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SAP bringt Hadoop, Data Science und Demand Signal Management Anwendungen und Preisgelder für Big Data

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

SAP kündigt eine Anwendung für Nachfragesignale an, will künftig selbst Hadoop-Distributionen vertreiben sowie Kunden mit einer zentralen Serviceorganisation für Data Science unterstützen.

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Kunden die einen bestimmten Geschäftsprozess oder eine Geschäftschance innovativ vorantreiben können 7.500 Euro gewinnen.
Kunden die einen bestimmten Geschäftsprozess oder eine Geschäftschance innovativ vorantreiben können 7.500 Euro gewinnen.
(Bild: SAP)

Das Thema Big Data ist SAP gleich mehrere Ankündigungen auf einen Schlag wert. Darin erklärt der Anbieter, einen Unternehmensbereich Data Science zu schaffen und die „Daten-Community“ mit Wettbewerben anspornen zu wollen. Zudem offeriert der Anbieter weitere Lösungen und Anwendungen.

SAP wird die Plattform SAP HANA künftig gemeinsam mit der Intel Distribution Apache Hadoop und Hortonworks Data Platform vertreiben. Entsprechende Reseller-Verträge umfassen auch den Support. SAP selbst spricht in diesem Zusammenhang davon, die Partnerschaften mit Intel und Hortonworks auszubauen. In welchen Details sich das Angebot aber beispielsweise vom bereits 2012 angekündigten Big-Data-Bundle unterscheidet, lässt der Hersteller allerdings weitgehend offen.

Klar macht SAP hingegen, welche Einsatzfelder HANA und Hadoop im Einzelnen beackern sollen. So sollen Kunden mit HANA heiße und warme Daten verwalten, also Informationen, die häufig genutzt werden. Je nach Anwendungsfall könnte für warme Daten auch SAP Sybase IQ zum Einsatz kommen. Hadoop bliebe demnach nicht häufig gebrauchten, kalten Daten vorbehalten. SAP empfiehlt Hadoop zudem für Informationen, deren Wert Kunden noch nicht einschätzen können.

„Big Data“-Anwendungen

Des Weiteren kündigt der Hersteller eine Serie von "Big Data"-Anwendungen an. Die startet mit der Lösung SAP Demand Signal Management powered by SAP HANA. Damit sollen Unternehmen nicht nur nachgelagerte Nachfragedaten (Point-of-Sale-Daten), sondern auch Marktforschungsdaten und Kundenpräferenzen erfassen. SAP verspricht dabei laufend aktuelle Informationen, auf deren Grundlage Lieferkette, Verkauf und Marketing an Nachfrageschwankungen angepasst werden können. Bis Jahresende sollen zudem die Analysesoftware SAP Fraud Management und die Lösung SAP Customer Engagement Intelligence auf den Markt kommen.

Neuer Unternehmensbereich: Data Science

Der neue Unternehmensbereich Data Science soll schließlich die besten Datenspezialisten der SAP unter einem Dach zusammenführen. Laut SAP soll die Serviceorganisation:

  • Unternehmen helfen, aus verstreuten Datenmengen strategisch wichtige Informationen zu gewinnen,
  • die Zukunft durch wegweisende Innovationen vorwegnehmen und gestalten,
  • kundenspezifische Lösungen entwickeln, bestehende Lösungen erweitern und die Big-Data-Anwendungen der SAP ständig verbessern,
  • ihre Patente und Rechte des geistigen Eigentums für SAP-Anwendungen einsetzen.

Wettbewerbe und Preise

Mit verschiedenen Wettbewerben will SAP zudem die „Daten-Community“ anspornen. Bei der Data Geek Challenge gehe es darum, mithilfe von Big Data Innovationen für einen bestimmten Geschäftsprozess oder eine Geschäftschance voranzutreiben. Den Gewinnern winkt ein Preisgeld von umgerechnet 7.500 Euro oder ein Besuch bei der Fachkonferenz SAPPHIRE NOW.

Außerdem plant SAP gemeinsam mit Chevrolet den Entwicklerwettbewerb Connected Cars Contest für verbundene Fahrzeuganwendungen, die zur Lösung globaler Mobilitätsprobleme beitragen.

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