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Connectivity Benchmark Report 2020 APIs sollen Transformation voranbringen

Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Die meisten Digitalisierungsprojekte in Unternehmen wurden im Vorjahr nicht wie geplant abgeschlossen – konstatiert die zu Salesforce gehörende Konnektivitätsplattform MuleSoft mit einer Studie und glaubt die Gründe dafür zu kennen.

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Lediglich 16 Prozent der Unternehmen verfügen über eine Strategie für den unternehmensweiten Einsatz von APIs.
Lediglich 16 Prozent der Unternehmen verfügen über eine Strategie für den unternehmensweiten Einsatz von APIs.
(Bild: © putilov_denis - stock.adobe.com)

Für Unternehmen führt an der digitalen Transformation anscheinend kein Weg vorbei: 95 Prozent von ihnen betreiben oder planen im laufenden Jahr entsprechende Initiativen. Das stellt MuleSoft mit dem jetzt vorgelegten „Connectivity Benchmark Report 2020“ fest. Zugleich benennt der Betreiber einer Integrations- und API-Plattform dabei aber auch Schwierigkeiten und Hürden.

IT-Teams unter Druck

So werden IT-Projekte in diesem Jahr um 40 Prozent zulegen, während die Budgets sich um weniger als ein Viertel davon erhöhen. In 77 Prozent der Unternehmen seien zudem die IT-Teams für eine vernetzte Kundenerfahrung verantwortlich.

Ob das gut gehen kann, ist fraglich: 2019 steckten die IT-Verantwortlichen das Gros ihrer Zeit ins Tagesgeschäft, lediglich 31 Prozent blieben für Innovationen und Weiterentwicklung übrig. Drei von fünf angestoßenen Digitalisierungsprojekten wurden 2019 so auch nicht wie geplant abgeschlossen.

Unternehmensweite API-Strategie soll helfen

Optimierungspotential erkennt MuleSoft beim Umgang mit APIs. So wüssten Unternehmen zwar bereits um die Stärken und Vorzüge von Schnittstellen. Während jedoch schon vier von fünf Unternehmen offene oder private APIs nutzen, verfügten nur 16 Prozent über eine Strategie für den unternehmensweiten Einsatz.

Mehr als die Hälfte der Befragten verwendet APIs lediglich für isolierte Projekte beziehungsweise innerhalb bestimmter Geschäftsbereiche. Entwickler könnten nur 44 Prozent der Software-Assets- und -Komponenten mehrfach nutzen.

REST steht für REpresentational State Transfer, API für Application Programming Interface - beides dient der M2M-Kommunikation.

Definition: Representational State Transfer (REST) Application Programming Interface (API)

Was ist eine REST API?

Für MuleSoft steht derweil fest: Eine API-Strategie, die Self-Service und Wiederverwendung von Programmierschnittstellen ermöglicht, beschleunige Innovation, steigere Produktivität und erschließe neue Umsatzströme. Diese Aussage untermauert der Anbieter auch gleich mit einer weiteren Zahl: Mit 56 Prozent bestätige über die Hälfte der Befragten, dass die IT den größten Mehrwert für ihre Unternehmen durch wiederverwendbare Integrationen schafft.

MuleSoft-CEO Simon Parmett kommentiert: „CIOs sind in einer guten Ausgangsposition, die digitale Transformation ihrer Organisationen zu leiten. IT-Führungskräfte aus allen Branchen brauchen ein neues Betriebsmodell, das das Tempo der Bereitstellung von Software und Services beschleunigt, die organisatorische Flexibilität erhöht und Innovationen in großem Maßstab ermöglicht [...] Mit einem API-getriebenen Ansatz können CIOs die Taktung im Unternehmen verändern und als Manager eines modularen Unternehmens auftreten, um den Zugang zu bestehenden Assets und neuen Fähigkeiten gleichermaßen zu ermöglichen.“

Methodologie

Den „2020 Connectivity Benchmark Report“ hat MuleSoft gemeinsam mit den Marktforschern von Vanson Bourne erstellt. Hierfür wurden im Oktober und November 800 IT-Experten online befragt. Die repräsentierten Organisationen mit jeweils mehr als 1.000 Mitarbeitern und stammten aus Australien, Deutschland, Frankreich, Hongkong, Japan, Niederlanden, Singapur, USA und Vereinigtem Königreich.

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