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Anwenderbefragung „Data Warehousing 2011 – Status quo, Herausforderungen und Nutzen“ BARC stellt Konzept des Data Warehouse offen in Frage

| Redakteur: M.A. Dirk Srocke

Mit jetzt veröffentlichten Umfrageergebnissen stellt das Business Application Research Center (BARC) die Zukunft des Data Warehousings grundsetzlich in Frage, denn: Anwendern fehle es oft an Vertrauen in die eigenen Daten und neue Anforderungen werden oft nur langsam umgesetzt. Lesen Sie, welche Alternativen die Berater vorschlagen.

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Nutzer fordern agile Änderungen und übergreifende Auswertungen.
Nutzer fordern agile Änderungen und übergreifende Auswertungen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Starker Tabak: BARC stellt das Data Warehouse plakativ in Frage, obwohl 98 Prozent der vom Beratungsdienstleister befragten Unternehmen auf das Konzept setzen. Die weiteren Ergebnisse der Erhebung „Data Warehousing 2011 – Status quo, Herausforderungen und Nutzen“ erklären den Widerspruch zumindest teilweise.

Demnach fehlt es fast der Hälfte aller Unternehmen an Vertrauen in die eigenen Daten. Sogar noch etwas mehr der Befragten beurteilen die Datenqualität als drängendste Herausforderung für das Data Warehouse.

Generell werden die mit Data Warehouses angepeilten Ziele nur unzureichend erreicht. BARC nennt eine Zielerreichung von unter 50 Prozent für alle Aspekte abseits der Datenqualität. Anwender mit vollständig synchronisierten Daten im Data Warehouse schneiden hier allerdings besser ab und erreichen ihre Ziele 20 Prozent häufiger als die übrigen Nutzer.

Als besondere Herausforderungen für das Data Warehouse erkennen 59 Prozent der Befragten eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit bei anstehenden Änderungen. 39 Prozent der Studienteilnehmer bemängeln zudem die fehlende Integration von Fachbereichen; gut ein Drittel wünscht sich fach- und prozessübergreifende Auswertungen.

Trotz durchwachsender Umfrageergebnisse und provokant gewählter Einstiegsthese sieht BARC das Data Warehouse nicht am Ende. Um das Konzept für die Zukunft zu rüsten, müssten Unternehmen Prozesse aber besser organisieren. Für rasche Anpassungen könnten beispielsweise agile Änderungsprozesse sorgen, die bereits in der Softwareentwicklung genutzt werden. Zudem rät BARC zu einer besseren Kooperation zwischen IT und Fachabteilungen. Kommunikationsbrüche könne beispielsweise ein BI Competence Center vermeiden.

Für die Erhebung hat BARC im Frühjahr 200 Entscheidungsträger deutscher Unternehmen befragt. Die gegen Registrierung verfügbare Anwenderbefragung „Data Warehousing 2011 – Status quo, Herausforderungen und Nutzen“ wurde von pmOne AG und Hewlett-Packard unterstützt.

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