Von Home Office bis Shareconomy „Arbeit 3.0“ in der digitalen Welt

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Der Ausstattungsgrad der Erwerbstätigen mit ITK-Technik ist sehr hoch. Dennoch werden auch viele private Geräte für die Arbeit eingesetzt. Die mobilen Geräte fördern örtliches flexibles Arbeiten, wie beispielsweise das Home Office. Und die Mehrheit der Unternehmen organisiert ihre interne Kommunikation auch über soziale Medien und unterstützt die neue Arbeitskultur des Teilens.

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Der Einzug mobiler und in leistungsfähige Netze eingebundener Endgeräte in die Arbeitswelt transformiert Wirtschaft und Gesellschaft, zeigt die Bitkom-Studie „Arbeit 3.0“.
Der Einzug mobiler und in leistungsfähige Netze eingebundener Endgeräte in die Arbeitswelt transformiert Wirtschaft und Gesellschaft, zeigt die Bitkom-Studie „Arbeit 3.0“.
(Bild: Bitkom)

Soweit die Ergebnisse der aktuellen Bitkom-Studie „Arbeit 3.0“, die aufzeigt, wie neue Technologien zu grundlegenden Veränderungen der Arbeitswelt führen. Waren es vor dreißig bzw. zwanzig Jahren der PC bzw. das Internet, sind es heute Smartphones, Tablet-PCs, Cloud Computing und die sozialen Medien, die zu neuen Arbeitsmodellen gerührt haben oder noch führen werden. Dabei zeigt sich: Das Arbeiten in der digitalen Welt wird immer flexibler, birgt aber auch Herausforderungen und nicht immer nur Vorteile für die Arbeitnehmer.

Die aktuelle Untersuchung des IT-Branchenverbands fasst die Ergebnisse mehrerer repräsentativer Umfragen aus dem Jahr 2012 zusammen. Der Bitkom wollte insbesondere wissen, über welche mobilen Endgeräten Arbeitnehmer verfügen, wie diese für berufliche Zwecke eingesetzt werden und welche Einstellung Arbeitgeber und Beschäftigte überhaupt haben.

Hoher Ausstattungsgrad

Dabei zeigt sich, dass Computer und Mobiltelefone inzwischen zur Standardausstattung der Beschäftigten gehören. 6 von 10 Beschäftigten erhalten einen stationären Computer vom Arbeitgeber, 17 Prozent ein Handy und immerhin jeder zehnte Arbeitnehmer ein Smartphone. Doch auch private Geräte werden häufig für die Arbeit eingesetzt. An erster Stelle steht dabei das Notebook, gefolgt vom stationären PC und dem herkömmlichen Mobiltelefon.

Mit steigender Verbreitung mobiler Geräte nimmt auch die Arbeit im Home Office zu. Inzwischen arbeitet fast jeder zweite zumindest hin und wieder von zu Hause aus; ein Drittel der Beschäftigten sogar regelmäßig. Allerdings nicht immer zur Freude aller Beteiligten: Zwar glauben viele Arbeitnehmer und Personaler, dass die Arbeit im Heim-Büro zufriedener macht und auch die Flexibilität steigert. Andererseits befürchten sie auch, dass sich Beruf und Freizeit zu stark vermischen, die Karriere gebremst wird und auch die Kommunikation mit den Kollegen leidet.

Werden mobile Geräte die Arbeit genutzt, kommen diese auch hin und wieder außerhalb des Büros zum Einsatz. Sogar jeder zweite nutzt sie auf dem Weg zur Arbeit im Auto, der Bahn oder im Nahverkehr. Am häufigsten greifen Beschäftigte von unterwegs mit mobilen Geräten auf betriebliche Anwendungen wie E-Mail oder Kalender zu. Unternehmensspezifische Programme nutzt nur jeder Siebte und nur wenige arbeiten an Dokumenten.

Auf dem Weg zur Shareconomy

Soziale Medien werden für die interne Unternehmenskommunikation immer wichtiger. Vor allem größere Unternehmen haben entsprechende Lösungen installiert. Das klassische Intranet führt dabei die Rangliste der internen Social-Media-Tools an. Über soziale Medien werden auch zunehmend Informationen und Ideen geteilt. Zwei Drittel der Beschäftigten hat bereits positiv erfahren, dass die Arbeitsergebnisse sich durch den Informationsaustausch gebessert haben. Allerdings befürchtet auch jeder dritte Arbeitnehmer, dass das Teilen von Ideen und Wissen zum Profit anderer führt und man selbst leer ausgeht.

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen hat keine strukturierten Vereinbarungen zum Thema „Erreichbarkeit“. Dennoch fordern mehr als die Hälfte der Unternehmen nie oder nur in Ausnahmefällen die Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit. Knapp 29 Prozent der Unternehmen wünschen generell keine Erreichbarkeit ihrer Beschäftigten vor oder nach Dienstschluss, weitere knappe 28 Prozent begrenzen den Anspruch auf Erreichbarkeit auf wenige Ausnahmefälle. Dabei wären sogar zwei Drittel der Beschäftigten, die ITK-Geräte bei ihrer täglichen Arbeit einsetzen, grundsätzlich bereit, für ihren Arbeitgeber zu ungewöhnlichen Zeiten zur Verfügung zu stehen.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Angestellte

Der Bitkom sieht daher die Notwendigkeit, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer auf dem Weg zu neuen Arbeitsformen aktiv zu unterstützen. Die Studie „Arbeit 3.0“ gibt daher auch Handlungsempfehlungen, die das flexible Arbeiten regeln und den Umgang mit der Erreichbarkeit erleichtern sollen.

Die Bitkom-Studie „Arbeit 3.0“ steht am Textende als Download zur Verfügung.

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