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Studie: Nur 33 Prozent haben Zugang zu Unified Communications und Video Collaboration Arbeitnehmer beklagen Mangel an Meeting- und Collaboration-Tools

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Alcatel-Lucent hat Anfang 2011 zwei Forschungsstudien über Technologien für die Geschäftskommunikation in Auftrag gegeben. Die Befragung von rund 2.000 Sachbearbeitern und über 750 IT-Führungskräften aus mittelständischen und großen Unternehmen in 51 Ländern hat ergeben, dass den Mitarbeitern weltweit Tools fehlen, mit denen sie das hohe Kommunikationsaufkommen bewältigen und effektiv zusammenarbeiten können.

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Eine von Alcatel-Lucent beauftragte Studie deckte Mängel bei der Umsetzung von Unified Communications und Video Collaboration auf.
Eine von Alcatel-Lucent beauftragte Studie deckte Mängel bei der Umsetzung von Unified Communications und Video Collaboration auf.
( Archiv: Vogel Business Media )

In der Studie wurden die Fachanwender um ihre Meinung zu den Themen Produktivität, Kommunikationstechnologien und Mitarbeitereinbindung gebeten. Bei der Befragung der IT-Führungskräfte ging es um die Herausforderungen, die mit der Implementierung und Unterstützung fortschrittlicher Kommunikationstechnologien verbunden sind.

Zusammenarbeit als Basis für höhere Produktivität

Laut der Studie sind 74 Prozent der Arbeitnehmer davon überzeugt, dass moderne Kommunikationstechnologien wie Unified Communications und Video Collaboration zu einer deutlich höheren Produktivität und mehr Mitwirkung beitragen könnten. Doch nur 33 Prozent der Befragten gab an, tatsächlich Zugang zu den Technologien zu erhalten, die für die erfolgreiche Bewältigung ihrer Aufgaben notwendig seien.

Die Befragten berichteten insbesondere von negativen Erfahrungen mit Lösungen bei virtuellen Meetings. Sie verwiesen zudem auf die Notwendigkeit von intuitiveren Collaboration-Tools, einfach zu bedienende Arbeitsmittel, mit denen sie in der Lage wären, ihr Know-how effizient zu teilen. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer vertrat die Auffassung, die diversen Kommunikationskanäle müssten besser koordiniert werden, um mehr Menschen, Medien und Endgeräte in die Kommunikationsprozesse einzubinden. Ein Geschäftsprozess kann so von einer Textnachricht auf eine Collaboration-Session ausgeweitet werden. Ziel von Collaboration ist es, viele Menschen an unterschiedlichen Standorten und Abteilungen und über Unternehmensgrenzen hinweg, stärker prozessorientiert an der Erledigung von Geschäftsvorgängen zu beteiligen, sei es über Sprache, Textnachrichten, Videokommunikation, Internet oder gemeinsamen Dateizugriff.

74 Prozent der befragten Anwender nutzen Smartphones. Fast alle IT-Organisationen gaben an, Smartphone-Plattformen zu unterstützen. Dank Smartphones stehen Anwendern mehr Zugangsmöglichkeiten offen. Sie wecken aber auch den Wunsch nach Technologien, die einen weitergehenden Zugang zu Personen und Informationen am Arbeitsplatz erschließen. Als besonders wichtige Technologien wurden Unified Communications, Videoconferencing und Video Collaboration, Instant Messaging sowie internes Social Networking genannt.

Bestehende Systeme blockieren IT-Organisationen

Die Studie zeigte auf, dass IT-Organisationen Fortschritte dabei erzielt haben, den Anforderungen ihrer Benutzer gerecht zu werden. Sie erkennen heute den Bedarf nach modernen Communications- und Collaborations-Services, oft aber stehe die traditionelle Infrastruktur im Wege. Als besonders kritischer Bereich erwies sich die Verwaltung der zunehmend größeren und komplexeren Netzwerke mit zeitgemäßen Netzwerkmanagementlösungen. Nur 40 Prozent der befragten IT-Führungskräfte gaben an, über angemessene Tools für das Management der Servicequalität (Quality of Service, QoS) und der Anwendungsleistung zu verfügen.

Laut Studie setzen IT-Organisationen immer stärker auf Unified-Management-Tools, die Benutzer, Geräte, Anwendungen und Infrastrukturen auf einer einzigen Plattform umfassen. Etwa 57 Prozent der IT-Führungskräfte gaben an, sie könnten erhebliche Einsparungen erzielen, wenn sie ihre bestehenden IT-Managementsysteme durch eine Lösung ersetzten, die es erlaubt, alle Benutzer einheitlich zu verwalten und Kommunikationskanäle und Anwendungen in Form von Services über jegliche Endgeräte bereitzustellen.

„Innovationen in der Kundenkommunikation wirken sich selbstverständlich auch auf die Arbeitswelt aus. Sowohl Arbeitnehmern als auch IT-Organisationen ist heute die Notwendigkeit bewusst, Communications und Collaboration zu verbessern. Beide haben hier jedoch mit Hindernissen zu kämpfen“, so Arnaud Kraaijvanger, Vice President Marketing bei Alcatel-Lucent Enterprise. „Anbieter benötigen bessere Tools, während IT-Abteilungen einfache und kostengünstige Möglichkeiten benötigen, diese Mittel bereitzustellen und zu verwalten. Darüber hinaus gibt es einen weiteren wichtigen Nebeneffekt: Organisationen, die in der Lage sind, hochmoderne Systeme zu implementieren, profitieren von erheblichen Produktivitätsgewinnen.“

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