Trust Gap Survey 2015 Arbeitnehmer erwarten den Schutz ihrer Daten auf mobilen Geräten

Autor / Redakteur: Heidi Schuster / Florian Karlstetter

Heutzutage wird immer mehr Arbeit mit Mobilgeräten, die in persönlichem Eigentum sind, erledigt und Mitarbeiter erwarten von ihren Arbeitgebern, dass private Daten auf diesen Geräten geschützt bleiben – zu diesem Ergebnis kam eine neue Untersuchung von MobileIron veranlasst.

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Nur transparentes Verhalten seitens des Arbeitgebers wird bei den Arbeitnehmern Vertrauen erzeugen, erklärt MobileIron.
Nur transparentes Verhalten seitens des Arbeitgebers wird bei den Arbeitnehmern Vertrauen erzeugen, erklärt MobileIron.
(Bild: ra2 studio_Fotolia.com)

Der MobileIron Trust Gap Survey 2015 untersuchte die Erwartungen, die Mitarbeiter an den Schutz ihrer persönlichen Daten haben, wenn sie für die Arbeit ein Mobilgerät benutzen.

„Mobile Arbeitnehmer, speziell solche der jüngeren Generation, erwarten den Schutz ihrer persönlichen Daten, wenn sie ihre Mobilgeräte betrieblich benutzen. Viele würden ihre Stelle quittieren, wenn ihr Arbeitgeber Einblick in die persönlichen Daten auf ihrem Gerät hätte“, sagt Ojas Rege, Vice President für Strategy bei MobileIron. „In einer Welt, in der Smartphones immer mehr sensible persönliche Daten enthalten, müssen IT-Verantwortliche (CIO) sich bewusst sein, dass alle Geräte mehreren Nutzungen unterliegen und der Schutz der Daten der Mitarbeiter genauso wichtig ist wie der Schutz der Daten des Unternehmens."

Respekt ihrer persönlichen Daten

Die Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass bei 86 Prozent der mobil arbeitenden Arbeitnehmer das Smartphone, welches sie für betriebliche Zwecke nutzen, in ihrem persönlichen Eigentum ist. Dies gilt auch für 37 Prozent der Nutzer von Tablet-PCs. 61 Prozent glauben, dass ihr Arbeitgeber die Vertraulichkeit der persönlichen Informationen auf ihrem Mobilgerät schützt. 30 Prozent der Mitarbeiter würden kündigen, wenn der Arbeitgeber Einsicht in ihre persönlichen Daten wie persönliche E-Mails, SMS oder Fotos auf ihrem Smartphone oder Tablet-PC hätte.

Obwohl eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer dem Unternehmen, in dem sie arbeiten, beim Schutz der persönlichen Daten durchaus guten Willen zugestehen, sollten die Firmen ständig daran arbeiten, dieses Vertrauen zu rechtfertigen beziehungsweise noch zu steigern. Fakt ist, dass viele der Befragten bezüglich der im Folgenden aufgeführten Punkte sehr penibel auf Einhaltung der Privatsphäre achten (dabei ist der Grad des Vertrauens in den Arbeitgeber gegenüber dem Trust Gap Survey aber 2013 deutlich gestiegen):

  • Persönliche E-Mails und Anhänge: 52 Prozent Besorgte (gegenüber 66 Prozent im Jahr 2013)
  • Persönliche Kontakte: 49 Prozent Besorgte (gegenüber 59 Prozent im Jahr 2013)
  • SMS/Sofortnachrichten: 48 Prozent Besorgte (gegenüber 63 Prozent im Jahr 2013)
  • Anrufbeantworter: 45 Prozent Besorgte gegenüber 55 Prozent im Jahr 2013)
  • Daten über Telefongespräche und Internetnutzung: 45 Prozent Besorgte (gegenüber 53 Prozent im Jahr 2013)
  • Daten aller mobilen Apps auf dem Gerät: 44 Prozent Besorgte (gegenüber 54 Prozent im Jahr 2013)
  • Standort: 42 Prozent Besorgte (gegenüber 48 Prozent im Jahr 2013)
  • Liste aller Apps auf dem Gerät: 41 Prozent Besorgte (gegenüber 46 Prozent im Jahr 2013)

Was können Arbeitgeber tun?

Nur transparentes Verhalten seitens des Arbeitgebers wird bei den Arbeitnehmern Vertrauen erzeugen. Wenn Arbeitnehmer der Überzeugung sind, dass ihr Arbeitgeber die Vertraulichkeit ihrer persönlichen Daten respektiert, akzeptieren sie bereitwilliger neue Service-Angebote des Unternehmens im Mobilbereich oder auch BYOD-Programme. Folgende vertrauensbildende Maßnahmen bieten sich für Arbeitgeber an:

  • Einführung klarer und sachdienlicher Richtlinien
  • Klare Kommunikation dieser Richtlinien innerhalb der Arbeitsabläufe

Des Weiteren erlauben es folgende Maßnahmen, die Sicherheitserfordernisse des Unternehmens mit dem Schutz der Vertraulichkeit persönlicher Daten in Einklang zu bringen:

  • Schutzmechanismen für (gespeicherte und zu übertragende) Unternehmensdaten
  • Mitteilung an die Mitarbeiter, wie ihre persönlichen Daten geschützt werden
  • Nutzung der Möglichkeiten des jeweiligen mobilen Betriebssystems zum Schutz persönlicher Daten
  • Überwachung der Integrität der Apps
  • Verbindliche Vereinbarungen zu verantwortungsvollem Verhalten
  • Sicherung der Daten und des Datenzugriffs im Falle von Konflikten.

Zur Studie

Harris Poll befragte im Auftrag von MobileIron im Internet mehr als 3.500 Arbeitnehmer in Frankreich, Deutschland, Japan, Spanien, Großbritannien und den USA (nachfolgend: Arbeitnehmer), die betrieblich ein Mobilgerät nutzen.

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Über den Autor

 Heidi Schuster

Heidi Schuster

Redakteurin, Online CvD, Vogel IT-Medien