IDC-Umfrage von Promerit über Trends im Personalwesen

Anforderungen an HR aus der Cloud

| Autor / Redakteur: Karolin Böhm / Ulrike Ostler

Mobility und Usability sind ein Muss

Wie eingangs erwähnt, sind „mobil“ und „flexibel“ längst in unserem Arbeitsalltag angekommen – ob es sich dabei um flexible Arbeitszeitmodelle, Home Office oder das Arbeiten von unterwegs handelt. Hier ist es die Aufgabe der IT, mittels HR-Cloud-Diensten den mobilen Zugriff zu gewährleisten und Mitarbeiter im Home Office, in den Filialen oder den Niederlassungen einzubinden.

Dies zeigt sich auch an den fünf wichtigsten Antriebsfaktoren für Unternehmen beim Einsatz von HR-Cloud Services: Mobiler Zugriff (57 Prozent), geringe Kosten oder Aufwand für die IT (51 Prozent), einfache Einbindung von Mitarbeitern in Filialen, Niederlassungen und Home Office (48 Prozent), niedrige Gesamtkosten TCO (46 Prozent) und gleicher, aktueller Release-Stand für alle User (44 Prozent).

Zukunftsorientierte HR-Prozesse in der Cloud

Heute planen 16 Prozent der befragten Unternehmen den Einsatz von Cloud-Angeboten für Personalprozesse in den kommenden zwei Jahren. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen darüber hinaus deutlich, dass der Cloud-Einsatz in allen HR-Prozessbereichen steigen wird (siehe: Abbildung 1).

Während jedoch zukunftsorientierte HR-Aufgaben in die Cloud wandern, verbleiben traditionellere Administrationsprozesse eher in den etablierten on-premise-Lösungen. Es wird also deutlich, dass insbesondere Talent-Management-Themen wie die strategische Nachfolgeplanung oder Prozesse, bei denen Mitarbeitern stark eingebunden sind und bei denen es auf Nutzerfreundlichkeit ankommt, in der Cloud zu finden sind.

Konsistente Stammdaten für aussagekräftige HR-Analytics

Eine der größten Herausforderungen der IT bei der Einführung von HR-Cloud-Services liegt ganz klar im Bereich der konsistenten Stammdaten: „In der Praxis wird das Thema Stammdaten von vielen Verantwortlichen in HR unterschätzt. Auch wenn dieser Aspekt auf den ersten Blick wenig Charme versprüht, hat er aber bei genauerem Hinsehen eine enorme Hebelkraft“, erläutert Singler.

Nicht von ungefähr habe sich der Software-Anbieter am Markt dieses Themas angenommen und trenne nicht mehr Prozess- und Stammdaten, sondern verfolge eine ‚One-Solution‘-Strategie. Damit gehörten viele Integrations-Szenarien innerhalb der HR-Anwendungen der Vergangenheit an. „Ein neuer, revolutionärer Ansatz, der immer mehr Anhänger findet, betrachtet man den Markterfolg“, so Singler.

Konsistente Stammdaten sind auch deshalb so wichtig, weil sie aussagekräftige HR-Analytics ermöglichen und damit einer nachhaltigen Positionierung von HR im Unternehmen dienen. So bewerten Unternehmen die konsistente Stammdatendefinition als wichtigsten Faktor bei einer erfolgreichen Implementierung von HR-Cloud-Diensten.

Laut Studie geht über die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren die IT-Software im Bereich HR entweder als Mix aus herkömmlicher on premise-Software und Cloud Services bezogen wird oder HR-Tools hauptsächlich als Cloud-Angeboten existieren.

Stammdatenhaltung in der Cloud künftig kein Tabuthema mehr

Auch Singler ist vom Siegeszug der Cloud-Technologie überzeugt: „In fünf Jahren wird fast jedes Unternehmen in irgendeinem Bereich Cloud-Dienste nutzen. Auch glaube ich nicht, dass es in Zukunft bezüglich der ausgelagerten Daten noch irgendwelche Tabuzonen, wie beispielsweise die Stammdatenhaltung in der Cloud, gibt.“

Um jedoch die künftigen Herausforderungen zu meistern, müssen HR- und IT-Manager viel enger als bisher zusammenarbeiten. Hier ist vor allem ein neues Rollenverständnis der IT-Abteilung erforderlich: Die IT-Abteilung muss die Anforderungen von HR und den Nutzer von HR-Lösungen verstehen. Erst dann kann der optimale Mix aus on premises und Cloud gefunden werden, um sowohl die Sicherheit der HR-Daten zu gewährleisten, als auch den maximalen Nutzen für HR-Abteilung und die Mitarbeiter zu ermöglichen.

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