Exklusiv-Interview mit Kevin Turner, der Nummer zwei von Microsoft

„Auch Microsoft muss sich mit der Cloud neu erfinden“

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

ITB: Der Schwerpunkt von Microsoft verlagert sich zunehmend ins B-to-B-Geschäft. Im Fiskaljahr 2011 lag der Anteil an den Umsätzen bei 58 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auffallend hoch ist der Anteil des Enterprise-Geschäfts mit 37 Prozent. Noch vor zehn Jahren wurde Microsoft gar nicht als Enterprise-Company wahrgenommen. Was bedeutet diese Entwicklung für Partner?

Turner: Für unsere Partner ist das eine durchweg positive Entwicklung. Mit der Mehrzahl von ihnen arbeiten wir inzwischen im B-to-B-Segment zusammen. Unsere Partner unterstützen wir primär dabei, Lösungen zu entwickeln, die Mehrwerte zum Geschäft ihrer Kunden beitragen. Was das Enterprise-Segment angeht, so haben wir dort in den vergangenen Jahren tatsächlich enorme Fortschritte gemacht. 2011 ermittelte Goldman Sachs im Rahmen einer Studie, dass Microsoft für Unternehmen inzwischen der strategische IT-Anbieter Nummer eins ist. Einen großen Beitrag dazu hat übrigens die deutsche Landesgesellschaft geleistet. Das deutsche Team hat sich innerhalb der Microsoft Corporation sogar am stärksten dabei ausgezeichnet, uns als Trusted Advisor bei Enterprise-Kunden zu etablieren.

ITB: Ein Trend, mit dem sich Unternehmen derzeit auseinandersetzen, ist die Consumerization der IT. Anbieter wie Apple oder Google haben früher auf diesen Trend gesetzt als Microsoft. Was tut der Software-Konzern?

Turner: Da muss ich widersprechen. Niemand hat sich schneller auf die Consumerization der IT eingestellt als Microsoft. Wir haben als erste darauf reagiert, indem wir Unternehmenslösungen entwickelt haben. Wenn Sie sagen, andere haben Consumer-Geräte populär gemacht, die dann auch von den Mitarbeitern in Unternehmen nachgefragt wurden, stimme ich Ihnen zu. Geht es aber um das Verständnis der Security- und Management-Aspekte, die aus der Consumerization der IT folgen, dann ist Microsoft allen anderen voraus.

ITB: Außer dem Windows-8-Client bringt Microsoft in den kommenden Monaten auch Windows 8 Server, System Center 2012 und SQL Server 2012 auf den Markt. Worauf sollten sich die Partner einstellen?

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Person

Turner: Die kommenden zwölf bis 18 Monate werden eine überaus aufregende Zeit für uns und unsere Partner. Wir bringen mehr Innovationen, mehr die IT-Branche verändernde Produkte, Services und Lösungen auf den Markt als jemals zuvor in der Geschichte von Microsoft. Ich ermuntere unsere Partner ausdrücklich dazu, uns dabei zu helfen, diese Neuheiten in den Markt zu bringen. Auf diese Weise können wir unser gemeinsames Geschäft stärker ausbauen als jemals zuvor.

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