Suchen

Skalierbarer Such-Service direkt aus der AWS-Cloud Amazon startet AWS CloudSearch

| Redakteur: Florian Karlstetter

Amazon Web Services bietet mit CloudSearch eine komplett verwaltete Suchinfrastruktur als Service, die sich binnen kürzester Zeit aufsetzen und in eigene Anwendungen oder Web-Plattformen integrieren lässt.

Firma zum Thema

Amazon CloudSearch lässt sich bei Zunahme des Datenvolumens beliebig skalieren.
Amazon CloudSearch lässt sich bei Zunahme des Datenvolumens beliebig skalieren.

Amazon Web Services (AWS) stellt seine eigene Suchtechnologie, die so genannte A9-Technik, jetzt auch Kunden als Service zur Verfügung. Mit AWS CloudSearch können Unternehmen ohne aufwändigen Entwicklungsaufwand eine performante, vollständig verwaltete und beliebig skalierbare Suchfunktion in ihre Anwendungen oder Websites integrieren.

Nach Angaben von AWS müssen Entwickler lediglich eine Such-Domain anlegen und die zu durchsuchenden Daten hochladen, das Anlegen der grundlegenden Suchindizes nimmt AWS CloudSearch dann automatisch vor. Bei Zunahme des Datenvolumens oder der Datenabfragen werden zusätzlich auch die dafür notwendigen Ressourcen angepasst, um Performance-Schwankungen abzufangen.

Die Einrichtung und Konfigurierung erfolgt nach Angaben von AWS aus einem Musterdatensatz, in dem die optimalen Suchfelder automatisch ermittelt und dann vorgeschlagen werden. Weitere Einstellungen wie das Ändern von Suchparametern, individuelle Anpassung der Suchfelder, Hinzufügen von Booleschen Operatoren oder spezielle Datenspezifizierungen lassen sich dann mithilfe der AWS Management Console vornehmen.

Vielfältige Einsatzgebiete

AWS nennt unterschiedlichste Einsatzszenarien für CloudSearch: so nutzt der Online-Musikdienst ex.fm die Suchinfrastruktur zur schnellen Bereitstellung der von Anwendern nachgefragten Musiktitel. „Tag für Tag fügen Nutzer der Plattform über Hunderttausend neue Links zu Musiktiteln hinzu. In der Vergangenheit war es eine Herausforderung für uns, unseren Kunden eine schnelle Suche zu bieten, die mit diesem ständig wachsenden Datenvolumen Schritt halten konnte“, berichtet Lucas Hrabovsky, der CTO von ex.fm. „Da wir nur ein kleines Technikerteam haben, können wir es uns nicht leisten, dem Management unserer Suchinfrastruktur eigene Ressourcen zuzuweisen. Amazon CloudSearch nimmt uns diese Arbeit ab: Es skaliert hervorragend und ist gleichbleibend schnell. Das ist auch unseren Kunden aufgefallen. Seit wir CloudSearch nutzen, haben wir von Kunden sehr positives Feedback über die Geschwindigkeit und Genauigkeit unserer Suchvorgänge erhalten.“

CloudSearch kommt aber auch im wissenschaftlichen Umfeld zum Einsatz. So nutzt Sage Bionetworks, eine gemeinnützige biomedizinische Forschungsorganisation den Such-Service, um relevante Daten aus einem breiten Spektrum von wissenschaftlichen Ressourcen aufzufinden.

Preismodell

CloudSearch wird nach dem Pay-as-you-go-Modell abgerechnet: je nach Größe der Suchinstanz variieren die Preise zwischen 0,12 und 0,68 US-Dollar pro Stunde. Weitere Informationen über die technischen Möglichkeiten von CloudSearch sind bei AWS im Internet zu finden.

(ID:33303410)