Big Data, Multimedia und industrielle Anwendungen

Amazon sieht Cloud als Innovationstreiber

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mit seinen Trendprognosen wagt Werner Vogels einen fortschrittsbejahenden Ausblick.
Mit seinen Trendprognosen wagt Werner Vogels einen fortschrittsbejahenden Ausblick. (Bild: Amazon)

Die Cloud bleibt 2014 ein Innovationstreiber, sagt Amazon und verweist auf Anbieter wie Nest Labs; das Start-up wird nun von Google akquiriert. Auch Echtzeit-Datenverarbeitung und Datenanalysen für Forschung und Industrie werden das Jahr prägen.

Einen optimistischen Ausblick zum Thema Cloud Computing wagt Werner Vogels, Vice President und Chief Technology Officer bei Amazon. Wenig überraschend, denn mit Kindle-Ökosystem, MP3 Cloud Player und Amazon Web Services (AWS) ist das Unternehmen selbst einer der großen Player im Cloudmarkt.

Vogels macht für das aktuelle Jahr folgende vier Trends aus:

  • Persönliche Inhalte würden ortsunabhängig. Nach mobilen Geräten werden auch stationäre Systeme zunehmend auf Clouddienste zugreifen, etwa Smart TVs. Audiovisuelle Inhalte erreichen außerdem Infotainmentsysteme im Auto.
  • Cloud-basierte Datenanalysen machten die Offline-Welt effizienter. Die Menge in der Cloud gespeicherter, wissenschaftlicher Daten wird laut Vogels enorm zunehmen. Gleiches gilt für Sensordaten industrieller Anwendungen, die “viele Petabye an Daten erzeugen”; exemplarisch nennt Vogels eine Kooperation von AWS und Shell, bei der die Unternehmen gemeinsam Sensoren an Ölturbinen installieren. Im Alltag werde die Cloud zudem neue Anwendungen beflügen und das Internet der Dinge voranbringen. Vogels verweist in diesem Zusammenhang auf Echtzeit-Verkehrsinformationen oder die intelligenten Thermostate des Anbieters Nest Labs. Diese Einschätzung teilt offenbar auch Google und hat kurzerhand die Übernahme von Nest angekündigt.
  • Jeder soll zum Medienunternehmer werden können. Cloud-basierte Diensten für Pre- und Postproduktion versetzten praktisch jedermann in die Lage, einen Internet-Sender zu betreiben. Dies ermögliche laut Vogels etwa Sportvereinen zusätzliche Aboeinnahmen. Als Beispiel verweist Vogels in einer Pressemitteilung auf das per AWS realisierte “LiverpoolTV” und meint damit wahrscheinlich ein Videoangebot des Liverpool FC.
  • Echtzeit-Datenverarbeitung werde zunehmend genutzt: Vogels erkennt eine “synergetische Beziehung zwischen Big Data und Cloud Computing”, mit seinen “nahezu unerschöpflichen Rechen- und Speicherkapazitäten”. Mit der Analyse von Marktdaten ließen sich etwa neue Produkte realisieren. In diesem Zusammenhang verweist Amazon auf den britischen Sender Channel 4: Das Unternehmen arbeite mit Second-Screen-Technologien und bringe mit passenden Inhalten mehr Zuschauer an den Bildschirm. Aber auch viele weitere Branchen versuchten das Daten per Cloud deutlich schneller als bisher zu verarbeiten.

Das Fazit: Alles in allem könnten Unternehmen, Organisationen und Behörden per Cloud einen einen besseren Service bieten als bisher.

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