Suchen

Chefsache 2013 „Apps und Cloud sind nur die Spitze des Eisberges“

Redakteur: Susanne Ehneß

Aus Sicht von Christoph Thomas, dem Vorsitzenden des Photoindustrie-Verbandes (PIV), kann sich die Foto- und Imaging-Branche auf ein boomendes neues Jahr freuen.

Firmen zum Thema

Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes
Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes
(Bild: PIV)

Welche Trends und Entwicklungen erwarten Sie für den Foto- und Imagingmarkt im Jahr 2013?

Thomas: Für 2013 erwarten wir einen weiter boomenden Foto- und Imagingmarkt, vor allem in den Segmenten Smartphones, hochwertige Kompaktkameras, kompakte Systemkameras und Spiegelreflexkameras, dem umfangreichen Zubehör sowie bei der Bildausgabe, die an Facettenreichtum weiter gewinnen wird. Fotos können auf nahezu jedem Medium – Papier, Holz, Glas, Metall, Stoff – aufgebracht werden, und aktuell sind nicht nur die individuell erstellten Fotobücher ein Renner, sondern beispielsweise auch Vergrößerungen im XXL-Format, aber auch die elektronische Variante über Tablets.

Verbraucher setzen immer stärker auf hochpreisige Güter, was sicherlich auch darin begründet liegt, dass die Konsumgüter, mit denen sich Verbraucher umgeben, unendlich viel über ihre Persönlichkeit verraten. „Geiz ist geil“ – das war einmal. Die Marktprognosen für 2013 zeigen, dass wir von Wertstabilität oder sogar Wertwachstum zum Vorjahr ausgehen dürfen.

Zentrale Themen unserer Branche in 2013 sind Apps, Cloud, Movie, Connectivity, Interactive oder Living Picture – die nur die Spitze des Eisberges sind und einen positiven und erheblichen Einfluss auf den Foto- und Imagingmarkt haben, indem sie ihm ganz neue Geschäftsfelder und Wertschöpfungen eröffnen.

Wie müssen sich Unternehmen auf diese Situation einstellen?

Thomas: Die Foto- und Imagingbranche zeichnet seit ihrer Digitalisierung eine enorme Innovationskraft aus, die nicht nur mit einem enormen Facettenreichtum einhergeht, sondern auch mit einer verstärkten Nachfrage nach den Produkten. Verbraucher ersetzen ihre Kameras alle drei bis fünf Jahre, Professionalisierung war noch nie so gefragt wie aktuell, die Zahl der Bildermacher wächst von Minute zu Minute und beschert uns weit über 2.000 Klicks in der Sekunde für Deutschland. Verbraucher umgeben sich in verstärktem Maße mit ihren Bildern. Wir haben den Nachwuchs auf unserer Seite – unsere Produkte sind von Jung bis Alt überaus begehrt. Unsere Branche, und das hat uns auch die Photokina im vergangenen Herbst mit der starken Ordertätigkeit gezeigt, lässt uns überaus optimistisch in die Zukunft blicken.

Was wünschen Sie sich – privat und/oder beruflich – vom neuen Jahr?

Thomas: Gesundheit ist die wichtigste Voraussetzung, um die richtigen zukunftsorientierten Weichen zu stellen.

(ID:37395140)