BVDW-Infografik entschlüsselt Komplexität von Enterprise Mobility App-Management ist nur die Spitze des Eisbergs

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Das Thema Enterprise Mobility ist eine komplexe Aufgabe, vor der viele Unternehmen zurückschrecken. Die Konzeption und Umsetzung kann nicht einfach „nebenbei“ von der IT-Abteilung erledigt werden. Eine Infografik des BVDW erklärt die einzelnen Bausteine für eine gelungene Einführung mobiler Lösungen in Unternehmen.

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Die Infografik „Enterprise Mobility More Than Apps“ des BVDW zeigt, welche Aspekte in den Bereichen Mobile Strategy, Enterprise Mobility und Mobile Governance berücksichtigt werden müssen.
Die Infografik „Enterprise Mobility More Than Apps“ des BVDW zeigt, welche Aspekte in den Bereichen Mobile Strategy, Enterprise Mobility und Mobile Governance berücksichtigt werden müssen.
(Bild: BVDW)

Unterschiedliche Plattformen wie iOS oder Android, schnelle Produktzyklen und verschiedene Architekturansätze wie Native oder Hybrid sind nur die Spitze des Eisbergs, mit dem es sich beim Thema Enterprise Mobility zu befassen gilt. Neben technischen und rechtlichen Fragestellungen müssen die Erwartungen der Mitarbeiter bei einem Mobile-Strategie-Projekt gleichberechtigt betrachtet werden.

Anhand der Infografik „Enterprise Mobility – More Than Apps“ entschlüsselt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. mit Hilfe der Eisberg-Metapher die Komplexität von Enterprise Mobility und veranschaulicht, welche einzelnen Bausteine Unternehmen bei dem Thema beachten müssen. Sowohl die IT-, aber auch die Rechtsabteilungen in Unternehmen stehen hier vor großen Herausforderungen. Dabei sind die Apps nur die Spitze eines großen Eisbergs. Unternehmen brauchen daher Experten, die von verschiedenen Stellen aus das Thema Enterprise Mobility ganzheitlich betrachten.

Die BVDW-Experten Taner Kizilok (Senior Mobile Consultant bei T-Systems Multimedia Solutions GmbH und Leiter der Unit Enterprise Mobility der BVDW-Fachgruppe Mobile), Axel Koch (Leiter Vertrieb GML Gesellschaft für mobile Lösungen mbH und stv. Leiter der Unit Enterprise Mobility der BVDW-Fachgruppe Mobile) sowie Zvezdan Schoppmann (Global Head of Mobile Solutions, Deutsche Post IT Services) erläutern in einem Hintergrundpapier zur Infografik die Herausforderungen der Post-PC-Ära: Unternehmen müssen die bestehenden Prozess- und Wertschöpfungsketten im Hinblick auf neue technologische Möglichkeiten und die dadurch veränderten Nutzerverhalten analysieren, bewerten und in nachhaltige Entscheidungen überführen.

Um dies zu erreichen, müssen allerdings neben den technischen Fragen frühzeitig die Erwartungen der Mitarbeiter im Mittelpunkt eines Mobile-Strategy-Projektes gleichberechtigt betrachtet werden:

  • Eine ganzheitliche Mobile Strategy steht unter dem Druck hoher Innovationsfrequenzen und immer kürzerer Produktzyklen, dem grundsätzlich langfristige IT-Entscheidungen gegenüber stehen. Mit Blick auf die Zukunft muss die mobile Strategie bereits heute soziale und technische Trends widerspiegeln, Regeln definieren und eine Roadmap definieren, ohne Flexibilität einzubüßen oder andere strategische Maßnahmen zu unterlaufen.
  • Im Rahmen einer Mobile Governance müssen neben den reinen IT-Entscheidungen Regeln und Roadmaps erarbeitet werden, um die Enterprise Mobility in eine Richtung zu lenken. Hierzu müssen Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, beispielsweise zur Nutzung privater mobiler Endgeräte, Arbeitgebermitbestimmungsrechten, Haftungsrechten oder spezifischen Guidelines beantwortet werden.
  • Die Entwicklung mobiler Anwendungen – das Mobile Development - erfordert hochgradig spezialisiertes Know-how und ist nicht einfach von der IT-Abteilung „nebenbei“ zu erledigen. Unterschiedliche Plattformen wie iOS, Android, Windows Phone oder Blackberry, schnelle Produktzyklen, Architekturansätze wie Native vs. Hybrid vs. Web, sind nur einige der zahlreichen technologischen Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt. Fähigkeiten und Fertigkeiten fließen somit bei der Make-or-buy-Entscheidung ein.
  • Die Integration mobiler Anwendungen in bestehende IT-Anwendungslandschaften führt zu infrastrukturellen Herausforderungen im Bereich der Netzwerksicherheit und darüber hinaus auch zu speziellen Anforderungen an die Backend-Systeme.
  • Durch die nicht permanente Anbindung mobiler Endgeräte an das Unternehmensnetzwerk ergeben sich besondere Anforderungen für den Betrieb. Davon sind zum Beispiel Software-Release-Prozesse betroffen, wie das gleichzeitige Ausrollen von Anwendungen auf unterschiedlichen Zielplattformen. Besondere Anforderungen gelten aber auch für spezifische Benutzergruppen wie beispielsweise Vertriebsmitarbeiter. In Abhängigkeit des Einsatzes einer Device-Management-Lösung ergeben sich spezielle Besonderheiten für die App Operations.
  • Haftungsfragen müssen sich alle Unternehmen stellen, die ihre Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten ausstatten, auf denen personenbezogene Daten gespeichert sind. Um diesen rechtlichen Risiken entgegenzuwirken, empfiehlt sich die zentrale Verwaltung von Geräten mit einer Spezialsoftware für Mobile Device Management (MDM). Bei Verwendung privater Endgeräte des Arbeitnehmers (BYOD – Bring Your Own Device) müssen die rechtlichen Aspekte ebenfalls sorgfältig berücksichtigt werden.

Zum Thema Enterprise Mobility veranstaltet die Vogel IT-Akademie am 17. und 18.10.2013 in Bonn den ENTERPRISE MOBILITY SUMMIT 2013. Der Summit spannt den kompletten Bogen der Enterprise Mobility vom Device- und Infrastruktur-Management über die Anwendungen im Front- und Backend bis hin zur mobilen Absicherung hochsensibler, produktiver Daten.

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