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Subscription statt Lizenzkauf Adobe schickt Kreativarbeiter in die „Creative Cloud“

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Jeder Software-Konzern lotet aus, welche Möglichkeiten Cloud Computing für das eigene Geschäft bedeutet. Auch bei Adobe ändern sich die Gepflogenheiten. Die „Creative Cloud für Teams“ spannt den Bogen weit und ist in mehrerlei Hinsicht schwer mit der Einzelplatz-Lizenz-Version vergleichbar.

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Adobe setzt bei Kreativ-Software auf Subscription und Cloud Computing.
Adobe setzt bei Kreativ-Software auf Subscription und Cloud Computing.
(© lassedesignen - Fotolia.com)

Kreativarbeiter müssen für eine Nutzerlizenz der „Adobe Creative Suite 6 Master Collection“ derzeit über 3.000 Euro auf die Ladentheke legen. Bei Amazon liegt der Preis beispielsweise zur Zeit bei rund 3.800 Euro (Download-Version: rund 3.200 Euro).

Die umfangreiche Werkzeugsammlung beinhaltet Gestaltungs-Tools für Print, Web und Video, darunter beispielsweise die neuesten Versionen von Photoshop, Illustrator, Indesign, Premiere Pro, Dreamweaver oder After Effects. Die Werkzeugkiste beinhaltet aber auch Flash- und PDF-Tools oder das Konvertierungs-Programm „Media Encoder“.

Subscription statt Lizenz

Kunden, die Nutzerlizenzen erwerben, erhalten als Investitionsschutz und Kaufanreiz zudem die Möglichkeit, vergünstigt für ein paar Hundert Euro upzugraden, auch von älteren Creative-Suite-Versionen. Diese, bei vielen Software-Herstellern etablierte Vorgehensweise, wird nun aber gegenwärtig vom Subscription-Modell konterkariert, bei dem keine so genannte „ewige Lizenz“ erworben wird, die wie beschrieben upgradefähig ist. Vielmehr wird die jeweils aktuelle Version für einen begrenzten Zeitraum gemietet.

Die Kreativ-Suite mieten

Hardy Köhler ist Director Channel & Territory Sales Central bei Adobe.
Hardy Köhler ist Director Channel & Territory Sales Central bei Adobe.
(Bild: Adobe)
Für Hardy Köhler, der bei Adobe als Director Channel and Territory Sales den indirekten Vertrieb in Zentraleuropa leitet, wird das Subscription-Modell künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Allgemein gesprochen hat das Subscription-Modell aus Hersteller-Sicht den Vorteil, dass neue Versionen besser verteilt werden können. Kunden, die nur ab und an ein paar Flugblätter erstellen, werden sicherlich dazu tendieren, aus Kostengründen, die eine oder andere Version auszulassen. Je mehr Versionen einer Software aber im Umlauf sind, desto teurer sind die Wartungs- und Update-Kosten, die der Hersteller für zufriedene Kunden aufbringen muss.

Gewinnt man Kunden hingegen für ein Mietmodell, stellt sich die Frage nicht mehr, ob die neue Version genügend Vorteile gegenüber der alten bietet, um die Kunden für ein Upgrade zu begeistern.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Kosten und den Umfang der „Cloud-Suite“.

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