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PAC/Berlecon und Fraunhofer ESK suchen nach dem optimalen Betriebssystem Apple, Google, Microsoft – was taugt für Unternehmens-Handys?

| Redakteur: Ulrike Ostler

In ihrer aktuellen Studie untersuchen Analysten von PAC/Berlecon und Fraunhofer ESK inwieweit sich Smartphone-Betriebssysteme für den Einsatz in Unternehmen eignen. Eins ist sicher: Weder Apple, noch Google und Microsoft erfüllen alle Anforderungen zum sicheren, zentralen Administrieren.

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Analysten bewerten die Unternehmenstauglichkeit von Smartphone-Betriebssystemen; auf dem Bild: “iPhone” mit iOS4, „HTC 7 Mozart“ und „HTC Cha Cha“
Analysten bewerten die Unternehmenstauglichkeit von Smartphone-Betriebssystemen; auf dem Bild: “iPhone” mit iOS4, „HTC 7 Mozart“ und „HTC Cha Cha“
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Integration mobiler Endgeräte rangiert ganz oben auf der Agenda vieler Unternehmen. Doch „iOS“ von Apple, „Android“ von Google oder „Windows Phone 7“ von Microsoft sind nicht für die Integration in die Unternehmens-IT konzipiert und die Plattformvielfalt fordert die ITK-Verantwortlichen heraus.

Trotzdem müssen sich die für die Informations- und Kommunikationstechnik Verantwortlichen in den Unternehmen verstärkt mit den Alternativen zu Blackberry auseinander setzen. Da jedoch keines der Systeme alle Anforderungen zum sicheren, zentralen Administrieren erfüllt, ist ein Trade-Off zwischen den Anforderungen des Unternehmens und der Leistungsfähigkeit der Systeme gefordert.

In der Studie, die PAC/Berlecon und Fraunhofer ESK erstellt haben, geben Analysten anhand konkreter Szenarien praktische Empfehlungen für Nutzungsrichtlinien, Gerätekonfiguration sowie zum Umgang mit Apps. Nicole Dufft, Senior Vice President bei PAC: „Während sich die Betriebssysteme in puncto Usability nur wenig unterscheiden, gibt es hinsichtlich der Administrationsmöglichkeiten deutliche Unterschiede.“

Entscheidungskriterien

Allerdings hängt die Auswahl primär von den spezifischen Anforderungen und Voraussetzungen eines Unternehmens ab. Insbesondere große Unternehmen, bei denen zentrale Vorgaben und eine drahtlose Kontrolle der Endgeräte oft zwingend notwendig seien, stünden laut Dufft mit den hier betrachteten Betriebssystemen vor einer großen Herausforderung.

Zentrale Entscheidungskriterien beträfen die Integrationstiefe, die Nutzung spezieller Anwendungen und Dienste sowie die Sicherheit der auf dem Gerät gespeicherten Daten inklusive ihrer Übertragung.

Carolin Exner, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Fraunhofer ESK, erläutert, dass die Bedienung bei den geschlossenen Systemen iOS und Windows Phone 7 immer gleich sei und nur bedingt individualisierbar.

Android erfordert Spezialwissen

Ihre Empfehlung ist daher eindeutig: „Android ist sehr offen, weshalb Hardware und Betriebssystem nicht immer optimal aufeinander abgestimmt sind. Deswegen empfehlen wir Android nur Administratoren mit detaillierten Kenntnissen im Betriebssystem.“

Andererseits stelle der Umgang mit den Ökosystemen der Endgeräte – insbesondere den Application Stores- eine Herausforderung dar. Laut PAC/Berlecon-Vize Dufft erfordere „eine umfangreiche Sensibilisierung der Mitarbeiter und klare Richtlinien für die Nutzung.“

Denn viele Funktionen können nicht durch einen zentralen Administrator gesteuert werden. Zum beispiel kann das Anlegen eines persönlichen Mitarbeiter-Accounts beim Anbieter fast nicht umgangen werden.

Sicherheitsbedürfnis? Hände weg von Apps!

Auch formuliert Fraunhofer-ESK-Expertin Exner eine klare Empfehlung: „In Bereichen mit hohen Sicherheitsanforderungen raten wir zu einem rigiden Installationsverbot von Apps.“

Das Fazit des Einerseits und Andererseits bleibt Dufft vorbehalten: „Keines der Systeme stellt von sich aus eine umfassende, zentrale Geräteverwaltung zur Verfügung, so dass auf zusätzliche Mobile-Device-Management-Lösungen zurückgegriffen werden sollte.“

Wer mehr den Report „Apple, Google oder Microsoft? – Mobile Betriebssysteme im Vergleich“ kann sich auf der PAC/Berlecon-Website informieren.

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