Nur so stellt sich heraus, welche Applikationen in welchen physischen und virtualisierten Umgebungen in einem Unternehmen genutzt werden. Als willkommene Nebenwirkung hilft die Ist-Analyse gleichzeitig dabei, nicht mehr verwendete Anwendungen aufzuspüren und sie zu deinstallieren.

2. Ermitteln, wer die Applikationen nutzt

Aus der Aufstellung der eingesetzten Applikationen muss die IT-Abteilung die Gruppe der tatsächlichen Nutzer aufspüren. Ziel ist, herauszufinden, ob nur interne Anwender aus bestimmten Fachbereichen oder auch externe Personen die Applikationen einsetzen.

Das trifft etwa dann zu, wenn Lieferanten Einblick in die Warenbestände haben, um automatisch Nachbestellungen auslösen zu können. Sind die Benutzergruppen bekannt, kann ihnen die IT klare, überprüfbare Zugriffs- und Sicherheitsrechte zuweisen. Transparenz ist Voraussetzung für eine hohe Sicherheit.

3. Abhängigkeiten zwischen Applikationen analysieren

In Unternehmen aller Größen existiert meist eine heterogene, über viele Jahre gewachsene IT-Landschaft, bei der es eine Vielzahl von Abhängigkeiten zwischen einzelnen Applikationen gibt. Nur wenn dieses Beziehungsgeflecht transparent ist, lässt sich feststellen, welche Auswirkungen es hat, einzelne Applikationen und deren Daten in die Cloud zu verlagern, denn nicht alle operativ genutzten Applikationen sind Cloud-fähig.

4. Feststellen, welche Vorschriften aus dem Datenschutz für welche Daten gelten

Die Erfassung, Speicherung und Nutzung personenbezogener Daten ist im Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Die Ablage unterliegt einer Reihe gesetzlicher Vorschriften und oft auch branchenspezifischen Compliance-Vorgaben. Für Handelsunternehmen und Dienstleister, die Kreditkarten-Transaktionen speichern, gilt beispielsweise der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS). Aber auch Geschäftsprozesse in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Pharmazie oder Medizintechnik sind von umfangreichen branchenspezifischen Vorschriften geprägt.

5. Identifizieren, welche Daten in der Cloud gespeichert werden können

Weitgehend unproblematisch ist es, Informationen ohne Personenbezug in der Cloud zu speichern, beispielsweise Produktdaten, Ersatzteillisten oder technische Beschreibungen für Service- und Supportzwecke. Dagegen dürfen personenbezogene Daten nur in einer Private Cloud beziehungsweise verschlüsselt gespeichert werden.

6. Entscheiden, welche Applikationen in eine Open Hybrid Cloud verlagert werden

Erst aufgrund einer eingehenden Ist-Analyse können Unternehmen entscheiden, welche ihrer Applikationen für eine Migration in die Cloud in Frage kommen und welche weiterhin im eigenen Rechenzentrum betrieben werden.

Entscheidend ist, wie die IT-Systemlandschaft aus physischen, virtualisierten und Cloud-Lösungen in einer Open Hybrid Cloud verwaltet werden kann. Denn zumindest ein Teil der Applikationen verbleibt meist in der eigenen Infrastruktur, etwa weil Applikationen nicht für den Cloud-Einsatz geeignet sind oder aus Compliance- beziehungsweise datenschutzrechtlichen Gründen nicht in der Cloud betrieben werden dürfen.

Frederik Bijlsma, EMEA Business Unit Manager Cloud, Red Hat.
Frederik Bijlsma, EMEA Business Unit Manager Cloud, Red Hat. (Bild: Red Hat)

"Die wichtigsten Vorteile einer Open Hybrid Cloud: sie ist herstellerunabhängig, basiert auf offenen Standards, ist interoperabel und modular. Unternehmen können in dieser Architektur Applikationen zwischen physischen und virtuellen Systemen verteilen", sagt Frederik Bijlsma, EMEA Business Unit Manager Cloud bei Red Hat. "Die IT kann den Lösungs-Stack analysieren und wenn kostengünstigere, leistungsfähigere oder geeignetere Services verfügbar sind, den Stack schnell und einfach modifizieren. Dabei macht es keinen Unterschied, wo sich die Basis-Infrastruktur befindet, sei es im eigenen Rechenzentrum, in einer Private oder Public Cloud oder aufgeteilt bei unterschiedlichen Cloud-Providern."

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42530794 / Virtualisierung)